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Bühnendesign: Virtual Reality als analoges Set – „Ugly Lies the Bone“

Von Katharina Stein 2.8.2018 ~2 Minuten Lesezeit

„Ugly Lies the Bone“ ist ein Theaterstück von Lindsey Ferrentino, das 2017 am Lyttelton, National Theatre in London, aufgeführt wurde. Neben der gegenwartsnahen Handlung beeindruckte das Stück mit einem bemerkenswerten Bühnendesign, das Virtual Reality als analoges, kollektives Publikumserlebnis umsetzen sollte.

Die Hauptfigur des Theaterstücks ist mit schmerzhaften und zermürbenden Verbrennungen aus dem Afghanistan-Krieg zurückgekehrt. Zur Schmerzlinderung erhält sie eine „VR-Therapie“ zur Schmerzlinderung: eine Art temporärer Transplantation in eine virtuelle Welt. Die Handlung wechselt zwischen epischen Szenen, die die Darstellerin in ihrem VR-Headset erlebt, und bedrückenden Situationen, in denen sie versucht, sich mit dem zu beschäftigen, was von ihrem Leben übrig ist.

Das Setdesign von Es Devlin ist eine schüsselförmige Karte ihrer Heimatstadt Titusville, Florida. Jedes der zweitausend Gebäude der tatsächlich existierenden Stadt wurde von den Setbauern des National Theatre von Hand als dreidimensionale Objekte angebracht. Die gezielt auf den gewölbten Stadtplan angepassten Video Projektionen von Luke Halls spiegeln die Perspektive einer VR-Brille und lassen ein Art analoge sowie kollektive Virtuelle Realität entstehen. Bühnengestaltung und Projektionen verbinden die haptische, räumlich stark begrenzte, reale Welt mit dem unendlich wirkenden, virtuellen Kosmos.

Video: Entstehung und Hintergründe des Bühnendesigns

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