PR & Promotion Aktion: Wie ein furchtloses Mädchen Gleichberechtigung zum Medienthema machte

Zum Weltfrauentag am 8.März 2017 erhielt der berühmte Wall Street Bulle eine Gegenspielerin. Ein kleines Mädchen, das sich ihm furchtlos entgegen stellte. Eine PR- & Promotion Aktion, die in den USA das Thema Gleichberechtigung öffentlichkeitswirksam ins Gespräch brachte.

In der Nacht zum Weltfrauentag 2017 ließ die Investment Firma State Street Global Advisers zusammen mit der Agentur McCann New York die Statue eines kleinen Mädchens auf der Wall Street aufstellen. Das Fearless Girl soll den positiven Einfluss von Frauen in Führungspositionen symbolisieren und unterstreichen. Die Kampagne bezieht sich auf eine Studie, die besagt, dass Unternehmen mit weiblichen Führungspersönlichkeiten bessere Erfolge erzielen.

Binnen weniger Stunden wurde das kleine Mädchen zur Berühmtheit und einem Medienphänomen. Doch viel wichtiger, sie regte eine Diskussion über Gleichberechtigung und Frauen in Führungsetagen an. Darunter gab es natürlich auch kritische Stimmen, denn schließlich ist sie sozusagen die Tochter einer reichen, privilegierten Investment Firma. Das bringt den heutigen, falschen Feminismus auf den Punkt, heißt es z.B. in einem Guardian Artikel dazu. Es geht tatsächlich nicht darum, jedes kleine Mädchen zu einer erfolgsorientierten Karrierefrau (nach männlichem Vorbild) zu machen, sondern vielmehr um eine tatsächliche Gleichberechtigung und Chancengleichheit in allen Lebensbereichen. (Meine Meinung dazu habe ich schon mal in einem anderen Artikel erläutert)

Auch wenn man die Hintergründe kritisch hinterfragen und die Aussage auch unterschiedlich deuten kann, nichtsdestotrotz hat die Aktion die Geschlechtergleichstellung erfolgreich zum Thema gemacht!

Zunächst sollte die Statue bis Anfang April 2017 stehen bleiben. Nachdem sie nun zu einer neuen New Yorker Attraktion wurde, darf sie laut Guardian bis Februar 2018 dem Bullen trotzen.

Video: Fearless Girl

 
Foto: Screenshot aus dem Video


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