Beacons: Einsatzmöglichkeiten in der Live-Kommunikation

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Die meisten von euch haben mittlerweile von Beacons gehört. Eine neue Technologie, die aktuell in aller Munde ist. Interessant ist sie für Aktivitäten am Point of Sale, aber ebenso im Rahmen von Veranstaltungen oder Messen. Die kleinen Bluetooth-Transmitter ermöglichen es Unternehmen zum Beispiel direkt vor Ort in einer Filiale oder auf einer Messe, Benachrichtigungen und Informationen auf Smartphones oder Tablets von Kunden zu senden. Doch was steckt hinter dieser Technologie, was bringt sie und wo kann man sie einsetzen?

Die drahtlose Datenübertragung der Beacons basiert auf Bluetooth Low Energy (BLE) und ermöglicht die Übertragung von Daten aus wenigen Metern Entfernung. Im Vergleich zu klassischem Bluetooth sollen Energieverbrauch und Kosten deutlich geringer sein. Sowohl Apple als auch Android unterstützen Bluetooth Low Energy. Marketer versprechen sich von der Technologie zielgerichtete Werbung – zumindest auf den Standort bezogen. Denn so erhalten nur Kunden, die sich in unmittelbarer Reichweite aufhalten, Informationen oder Werbung.

Die Einsatzmöglichkeiten der Beacons sind vielfältig. Ein Londoner Startup ermöglicht Verlagen zum Beispiel, ihre Zeitschriften an bestimmten Orten kostenlos anzubieten. Wenn man sich beispielsweise in einem Wartezimmer befindet, ein Café oder Hotel betritt, wird das gewünschte Magazin auf dem Smartphone lesbar.

Des weiteren können Beacons die Vernetzung verschiedener Geräte ermöglichen. Prozesse können automatisiert werden, sei es das Einschalten des Lichts oder ein vernetztes Abspielen von z.B. Filmen in verschiedenen Räumen. Sobald man einen Raum verlässt, pausiert der Film, bewegt man sich in einen anderen Raum, wird dort der Film automatisch weiter abgespielt.

Beacons können zudem speziell für Gebäude und Locations, die nur schlechten oder gar keinen Handy- oder GPS-Empfang haben oder kein Wlan anbieten können (z.B. U-Bahn, ggf. Museen, Messehallen), interessant sein. In diesem Fall können sie die Indoor Navigation und Information übernehmen.

Auch die mobile Bezahlung ist über Beacons möglichen. Besonders für den Handel oder Promotion-Aktionen von Interesse.

Für Marketer sicher attraktiv, aus Datenschutzsicht aber kritisch zu betrachten: Smartphones können durch Beacons als zusätzliches Identifizierungsmerkmal dienen. Hierbei ist jedoch weniger das Beacon zu betrachten, da es normalerweise als einseitiger Sender fungiert. Es ist vielmehr das Empfängerprogramm, in den meisten Fällen eine App, das personenbezogene Daten speichern, verarbeiten und z.B. auch Online- mit Offline-Aktivitäten in Verbindung setzen kann.

Aus meiner Sicht können Beacons tatsächlich spannende und vielseitige Möglichkeiten bieten – sofern man sie nicht nur für reine Werbezwecke und auf Dauer lästige Push-Nachrichten nutzt, sondern gezielt Mehrwerte erarbeitet und nicht zuletzt datensparsam und transparent agiert, um den Ruf der Technologie gegenüber Nutzern nicht zu beschädigen.
 

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Auf dem MEET THE BEEF – Trend Talk 2015 auf der BEST OF EVENTS INTERNATIONAL spricht Jan Gessenhardt über das Thema Beacons. Sein Vortrag „Seamless Shopping Experience mit Beacons: Neue Perspektiven für den stationären Handel“ thematisiert, wie Unternehmen diese neue Technologie nutzen können, um ein Produkt oder eine Marke zu vermarkten. Der Veranstalter des Trend Talks, Andreas Grunszky von BEEFTEA, hat vorab mit Jan Gessenhardt über die Beacon Technologie und seinen Vortrag gesprochen:

BEEFTEA: Herr Gessenhardt welche Einsatzmöglichkeiten sehen Sie bei der Beacon Technologie?

Gessenhardt: Die Einsatzszenarien der Beacon Technologie reicht von Mobile Payment über personalisierte Coupons und Entertainment-Formaten bis hin zu Produkt-Katalogen.

BEEFTEA: Können Sie uns ein konkretes Beispiel für die Nutzung der Beacons nennen?

Jan-GessenhardtGessenhardt: Ja gerne. Hier zwei Beispiele:
1. Couponing: Vor einem Messebesuch lädt man sich auf der entsprechenden Webseite einen Passbook-Coupon herunter. In Nähe des Messestandes wird der Coupon durch einen Beacon mit entsprechender Reichweite aktiviert und auf dem Sperrbildschirm des Smartphones direkt angezeigt.
2. Interactive Shop Window: Ein am Messestand installierter Beacon erkennt vorbeigehende Nutzer der App und sendet incentivierende Push-Mitteilungen.

BEEFTEA: Gibt es andere Branchen die von der Beacon Technologie profitieren?

Gessenhardt: Beacons ermöglichen dem Einzelhandel künftig, die Online-Kaufhistorie des Kunden mit der lokalen zu verknüpfen. Berücksichtigen die Unternehmen diese Kenntnisse in ihrer Kommunikationsstrategie, sind sie in der Lage, dem Kunden eine nahtlose User Experience zu bieten und wirklich relevante, passgenaue Angebote zu unterbreiten – ein ganz entscheidender Wettbewerbsvorteil. Gerade hier sehen wir viel Potential.
Aber auch McDonald’s setzt auf Beacons. Derzeit wird diese Technologie in ca. 30 Restaurants getestet.
Und wir als aperto Gruppe werden demnächst für unseren Kunden Pointer Footwear die Beacon-Technologie in einem der zukünftigen Pop-up-Stores oder im Flagship-Store in Berlin anwenden.

BEEFTEA: Was kann der Besucher des MEET THE BEEF – Trend Talks von Ihrem Vortrag noch erwarten?

Gessenhardt: Ich werde noch mehr Einsatzmöglichkeiten der Beacon Technologie und Vorteile für die Auftraggeber dieser innovativen Technik aufzeigen. Denn die Technik ist zum Beispiel auch dabei im automobilen Bereich Einzug zu finden. Aber auch im Bereich Live Marketing sind die Einsatzmöglichkeiten schier unbegrenzt. Hier bewegt sich etwas.

BEEFTEA: Herr Gessenhardt vielen Dank für die Preview Ihres Vortrages am 21. Januar 2015 in Dortmund. Wir sind gespannt.

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