Was macht der Nachwuchs der Live-Kommunikation eigentlich so?

Junge Nachwuchs-Eventler organisieren ein Fachmeeting für Live-Kommunikation! Mit namhaften Referenten wie u.a. Stephan Schäfer-Mehdi von VOK DAMS, Wolf Rübner und Georg W. Broich setzen angehende Veranstaltungskaufleute ein Event zur eigenen Weiterbildung und Nachwuchsförderung um – die Event High School!


Mehr als 350 Azubis, Studenten und Schüler besuchten am 18. und 19. März die Event High School in der BayArena in Leverkusen. Die Event High School (EHS) – organisiert von angehenden Veranstaltungskaufleuten der W.A.R. – sollte dem Nachwuchs als Fachmeeting gezielt Einblicke in die berufliche Realität und die Möglichkeit von langjährig erfahrenen Eventlern zu lernen geben. Im Angebot waren mehrere parallel laufende Vorträge, Workshops und Aktivitäten. Natürlich durfte eine Party am ersten Abend nicht fehlen, was die Teilnehmerzahl am zweiten Veranstaltungstag dann doch ein wenig dezimierte!

Ähnlich vielseitig wie die Arbeit in der Live-Kommunikation waren auch die Themen und Referenten, die an den zwei Tagen zu sehen und zu hören waren. Von Projektmanagement und dem Eventler als „Markenversteher“, über Medientraining und emotionalem Verkauf im Catering, bis zu Social Media und der künstlerischen Herangehensweise an ein Event. Themen und Vorträge, die meiner Meinung auch für erfahrene Eventler sehr interessant sind. Schon alleine um zu hören, was die Eventbranche so über sich selbst erzählt und dem Nachwuchs mit auf den Weg gibt. Es war viel – auch nicht immer angenehme – Realität darunter: der zunehmende Zeitdruck sowie steigende Anforderungen und die ganzheitliche Ausrichtung auf das Image des Kunden, dessen Ziele und auch die Kompromissfindung zwischen Kundenwünschen und Fachwissen. Natürlich wurde darüber hinaus auch sehr viel Begeisterung für die Branche rübergebracht, und viele Ratschläge und nützliche Erfahrungen weitergegeben. Solche Praxiserfahrungen und der Kontakt zu Branchengrößen ist eine sehr gute Idee gewesen und auch gut gelungen in meinen Augen! Nicht selten wird vom Nachwuchs viel erwartet, aber man muss auch etwas geben! Und das haben die Referenten auf der EHS sehr schön gemacht!

Aber wie ist er denn nun – der Nachwuchs? Das Interesse an der Eventbranche ist schon mal defitinitiv groß! Bei der Vielzahl der Besucher macht man sich also weniger Sorgen darum, dass es überhaupt Nachwuchs gibt, sondern vielmehr wo dieser nachher unterkommen soll. Wie immer unter größeren Gruppen von Jugendlichen gibt es da ein paar denen man eine sehr gute Zukunft ausmalt und ein paar deren Talente noch von der Pubertät überlagert werden. Jedoch muss ich im Allgemeinen wirklich sagen, dass die Vielzahl der Fragen und die offene Art des Publikums schon für sich gesprochen haben. Auch Unterhaltungen außerhalb der Vorträge haben mich teilweise beeindruckt. Das lässt wirklich hoffen! Auch an Selbstbewußtsein mangelt es den meisten nicht. Eher hat es ein bisschen an Zurückhaltung und auch an dem Verständnis gefehlt, dass man als Eventmanager nicht derjenige ist der im Mittelpunkt steht sondern der Gast und Kunde!

Aber nichtsdestotrotz war es ein guter Start der ersten Event High School, auch wenn es hier und da organisatorisch noch etwas gehapert hat. Aber aller Anfang ist schwer und ich bin schon gespannt auf die Weiterentwicklungen für das nächste Jahr!

Fotos von der Event High School gibt es auf unserem flickr Fotostream.
Wen es interessiert wer alles da war, hier geht es zur Liste der Referenten.


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