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Schweizer Pavillon EXPO 2020 Dubai – Belles Vues

Das Team unter der Leitung des Zürcher Architekturbüros OOS hat gemeinsam mit Bellprat Partner und Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau den Planungswettbewerb des EDA für den Schweizer Pavillon an der EXPO 2020 in Dubai gewonnen. Das Konzept „Belles Vues“ verhilft der Schweiz zu einem starken Auftritt – es hat die Jury überzeugt.

„Belles Vues“ zeigt der Welt eindrückliche Bilder und spannende Aspekte der Schweiz. Das Konzept steht für eine innovative Umsetzung der inhaltlichen und baulichen Vorgaben von Präsenz Schweiz. Es konnte sich gegen eine starke in- und ausländische Konkurrenz durchsetzen. Hinter „Belles Vues“ stehen die Architekten von OOS, die in enger Zusammenarbeit mit dem Szenographie Atelier Bellprat Partner und Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau die vorgegebenen Kernbotschaften in Raum und Erlebnis übersetzten.

Das architektonische Resultat: In Referenz an temporäre Zeltbauten der Beduinen wird der Schweizer Pavillon aus einer Konstruktion von Gerüstelementen und Textilien gefertigt. Er kann entsprechend einfach auf- und abgebaut werden. Bau, Betrieb und Unterhalt des Pavillons tragen dem Expo-übergeordneten Thema Nachhaltigkeit Rechnung.

Inhaltlich basiert das Konzept auf einer Wanderung. Besucherinnen und Besucher erleben und erfahren konkrete Schweizer Werte, indem sie durch den Pavillon hindurch wandern. Dabei ist der Weg dramaturgisch und inhaltlich in drei verschiedene Akte unterteilt. Jeder Akt steht für ein Kernthema: „typisch schweizerisch“, „entdecke Chancen und Möglichkeiten“ und „connecting minds – creating the future“. „Wir wollen diese Schweizer Werte mit allen Sinnen erlebbar machen. Das Publikum soll sich auch Jahre später noch an dieses Erlebnis erinnern können – der Besuch im Schweizer Pavillon als biografische Notiz“, so Xavier Bellprat, Creative Director bei Bellprat Partner.

Visualisierung: space communication, Zürich (© 2017, OOS AG)

Der erste Akt spielt sich im Eingangsbereich des Pavillons ab. Die riesige trichterförmige und vollständig verspiegelte Front aus Spiegelfolien ist ein spektakulärer optischer Blickfang – der Eingangsbereich des Pavillons ist mit seinem Schweizer Kreuz weithin sichtbar. Hier rollt die Schweiz der Welt den roten Teppich aus. Während das Publikum langsam an den Vermittlungsstationen mit Kernbotschaften vorbeiwandert, erfährt es viel „typisch Schweizerisches“. In diesem Bereich ist das Erlebnis besonders optischer Natur: Die Gäste in der Warteschlange gestalten durch ihre Anwesenheit das riesige Spiegelbild aktiv mit.

Die grossflächig verspiegelte Fassade des Pavillons dient als imposanter Blickfang, doch bei „Belles Vues“ geht es um viel mehr, als schöne Ansichten zu vermitteln: „Im Zentrum stehen die internationalen Gäste und das Anliegen, dass sie die Schweiz auf vielschichtige Weise erleben können“, sagt Christoph Kellenberger, Architekt bei OOS und Gesamtleiter von „Belles Vues“.

Der Zugang zum zweiten Akt erfolgt durch eine verhältnismässig kleine Öffnung im Trichter, eine Art Nadelöhr in Form einer Kristallhöhle. Auf Erlebnisebene eröffnet sich das zentrale Thema „entdecke Chancen und Möglichkeiten“ den Gästen am Ziel einer kurzen Wanderung: Vor ihnen öffnet sich der Blick auf das spektakuläre Schweizer Bergpanorama. Im Zeitraffer erleben die Gäste anhand einer multimedialen Show, wie das Panorama innerhalb von sechs Minuten Tag und Nacht sowie die vier Jahreszeiten durchläuft. Mit Fernrohren können verschiedene Darstellungen von Chancen und Möglichkeiten der Schweiz vertieft erkundet werden.

Der Eingang zum dritten Akt und zur virtuellen Ebene ist zugleich der Ausgang des Pavillons. Hier verbindet sich das Publikum mit der digitalen Plattform des Pavillons und beteiligt sich aktiv an der Gestaltung des Themas „connecting minds – creating the future“.

Zurück in der Realität führt der Weg nach dem Ausgang durch einen Shop mit auserlesenen und hochwertigen Schweizer Produkten. Gleich nebenan rundet das Swiss-Mezze Restaurant mit typischen Schweizer Häppli die vielfältigen Eindrücke auf kulinarischer Ebene ab.