Meinungen & Stimmen zur greenmeetings und events 2011

Zum Abschluss unserer Berichterstattung über die greenmeetings und events, haben wir nach Eindrücken und Meinungen gefragt, und lassen nun Besucher der Fachkonferenz zu Wort kommen!

Es war in jedem Fall eine richtungsweisende Konferenz – nicht nur weil sie sich der Förderung von Green Meetings und Events verschrieben hat, sondern weil sie dabei auch viel Offenheit, Kritikfähigkeit und den Anspruch zur stetigen Verbesserung bewiesen hat. Kompliment, davon können wir alle uns ein Scheibchen abschneiden!

Eindrücke & Meinungen zur greenmeetings und events 2011 in Mainz

In letzter Zeit wurde das Interesse an Green Meetings öfters als relativ gering eingestuft – umso mehr hat mich die große Resonanz auf der Konferenz in Mainz gefreut, denn aus meiner Sicht muss nachhaltige Veranstaltungsorganisation zumindest bei all den Unternehmen, die für sich reklamieren nachhaltig zu wirtschaften und bei all den Veranstaltungen, die sich dem Thema Nachhaltigkeit inhaltlich widmen, ein selbstverständlicher Baustein werden.

Die Konferenz hat deutlich gemacht, dass eine der wichtigen Aufgaben für das nächste Jahr sein wird, nachhaltige Dienstleistungsangebote für die Eventbranche auffindbar, aber auch hinsichtlich ihres tatsächlichen Wertes für nachhaltigere Events, unterscheidbar zu machen (Labels, Zertifizierungen, etc).

Für die Folgeveranstaltungen wünsche ich mir genauso spannende und interessante Impulse wie in diesem Jahr. Darüber hinaus fände ich einen interaktiven Part, in dem Teilnehmer gemeinsam an Lösungsansätzen und Ideen arbeiten, gewinnbringend. Das schafft nochmals eine andere Art von Beziehung und Austausch unter den Teilnehmern als reine Pausengespräche und bietet die Chance mit den Ergebnissen darüber hinaus weiterzuarbeiten.

Petra Husemann-Roew, modem conclusa public relations gmbh

Ich habe in den zwei Tagen einige sehr interessante und anregende Vorträge gehört. Der Nachhaltigkeitsgedanke erfasst immer mehr auch den Veranstaltungs- und Eventbereich. Standardrezepte gibt es aber nicht, hier liegt definitiv eine Herausforderung für die Branche.

Gerade deshalb wäre ein Networking Tool oder zumindest eine Teilnehmerliste zur weiteren Vernetzung hilfreich gewesen.

Armin Krahl, ecogood GmbH

Für mich war der Höhepunkt der greenmeetings und events die Keynote von Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Seine Rede bestätigte meinen Eindruck: Hoch aufgehängte Diskussionen um Klimaneutralität, Emissionsfreikäufe und das Suchen nach der „eierlegenden Wollmilchsau“ (die es nicht gibt) für eine grüne MICE-Industrie lenken davon ab, dass „grüneres Verhalten“ der Branche eigentlich ganz einfach zu realisieren ist. Denn jeder Einzelne, und somit auch jeder einzelne Geschäftsführer, Projektmanager, Einkäufer, Eventverantwortliche, Caterer, Technikdienstleister, etc. hat es täglich in der Hand, in der kaum zu stoppenden Krisenspirale rund um den von uns Menschen verursachten Klimawandel seinen Beitrag zu leisten.

Ob es allerdings sinnvoll ist, den Salat in Mc-Donalds-Pommesschachteln ähnlichen Papierzylindern zu servieren, stelle ich in Frage. Denn greenmeetings und events dürfen, um von immer mehr Kunden angenommen und sogar bewusst nachgefragt zu werden, nicht auf Kosten von Qualität und Attraktivität umgesetzt werden. Ganz im Gegenteil. Und ich bin sicher, es ist machbar.

Oliver Malat, DOMSET Live-Kommunikation

Die greenmeetings & events in Mainz hat mir sehr gut gefallen, es war eine sehr lockere und nette Atmosphäre in der man sich gut austauschen konnte.

Ich fand es allerdings sehr schade, dass die Veranstaltung wieder sehr auf Kongresscentren und Messen gemünzt war. Ein Bereich für Großveranstalter wurde nur sehr spärlich mit dem Vortrag von Jacob Bilabel abgedeckt. Sein Vortrag war sehr erfrischend und man hätte diese Runde in der wir dort saßen, noch bis weit in den Tag weiterführen können.

Vielleicht kann man für die Zukunft die greenmeetings & events noch weiter splitten, indem man Bereiche für Veranstaltungshäuser und Open Air Veranstaltungen schafft. Aber dies bleibt den Veranstaltern überlassen.

Was mir die greenmeetings & events gebracht hat? Natürlich habe ich mir sehr viel notiert, weil wir in Sachen Grüneres und Nachhaltigeres Arbeiten auch erst am Anfang stehen. Es gibt nun wieder sehr viel nachzuschlagen und nachzulesen, wir versuchen dann einen eigenen Weg für unser Wacken Festival zu finden und diesen dann zu gehen.

Marc Loewe, ICS FESTIVAL SERVICE GMBH (Wacken)
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Es war eine interessante Konferenz, die viele neue Blickwinkel zum Thema Nachhaltigkeit eröffnet hat. Neben dem Sammeln neuer Ideen stand vor allem auch das Networking im Vordergrund und es gab die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen.

Besonders interessant war für mich der Vortrag von Jacob Sylvester Bilabel zum Thema Green Berlin Musicweek, da hier viele praktische und umsetzbare Beispiele geliefert wurden, um eine Veranstaltung nachhaltiger zu gestalten.

Ruth Riel, Projekt- & Eventmanagement Beatptarol

Ich finde es gut, dass die greenmeetings und events-Konferenz eine Reflektion der Thematik „Nachhaltiges Handeln“ angestoßen hat. Ich halte eine praxisbezogene und realistischere Sichtweise auf das Thema allerdings für zwingend erforderlich, um ein Umdenken in der Branche zu erwirken. Keine Kunde von mir würde sein Gala-Dinner gerne in wiederverwertbaren Maispappschalen zu sich nehmen wollen. Dann sollte lieber bei der nächsten Konferenz konsequenterweise darauf geachtet werden, Getränke nicht in Mehrwegflaschen anzubieten, sondern das gute deutsche Leitungswasser in Karaffen anzubieten. Das würde die Ökobilanz der Konferenz deutlich verbessern.

Mich hat jedoch gestört, dass Nachhaltigkeit überwiegend auf ökologische Parameter reduziert wurde. Nachhaltigkeit beinhaltet bekanntermaßen, dass neben ökologischen Aspekten auch ökonomische und soziale Verantwortung für die kommenden Generationen übernommen wird.

Dominik Deubner, GF DOMSET Live-Kommunikation

Von der gelungenen Konferenz habe ich sehr viele Eindrücke für meine Arbeit als freie Projektmanagerin Events mitgenommen. Diese haben mich darin bestärkt, mich intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen und den Nachhaltigkeitsaspekt in Konzepten aufzugreifen bzw. Unternehmen dazu zu ermutigen, von vornherein zu reduzieren! Anfangen werde ich aber bei mir, denn „Wer nicht selber brennt, kann niemanden anstecken“.

Sandra Wiedau, Freie Projektmanagerin events.kommunikation.marketing

Wie habt ihr die greenmeetings und events live oder auch bei der Online-Konferenz erlebt? Wir freuen uns über eure Eindrücke in den Kommentaren!


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