Geschichten im Raum: „Visions of America“ – eine audiovisuelle, architektonische Installation

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Wie sieht die Konzerthalle der 21. Jahrhunderts aus? Ein Thema das die Reihe in/SIGHT der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles ausloten und neu definieren möchte. In diesem Sinne werden Musikstücke wegweisender Komponisten mit visuellen Installationen renommierter Künstler kombiniert – und Geschichten im Raum erzählt.

In dieser Aufführung wurde Edgard Varèses Amériques, gespielt vom Sinfonieorchester Los Angeles Philharmonic, durch eine architektonische Videoinstallation von Refik Anadol bereichert. Varèses Komposition sollte illuminiert und visuell bereichert, gleichzeitig aber auch die Architektur und Wirkung der Walt Disney Concert Hall aktiviert werden.

Die dynamische Installation von Anadol nutzt speziell erstellte Algorithmen zur Klanganalyse, die die Musik hören und in Echtzeit auf sie reagieren kann. Zusätzlich wurden die Bewegungen des Dirigenten Esa-pekka Salonen mithilfe von Microsoft Kinect Hardware und 3-D-Tiefenkameras erfasst, und in die Installation einbezogen.

Refik Anadol kommentierte seine Arbeit in der Huffington Post sinngemäß: „Inspiriert durch Visual Music und die Expanded Cinema Forschung, wurde vielmehr eine Geschichte im Raum erzählt – anstatt einen Medien-Bildschirm zu gestalten. Was passiert, wenn man eine Ebene hinzufügt, die in einer ganz neuen Form und Erfahrung mit dem Publikum spricht? Wir erkunden die Grenzen dessen, was real ist, was physisch und was virtuell ist…“

 
Foto: Screenshot aus dem Video


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