Tweets fürs Klo: Twitter Toilettenpapier mit Shitter

Social Media · Katharina Falkowski · 30.03.2012 · 5 Kommentare

Sehr lustig :D Wer denkt, Twitter und der ganze Mist ist doch fürn Arsch, der kann seinen Gedanken mit Shitter freien Lauf lassen. Shitter druckt Twitter Feeds auf Toilettenpapier und schickt es euch nach Hause oder in die Agentur. Ein lustiges Gimmick für alle, die so manche Tweets mal an den passenden Ort verlegen wollten. Naja, andererseits muss man eine unterhaltsame Klo-Lektüre auch gar nicht so negativ sehen.

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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Prof. Dr. Hans Rück schrieb am

    Eine im Wortsinne "nachhaltige" Idee, führt sie doch das ganze belanglose, selbstverliebte Twitter-Geschwafel jenem Misthaufen wieder zu, auf dem es gewachsen ist. Damit die hübschen Sprüche-Rollen auch eine richtig runde Sache werden, sollte man gleich noch die ganzen Hype-Parolen jener Berater draufdrucken, die uns ein solches Nonsens-Medium als "unentbehrlichen Bestandteil künftiger Event-Gestaltung" verkaufen wollen.

  2. Katharina Falkowski schrieb am

    Ehrlich gesagt, bin ich jetzt etwas überrascht, über Ihre sehr drastisch formulierte Sichtweise. Ich stimme Ihnen absolut zu, dass es viel Nonsens im Netz, bei Twitter oder sonst wo gibt. Ich stimme Ihnen auch absolut zu, dass Hype-Parolen im Sinne von "Social-Media ist ein absolutes Muss für Events" wenig Sinn machen. Aber wenig Sinn, macht für mich auch das komplette Gegenteil. Sprich, dass Social-Media und Twitter ein reines Nonsens-Medium wären. Nicht das Medium macht den Nonsens, sondern der Verfasser. Man kann jedes Medium sinnvoll, aber auch belanglos nutzen.

  3. Prof. Dr. Hans Rück schrieb am

    Ach du liebe Güte, Frau Falkowski, es handelt sich doch um einen humorigen Thread, oder etwa nicht? Ihr eigener Aufmacher dazu war doch auch recht deftig formuliert. Aber was soll denn diese fürchterliche Konsenssoße nach dem Motto: "Es kommt drauf an, was man draus macht"? Hier kommen Fakten, die ich der Aufmerksamkeit des geschätzten Publikums empfehle:

    http://karrierebibel.de/zwitscherologie-11-wissenschaftliche-fakten-uber-twitter/

    http://www.360i.com/pdf/360i-Twitter-and-the-Consumer-Marketer-Dynamic.pdf

    Nicht zu vergessen meinen Beitrag im Events Magazine 01/2012.

    Jetzt etwas ernsthafter: Twitter ist zu 90 Prozent (wenn das reicht) ein Medium für mitteilungssüchtige Ego-Schausteller. Siehe Fakten. Außer wenn gerade mal wieder ein Flugzeug auf dem Hudson River notwassert, ist dieses Medium irrelevant. Die Relevanz anderer Web-2.0-Anwendungen will ich damit gar nicht bestreiten (und habe das, anders, als Sie es mir unterstellen, auch nicht getan) — wobei man immer genau hinschauen und vor allem das Web 2.0 bitte nicht mit Social Media verwechseln sollte. Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis in der Diskussion, das die von mir "gebashten" Berater gern für ihre Zwecke ausnutzen. Aber die Relevanz von Twitter? Da winke ich ab. Für einige Jugendzielgruppen, mag sein, aber noch nicht mal für alle. Aber im B2B-Bereich? Fehlanzeige. Die Kollegin Zanger hatte auf der 3. Wissenschaftlichen Konferenz Eventforschung in Chemnitz dankenswerterweise eine Twitter-Wall installiert. Da konnte man sich live und in Farbe von der, freundlich ausgedrückt, Beschränktheit dieses Mediums für die Event-Gestaltung überzeugen. Der arme Peter Blach fragte als Moderator ständig hilflos in die Runde: "Wer hat diesen Tweet gepostet?", in dem verzweifelten Versuch, eine Diskussion zu Stande zu bringen, die mit diesem Medium nicht zu Stande zu bringen ist. Und andauernd quatschten von "draußen" aus dem WWW irgendwelche anonymen (Netiquette!) Nerds dazwischen, die nichts besseres zu tun haben, als den lieben langen Tag von Konferenz zu Konferenz zu surfen, und die man auch nicht aussperren kann, sonst wird der Veranstalter sofort gedisst. (Oder nennt man das jetzt Whistelblowing?) Man kann eine Twitter-Wall bestenfalls zum Anreißen von Themen verwenden, aber dem Dialog von Angesicht zu Angesicht und der persönlichen Interaktion ist das Medium hoffnungslos unterlegen — wie alle anderen Web-2.0-Anwendungen auch. Wie könnte es anders sein? Handelt es sich bei Twitter & Co. doch um Mensch-Maschine-Mensch-Dialoge. Maschine dazwischen. Eine Stufe mehr. Anonym. Unpersönlich. 90 Prozent privates Geschwafel von immer den selben Schwaflern. 90 Prozent irrelevant. Das ist meine ernsthafte Meinung. Und noch eine herzliche Bitte: Bei Antworten auf Kommentare dem Schreiber nichts unterstellen, was er nicht geschrieben hat. Differenziertes Denken ist manchmal schwierig, aber nicht unmöglich. Twitter ist nicht Social Media, und Social Media sind nicht Web 2.0.

  4. William Trumpf . schrieb am

    "mitteilungssüchtige Ego-Schausteller"

    etwas vorsichtiger mit der Verwendung des Wortes "Schausteller", Herr Prof. Dr. Rück.

    Gruß
    ein Schausteller

  5. Katharina Falkowski schrieb am

    Zunächst einmal entschuldige ich mich gerne dafür, wenn ich Sie bzgl. Twitter und Social-Media missverstanden habe. Dies war aber ein Missverständnis, keine Unterstellung.

    Nun zum Inhalt, den ich versuche noch mal sachlich anzugehen:
    Ihre Schlussfolgerung, dass ein Medium aufgrund seiner meist persönlichen, privaten oder selbstdarstellerischen Inhalte irrelevant ist, ist meiner Meinung nach nicht haltbar. Es stimmt, dass auf Twitter viele Inhalte privater Natur kursieren. Aber seit wann sind persönliche Inhalte Indikatoren von Irrelevanz?
    Für das Marketing und die Werbung sind solche Meinungen höchst relevant. Aber um in unserer Branche zu bleiben, auch bei Events ist der Austausch persönlicher Inhalte von Interesse. Zum Beispiel bei einem Networking. Das besteht zu einem großen Teil aus persönlichem "Geschwafel", Meinungen, "irrelevanten" Gesprächen und sicherlich auch viel Selbstdarstellung. Legen Sie hier die gleiche Messlatte an und bezeichnen Sie Networkings und Events deswegen als irrelevant?

    Der wichtige Punkt ist nur z.B. ein Networking gezielt und zeitlich abgestimmt einzusetzen. Eben nicht gleichzeitig mit einem Vortrag, sondern danach. So kommen wir dann auch zu Ihrem Twitterwall-Beispiel.

    Twitter ist eine Möglichkeit, ein Tool zur Kommunikation - so wie die Kommunikation über ein Telefon, via Email oder Brief. Der Knackpunkt an jedem dieser Medien sind bestimmte Regeln, die der Nutzer berücksichtigen muss, damit es für den jeweiligen Zweck von größtem Nutzen ist. Beispielsweise schreibt man keinen Brief, wenn man eine sofortige Antwort erwartet. Geht man mit solch einer Erwartungshaltung daran, könnte man schlussfolgern, das Medium sei schuld und sinnlos. Doch es ist die falsche Benutzung, die es an der Stelle sinnlos macht. Da entsteht dann auch wieder der Zusammenhang zu meiner "Konsenssoße". Es ist immer die Frage wie und wofür man etwas benutzt.

    Das Beispiel der Twitterwall, das Sie beschrieben haben, ist ein klassischer Fall von falschem Einsatz. Bei Twitter als auch generell bei Social-Media besteht das Problem der falschen Erwartungshaltungen - da haben viele Berater mit gefährlichem Halbwissen ganze Arbeit geleistet. Wie in Ihrem Beispiel ergänzt man dann eine Twitterwall bei einem Event und erwartet, dass alleine die Integration einer Twitterwall nun zu besseren Diskussionen führt. Das geht schief und dann soll das Medium schuld sein.

    Eine Twitterwall muss gezielt und vor allem moderiert eingesetzt werden. Das ist als würden bei einem Vortrag oder einer Diskussion alle gleichzeitig reden. Ist deswegen eine Diskussion irrelevant und ohne Mehrwert? Wohl kaum. Wenn man die Kommunikationsregeln kennt und sie richtig anzuwenden vermag, kann es funktionieren. Wenn man sie nicht kennt oder nicht einsetzen kann, dann eben nicht.

    Bei einer Live-Veranstaltung kann eine Twitterwall zum Beispiel als Aggregator von Fragen und Stimmungsbildern dienen. Aber nicht einfach irgendwohin projeziert, sondern von einem Team/Moderator betreut, gebündelt und konzentriert. Beispiele für den sinnvollen Einsatz von Kommunikation via Twitter z.B. bei Shows, können Sie sich u.a in der TV-Sendung "Hart, aber fair" oder "Log in" ansehen. Dort sitzt ein ganzes Team, das sich nur um Twitter-Kommentare kümmert und sie nur ganz gezielt von einem Moderator ansprechen und bündeln lässt.

    Und natürlich kann man eine Twitterwall bei einer Veranstaltung weg lassen oder nur auf eine bestimmte Teilnehmergruppe begrenzen. Das ist sowohl technisch möglich als auch vom Publikum akzeptiert. Im Gegenteil, ich kenne mittlerweile kaum eine Veranstaltung, die eine Twitterwall direkt im Hintergrund einer Konferenz laufen lässt. Da sind dann auch nicht die "Nerds, die nichts besseres zu tun haben" schuld, wenn sie "dazwischen quatschen". Es ist der Veranstalter schuld, der dieses Dazwischenquatschen an falscher Stelle ermöglicht.

    [Zitat: Man kann eine Twitter-Wall bestenfalls zum Anreißen von Themen verwenden, aber dem Dialog von Angesicht zu Angesicht und der persönlichen Interaktion ist das Medium hoffnungslos unterlegen — wie alle anderen Web-2.0-Anwendungen auch.]

    Twitter ist auch nicht dazu da eine Face-to-Face Interaktion nachzuahmen. Ich denke, es ist auch vollkommen irrelevant ob Twitter einer Face-to-Face Kommunikation unterlegen ist oder nicht. Twitter ist eine andere Form der Kommunikation. Einen Brief zu schreiben kommt den Möglichkeiten eines persönlichen Telefonats auch nicht gleich. Aber das soll es ja auch nicht. Es hat andere Vorteile. Man kann einem Medium keine Regeln und Erwartungen anderer Medien aufzwängen und davon ausgehen, dass es dann genau das Gleiche hervorbringt oder es verbessert. Ja genau, das muss man differenziert betrachten.

    tl;dr:
    (Private) Inhalte sind keine Indikatoren für die Relevanz oder Irrelevanz eines Mediums. Der falsche Einsatz von Medien sowie falsche Erwartungshaltungen führen zu schlechten Ergebnissen, nicht das Medium selbst.

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