„Habt mehr Mut, Schweinebauchevents gibt es schon genug!“ – Live-Kommunikation beim ADC Festival 2011

Events.Durchsetzen. Event-Marketing ist eine Kreativbranche: seid mutig und kreiert intelligente Ideen! Und liebe Marketer: wollt ihr euch wirklich vier Erlebnis-Dimensionen entgehen lassen?

Unter dem Motto Events.Durchsetzen. erzählen Kreative aus der Live-Kommunikation exklusiv, warum Eventmarketing wichtig und zu Recht ein Teil der Kreativbranche ist! Leider geht das in der Wahrnehmung der Presse und Öffentlichkeit häufig unter. Zu Unrecht! Mit unserer Reihe Events.Durchsetzen. machen wir anlässlich des ADC Festivals 2011 auf die kreative Live-Kommunikation aufmerksam – stärken das Selbstbewußtsein & die öffentliche Wahrnehmung!

Wir starten mit einem großen Namen unter Kreativen: Stephan Schäfer-Mehdi!

Seit Oktober 2010 ist er als freier Creative Director zu haben. Als studierter Germanist und Philosoph inszenierte er unzählige Theaterproduktionen, Ausstellungskonzepte und Marketing-Events. Zudem ist er Jury-Mitglied im ADC in der Kategorie „Events“.

Warum Events im Marketing-Mix nicht fehlen dürfen:
Liebe Werberkollegen und Werbetreibenden, macht mehr Events! Weil vier gleich doppelt so viele Erlebnis-Dimensionen sind wie 2D. Wie das geht? Einfach bei den ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträgen inspirieren lassen. Aber nicht einfach kopieren!

Was Stephan Schäfer-Mehdi seinen Kollegen rät:
Liebe Eventkollegen und Veranstalter, habt mehr Mut, denn Schweinebauchevents gibt es schon genug. Intelligentere Ideen will ich sehen.

Was er Event-Teilnehmern ans Herz legt:
Liebe Eventteilnehmer, lassen Sie sich nicht immer für dumm verkaufen. Ganz im Sinne von Kurt Tuchoslky, ist das Publikum nämlich oftmals schlauer, als viele denken.

Seid live dabei, erlebt spannende Event-Projekte & die Faszination Live-Kommunikation!

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9 Kommentare
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9 Kommentare

  1. Mario M. Flaschentraeger

    Ja, ja der ADC. An Ratschlägen fehlt es Ihm nicht. Aber bedauerlicherweise unterhalten sich auch dort allzu oft Blinde über die Farbe. Wie so oft steht die „Kreativität“ über dem Inhalt! Und auch feststellbar ist die Erfahrung, gut gedacht, ist noch lange nicht gut gemacht!

    Alleine die Forderung das Kreative bessere Events kreiieren sollen, zeigt die realitätsferne der Aussage. 70% aller Kunden haben klare Vorstellungen von dem wann, was, wo und wie ein Event auszusehen hat.

    Andersherum formuliert nur ca. 30% sind bereit inhaltlich „kreativ“ einen Event zu gestalten. Und dann wäre da noch die Budgetlage …. Ich vertrete vielmehr die Haltung der Machbarkeit und Akzeptanz als die der „kreativen Selbstverwirklichung. Events sind Handwerk und nicht Kunstakademie. Wer Theater machen will soll ins Theater gehen. Kundengelder sind nicht für die Selbstverwirklichung bestimmt.

  2. Katharina Falkowski

    Kurz vorab um Missverständnissen vorzubeugen: diese Aktion ist von uns anlässlich des ADC Festivals, nicht vom ADC. Und auch das Statement von Stephan Schäfer-Mehdi ist sein persönliches.

    Sicherlich werden Dir aber alle, so auch ich, vollkommen zustimmen, dass Events den Vorstellungen und Zielen der Kunden entsprechen müssen. Aber warum dieser Anspruch Kreativität prinzipiell ausschließen soll, erschließt sich mir nicht. Klar, muss ein Event nicht unbedingt preisverdächtig sein um effektiv oder „gut“ zu sein. Aber warum sollte ein kreatives Event nicht auch die Vorstellungen und Ziele des Kunden erfüllen können?

    Kreativität verstehe ich auch überhaupt nicht als persönliche Selbstverwirklichung, auch nicht als etwas noch nie Dagewesenes oder unbedingt Verrücktes, sondern einfach nur das Ziel des Kunden etwas anders zu denken, den Gast und auch den Kunden zu überraschen und zu begeistern – anstatt in die 0815-Schublade zu greifen. Mit kleinen, unspektakulären oder auch großen, aber immer sinnvollen und zielgerichteten Ideen. Kreativität um der Kreativität Willen sollte tatsächlich nicht das Ziel sein.

    Aber das ist gerade die „Kunst“ daran: ein Kunden-Ziel auf „anderem“ – neu kombiniertem oder individuellem – Wege zu erreichen um die Gäste so zu aktivieren, zu emotionalisieren. Das ist auch nicht leicht, das kann auch nicht jeder, so wie nicht jeder gut singen kann. Und das ist für mich die Berufsbezeichnung „Kreativer“: die Ziele des Kunden originell, aber zielgerichtet & machbar umsetzen.

  3. Mario M. Flaschentraeger

    Liebe Kollegin, so ist das mit den Mißverständnissen. Mein Statement war definitiv nicht ein Plädoyer gegen Kreativität, sondern eines gegen ineffiziente Selbstverwirklichung unter der Flagge „Kreativität“.

    Und für wahr, es ist genau die Anstrengung die Agenturen leisten müssen intelligente Lösungen vs. Mittelmaß. Ob das nun mit Kreativität oder einfach nur gutem Handwerk erreicht wird ist am Ende fast egal.

    Wie sieht jedoch die Realität im Event-Agenturbusiness mit der kreativen Qualifikation aus? Aus meiner Einschätzung sind die allllllllerwenigsten Kollegen originär aus dem Bereich der Kunst, Kultur, Musik oder anderer kreativ schaffenden Bereiche. Die Herkunft der meisten Agenturmitarbeiter sind: BWLer, Tourismus, Hotellerie, Quereinsteiger oder „Umschüler“ und Feierabend-Fachhochschul-Eventler.So mancher der Kollegen hat nicht mal Kultur als Hobby (so bestätigte mir dies jüngst hochselbst ein mittelständiger Agenturchef). Und sorry, auf einem Britney Spears Konzert gewesen zu sein ist noch keine wirkliche Qualifikation. Das waren nämlich Millionen andere auch.

    Und jetzt meine Wahrnehmung als jemand der mit 14 Jahren, also vor 38 Jahren, als Schülerpraktikant in das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt kam, später ins Musikbusiness ging, Kultursponsor ist und kaum ein Kulturhightlight auslässt: ES SPIELT KEINE ROLLE für 90% meines Geschäftes zählt mein Handwerk und das ist in der vielzahl kaum kreativer als die eines Spitzenkochs. Denn da zählt am Ende auch nur die richtige Mischung der Ingredienzien und das Timing. Alles andere ist höchsten Selbstvermarktung.

    Die Realität istt, Kreativität ist meist auch nur die Buschtrommel die Agenturen nutzen um Kunden Wunder zu versprechen. Ich glaube vielmehr an den bildlichen Vergleich der Klaviatur. Die gilt es zu spielen, zu kombinieren und virtuos zu beherrschen!

  4. Arnim Dahlen

    Wissen wir nicht schon lange, dass es in der Branche viel ‚Handwerk‘ gibt, vor allem die seit Jahren immer größer werdende Zahl von Caterern, Locationbetreibern, Verleihern, Technikdienstleistern etc. plus der vielen freien wie festen ‚Eventmanager‘, deren Kompetenz es im wesentlichen ist, zu planen und zu organisieren. Der Kreativanteil wird in diesem Bereich aus der Konfektion gezogen und er prägt nicht zuletzt die Kundenerwartungen, auch ökonomisch. Wer als Kreativer mehr als das bieten will, tut das nicht aus Gründen der ‚Selbstverwirklichung‘, sondern um seines Selbstverständnisses willen und dafür braucht es in der Tat (mehr) Mut! Außerdem: Intellekt, Phantasie, Überzeugungskraft, Engelsgeduld, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz …

  5. Mario Flaschentraeger

    @Arnim Das klingt altersweise (um jegliche Fehlinterpretation zu vermeiden – DAS IST POSITIV GEMEINT) und kann auch meinerseits voll unterstrichen werden. Vor allem in Bezug auf die drei letzt genannten Punkte!

  6. Peter Cramer

    Lässt der Kunde überhaupt Kreativität bei Eventagenturen zu? Wenn dann in der Exekutive, aber bitte streng im Rahmen der Vorgaben und im Zweifel dann lieber doch so, wie es immer gemacht wurde. In der Summe sind die wirklich kreativen Umsetzungskonzepte doch verschwindend gering.

    Kreativität abseits der Umsetzung, z.B. In Form von ganzheitlichen Kommunikationskonzepten, werden doch bei 99% aller Eventagenturen von Kundenseite gar nicht angefragt. Warum auch? Ich frage ja auch nicht meinen Metzger, wechen Fisch ich essen sollte…

    Kreativität in der Umsetzung wiederum setzt sehr spitzes Fachwissen voraus, z.B. In technischen Dingen. Das ist in den Agenturen doch gar nicht vorhanden. Wenn also wiedermal einer der selbsternannten Marktführer der Eventbranche ein Haendlerevent medial umwerfend realisiert hat, wurden doch in Wirklichkeit die „kreativen Highlights“ der Inszenierung von den Spezialisten des hinzugezogenen technischen Dienstleisters erdacht und umgesetzt.

    Die Zukunft gehört den medienneutralen Kommunikationsberatern und den ganzheitlichen Kommunikationsagenturen. Kreativität gehört in die Gesamtkonzepte die im Bereich Events von den spezialisierten Dienstleistern umgesetzt werden. Die haben jetzt deutliche Verschiebungen bei Ihren Auftraggebern, nämlich weg von der Eventagentur und hin zu den Werbe- und Kommuniaktiinsagenturen, die ihre Leistungen spitz einkaufen – für ein Event als ein Baustein eines kompletten Kommunikationskonzeptes über viele Kanäle.

    Die klassische Eventagentur, dessen Geschäft im Grunde auf dem Prinzip beruht: „ich kenne jemanden, der wiederum kennt jemanden und der kennt Paul McCartney…“ hat nur noch so lange Zukunft, solange Kunden es so haben wollen wie immer. Lange wird das nicht mehr sein, ob mit weniger oder mehr Kreativität ist egal…

  7. Chris Brandt

    Ein wahrlich leidliches Thema. In allen Aussagen steckt etwas wahres drin. Und doch Frage ich mich wieso jeder im Post seines Vorgängers rein das negative sucht!? Ist nicht genaus das unser Problem? Es gibt über 1400 Eventagenturen in Deutschland. Qualität und gutes Handwerkszeug liefern sie alle – tun sie es nicht sind sie schneller vom Markt als sie „Kreativ“ sein können. Nun kommt der Part Kreativität. Ist nicht das Maß entscheidend. Wir alle finden Spots/Events von Heineken, Telekom und wie sie alle heißen sensationell. Aber wenn es der Kunde nicht wünscht. Lohnt es sich innerhalb der Branche den Kreativen raushängen zu lassen und auf der anderen Seite genau deshalb einen Pitch nach dem anderen zu verlieren? Ich denke nicht. Jede erfolgreiche Agentur, sei sie beim ADC, FAMAB oder sonst wo hat ihre Berechtigung. Dabei steht die objektive oder subjektive Kreativität im Hintergrund.

  8. 10communications - amsterdam

    Interesting discussion on the role of creativity / creation in live-communication / event-marketing.
    Thx Stephan for your clear statement, without discussion there will be no change.

    The Netherlands are more or less famous for design and creativity. From here I observe a curve: in the last three years low priority for creativity in general, spots on efficiency and budgetting. But the events and campaigns that got general attention, were the ones with an extra touch.

    For the future, a research done by the IBM Institute for Business Value is interesting. This study, ‚Capitalizing on Complexity‘ found, creativity played a key role in companies that did well during the crisis. The researchers predict, creativity will play a key role in the near future.

    So yes, as a basic rule the job has to be executed well, and Germany has a great name in that. But haven’t we seen enough Cirque du Soleil clones in corporate events, to not long for some originals ?

    Enjoy ADC Festival 2011 !
    Jutin vd Steen

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