Umfrage – Green Events: Hürden, Akzeptanz & Nachfrage

Werden Green Events aktuell tatsächlich ernst genommen oder sind es mehrheitlich reine PR-Maßnahmen, welche Hürden bestehen in der Praxis, ist die Nachfrage seitens der Kunden wirklich spürbar und welche Bedeutung haben Zertifikate? Uns brannten einige Fragen rund um umweltfreundliche und nachhaltige Veranstaltungen unter den Nägeln – und wir haben sie euch gestellt!

Im Rahmen unseres Gewinnspiels zur Fachkonferenz greenmeetings & events haben wir eine kleine Umfrage zum Thema „Green Events“ gemacht. Insgesamt haben 52 Teilnehmer unsere vier Fragen beantwortet – was die Umfrage sicherlich nicht repräsentativ macht :) – aber trotzdem interessante Meinungen und Ergebnisse zutage brachte!

1. Frage: Werden Green Events & soziale Verantwortung deiner Meinung nach aktuell wirklich ernst genommen oder sind es mehrheitlich reine PR-Maßnahmen?


Ob Green Events aktuell mehr zum Zweck der PR genutzt werden oder tatsächlich ernste ökologische Absichten verfolgen, wird zweigeteilt gesehen. Mit nur kleinem Abstand sieht die Mehrheit meistens PR-Aktivitäten hinter den Veranstaltungen. Dicht gefolgt von der zweit größten Gruppe, die doch mehrheitlich ernste Absichten dahinter sieht.


2. Frage: Was sind die größten Hürden für dich bei der Umsetzung nachhaltiger Events?

Bei dieser Frage wird deutlich, dass die seriöse und glaubhafte Orientierung eines der größten Probleme für viele Eventler bei Green Events ist. Welche Angebote sind tatsächlich umweltfreundlich, welche Anbieter und Angebote sind seriös? Das eigene Fachwissen ist noch nicht so weit als das man es tatsächlich beurteilen könnte. Mit 44% wird das „Fachwissen und eine seriöse Orientierung“ als größte Hürde bei der Umsetzung empfunden.
An Engagement scheint es wiederum nicht zu mangeln, denn niemand sah den zusätzlichen Aufwand als Problem.

3. Frage: Spürst du eine deutliche Nachfrage nach Green Events?

Sehr überraschend ist, dass die Nachfrage nach Green Events anscheinend gar nicht so groß ist. 48% spüren „eher selten“ eine deutliche Nachfrage nach Green Events.
Die zweit größte Gruppe mit 40% verspürt zwar die Nachfrage nach umweltfreundlichen Veranstaltungen, aber nicht viel. Immerhin gab es niemanden, der gar keine Nachfrage sieht.

4. Frage: Wie wichtig sind dir bzw. deinem Unternehmen Zertifikate aus diesem Bereich?

Ein großes Problem der Zertifikate ist die Glaubwürdigkeit. Ähnlich wie in der zweiten Frage – wird hier deutlich, dass Angebote rund um Green Events schwer einzuschätzen sind und eher verwirren.
Die Mehrheit fühlt sich bei den Zertifikaten verwirrt und weiß nicht zu beurteilen welche wirklich sinnvoll sind.
Nur 28% empfinden Zertifikate derzeit als wirklich wichtig.


2 Kommentare
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2 Kommentare

  1. Sven Colin Preukschat

    Im Dezember wurde in der XING Gruppe Live-Kommunikation auch über das Thema „Nachhaltigkeit“ gesprochen. Ich fragte daraufhin, was ist denn eigentlich „Nachhaltig“? Wie weit geht diese? Die Frage kann man auch zu „Green Events“ stellen. Wo beginnt das „grüne Event“ überhaupt?

    Mittlerweile gehen ja sogar Aussteller dazu über, ihre Messestände CO2-reduziert und Umweltfreundlich zu gestalten (das wurde mit geringen Baustoffen, kurze oder umweltfreundliche Anreise, Standausstattung etc. argumentiert).

    Dazu habe ich neulich diesen – zumindest für mich – interessanten Artikel und Vergleich gefunden.

    So ist der CO2 Verbrauch z.B. von Photovoltaikanlagen insgesamt gesehen relativ hoch, weil die Erzeugung der Siliziummodule noch recht energie-intensiv ist.
    Auch Windkraftanlagen, die derzeit ja recht intensiv beworben werden, sind insgesamt gesehen CO2 Schleuder, weil die Herstellung, Wartung und der Transport der Anlagen meist konventionell erzeugte Energie verbraucht wird.

    So viel dazu. :)

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/co-ausstoss-klimabilanz-der-kraftwerke-1.629631

  2. Katharina Falkowski

    Ja, das Thema ist sehr komplex und entwickelt sich zudem ständig & schnell weiter – dass man da verwirrt ist, wundert nicht sonderlich!

    Darüber hinaus kann man auch sicher von verschiedenen Positionen aus argumentieren – u.a. mit dem CO2 Ausstoß, wie in dem Artikel. Aber betrachtet man es nur von der Seite, sind Atomkraftwerke ähnlich „umweltfreundlich“ wie Windkraft. ;) Da spielt ne Menge zusammen.

    Als Branchenfremder kann man sich meiner Meinung nach kein stets aktuelles und umfassendes Wissen aneignen. Da sollte man sich auf Dauer auf Zertifikate oder Siegel verlassen können – aber da sind wir anscheinend noch nicht. Erschreckenderweise sind wir auch nach Jahren z.B. im Lebensmittelbereich noch nicht soweit, dass das wo Bio draufsteht, auch tatsächlich Bio ist.

    Ich bin gespannt wie sich das in der Eventbranche weiterentwickelt – aber so oder so finde ich die derzeitigen, vielen Bemühungen rund um Green Events sehr gut!

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