Brauchen wir neue Eventformate für die Eventbranche? – Meinungen aus der Event- und MICE Branche

Gerade erst fand zum ersten Mal die meetingplace in Wiesbaden statt – und natürlich wird gleich hitzig über Sinn und Unsinn des Eventformats diskutiert. Langjährig bekannt sind daneben die IMEX, die BEST OF EVENTS oder die SHOWTECH. Um nur ein paar Branchen-veranstaltungen zu nennen. Jedes Format hat seine Daseinsberechtigung, aber sind diese Eventformate auch zeitgemäß, attraktiv und effektiv für die Eventbranche? Was fehlt, wovon braucht es mehr, braucht es etwas komplett Neues oder sollten wir einfach mal aufhören über alles zu meckern?

Wir haben uns umgehört, auch selbst geantwortet und geben die Fragen auch an Dich weiter! Was meinst Du?

Stimmen und Meinungen von Dominik Deubner (DOMSET), Christian Oblasser (a5marketing), Mario M. Flaschentraeger (COMMPANY), Gunar Bergemann (MARITIM) und mir (eveosblog).

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42 Kommentare

  1. Helene Dietrich

    Das ist völlig richtig. Das Thema Compliance ist unumgänglich. Wer es ausblendet schiesst sich selbst ins Aus. Wir benötigen Anbieter, die konstruktive Ansätze bieten mit den Compliance Richtlinien umzugehen. Sonst haben wir bald keine Möglichkeit mehr, Veranstaltungen durchzuführen. So hätten alle verloren.

  2. Martin Benkovics

    Also ich hatte heute einen Tag auf der access in Wien mit Peter Cramer. Und eines kann ich nach diesem sehr intensiven Tag sagen: JA die Branche giert geradezu nach neuen Eventformaten und JA damit sind neue Formate einfach unumgänglich! Punkt (Rufzeichen).

  3. Günter Wagner

    Das Wort „Eventformat“ ist ja sehr dehnbar. Mein Job ist die künstlerische Ausstattung von Events, also möchte ich hierzu etwas schreiben. Was diesen Bereich angeht, bin ich schon manchmal entsetzt, wie stiefmütterlich man hier oft herangeht. Detailverliebte Motti (da sich die Fachwelt noch streitet, schreibe ich gerne auch noch Mottos dazu), gigantische Dekorationen, tolle Slogans, ein enormer technischer Aufwand, aber bei den Showdarbietungen fehlen die innovativen Darbietungen. Warum das so ist? Ich kann es nur vermuten. Es könnte am fehlenden Know-How liegen. Was es alles gibt, was man aus mehreren Darbietungen für einen neuen Act kreieren kann, Hängebauch von dem Sachverstand und der künstlerischen Erfahrung ab, die man entweder selbst, oder im Team vorfindet. In meinen Augen sollte man hier wieder „back to the roots“ und die künstlerische Ausstattung wieder in die Hände geben, die es seit vielem Jahrzehnten erfolgreich umsetzen und oft geholt werden um die Kohlen aus dem Feuer zu holen.

  4. Helge Thomas

    …ich finde es immer wieder spannend, zu verstehen, warum menschen tagelang vor handy-läden übernachten, für kaffee aus pappbechern für 4 euro bis auf die strasse schlange stehen und die karten für das new-pop-festival von swr3 verlost werden, weil sie sonst nach zwei stunden weg wären. Wenn wir heraus finden, wie es gelingt, dass wutbürger sich wochenlang in der kälte vor einem alten bahnhof für dessen erhalt einzusetzen oder Millionen sich weltweit dasselbe musikvideo anschauen, weil da fünf musiker auf einer einzigen gitarre spielen… dann sind wir auf dem richtigen weg.

    steve jobs war überzeugt, dass kunden einem nicht sagen können, wie das optimale produkt aussieht. insofern halte ich von besucher- oder branchenbefragungen recht wenig. da kommt nichts wirklich neues, außer „mehr austausch… bessseres essen… spannendere vorträge“ blablabla…

    dafür übernachtet niemand vor der messehalle…

    aus meiner sicht braucht es keinen „branchentreff“. ich glaube, schon das wort verursacht den meisten gähnreiz.

    es braucht ein „rockkonzert“. einmal pro jahr. mehr zeit hat eh niemand. es braucht einen ein tag wie woodstock. ein must-go. ein tag, an dem die live-branche still steht, weil (fast) alle dort sind. ein visionärer fluchtpunkt, der horizonte in frage stellt und gleichzeitig neue galaxien sichtbar macht. DER place to be für alle, die als Agentur überleben wollen. Ein Tag, dessen limitierte karten zu höchstpreisen gehandelt werden und bereits zwei jahre im voraus ausverkauft sind.

    ich meine, mal ehrlich. die menschen, die da hin kommen (sollen), haben alles erlebt. sie sind die macher der emtionalsten shows on earth. das ist ihr tägliches geschäft. solche leute lockt man doch nicht mit roll-up-displays auf systemständen, einem „lustigen“ keynote-speakern und einem lieblosen häppchen-buffet…

    Wir brauchen ein Team von Verrückten, das sich ein Wochenende einschließt. Dann steht das Ding. Ich wär dabei! Anyone?

  5. Katharina Falkowski

    Ja genau diese Leidenschaft, die Helge anspricht bzw. zum Ausdruck gebracht hat, vermisse ich bei vielen Events. Wobei ich auch eher der „nüchterne“ Mehrwert-Typ bin. Das geilste „Rockkonzert“ bringt nichts, wenn es nichts bringt… Gerade im B2B Geschäft. Aber wenn man es schafft Mehrwerte mit Leidenschaft & Begeisterung zu verknüpfen, dann wirds was Großes – finde ich.

  6. Astrid

    Die klassischen Messekonzepte haben viele Jahre gut funktioniert aber sie haben de facto ausgedient und locken Keinen mehr hinter dem Ofen hervor.

    Helge, hat das sehr treffend formuliert: „Rockkonzert“ ein Event, das keiner versäumen möchte. Das erfordert ein Umdenken auf allen Ebenen, auch für den Aussteller – die Inzenierung ihrer Werbebotschaft kann nicht in einem Messestand mit Prospekt und „Entchen“ enden.

    Also JA! es wird ein alternatives Format für einen MICE-Branchentreffen benötigt.

  7. Christine

    Stimme Helge zu! Der Nutzen und die Begehrlichkeit eines Events / einer Messe müssen wieder im Vordergrund stehen – nicht die Besucher(rekord)zahlen und zig Frontalberieselungsvoträge pro Tag.

    Ich möchte bei einer Veranstaltung neue Gesichter sehen, neue Menschen kennen lernen, Raum haben für das Spinnen von Ideen. Ich möchte Lernen, Wissen vermitteln, Wissen teilen. Viel Schnickschnack drumherum brauchts da nicht. Entscheidend sind für mich die Menschen auf der Veranstaltung.

  8. Thorben Grosser

    Helge hat noch etwas anderes gesagt, was wichtig ist. Er möchte gerne „verstehen“. Das ist nämlich ein anderes Problem. Zu oft haben wir ein Ziel vor Augen, verstehen aber nicht richtig wie wir dort hin gelangen sollen. Um dies zu „überbrücken“ sagt man sich dann: Werfen wir einfach Geld drauf, und machen Sachen größer, beeindruckender und lauter.

    Auf Messen wie der IMEX findet man typische Beispiele bei Hotels und Länderständen – manche Stände sind wahre Schlösser. Wiederum andere Stände sind klein und bescheiden, haben aber eine tolle Idee oder eine tolle Aktion und werden von Teilnehmern bevorzugt.

    Vielleicht ist es, wie im Post gesagt, der Mut und die Kreativität, die fehlen. Aber es ist wahrscheinlich auch schwer, in einem Großkonzern zu arbeiten, und verantworten zu müssen einen halben Tag lang „nichts“ zu machen, und anstatt Ideen zu besprechen oder Skizzen zu machen.

  9. Mario M. Flaschentraeger

    Lieber Helge Thomas, Sie stellen die richtigen Fragen …. und die Antwort ist LEIDER oftmals wie in der Sparkassenwerbung: „Wir nehmen die Fähnchen“ …. Kein Tag an dem ich nicht von Mittelmaß lese … Aber da liegt das Problem …. die beste Agentur nützt nichts, wenn der Entscheider keine Ahnung, Vision oder Vorstellungskraft hat und letztlich an sich selber scheitert ….

  10. Peter

    Ihr habt absolut recht! In einer „Arbeitsgesellschaft“ in der Bücher, wie „So machen Sie sich unkündbar“ zu einem Bestseller avancieren und die Band „Deichkind“ es mit dem Song „Bück Dich hoch!“ treffend besingt, geht es doch nur noch jedem um sich selbst, seiner Karriere, seinem Wohl und das immer nach dem Leitsatz: viel bekommen, wenig geben. Wo sind sie denn, die wirklichen „Unternehmer“ die Macher und Querdenker? Je größer das Unternehmen um so größer die Anzahl der „Lutsch-Michel“. Das Ergebnis – wie Mario schon sagt – ist zumeist: „…wir machen dann doch das mit den Fähnchen!“ Schließlich will man auch um 16 Uhr pünktlich Feierabend haben… Hier in Hamburg sagt man: „Der Fisch stinkt vom Kopf!“ Genau so ist es. Noch nie habe ich persönlich so viele schlechte Events wie in den letzten Jahren kennengelernt und ich habe den Eindruck es wird immer schlimmer. Was mich aber wirklich beunruhigt ist: das fällt niemanden der Beteiligten und auch der (Fach-)Gäste nicht einmal mehr auf, weil sie es gar nicht anders kennen. Das Abend-Event zur Meetingplace in Wiesbaden ist ein solches Beispiel gewesen. Würde sich eine Agentur mit einer solchen Referenz bei mir bewerben, würde von denen nicht einmal ein mittelgroßes Schützenfest im Sauerland organisiert haben wollen…

  11. Jürgen

    Eins verstehe ich nicht: Nicht erst seit/mit der Meetingsplace kommt immer wieder die Diskussion um die Messe-/Veranstaltungsformate im Event-/MICE Bereich hoch. Und immer heisst es „Brauchen wir so doch nicht, einfallslos, nicht praktisch, da muss was anderes her etc. etc.!
    Aber – es gibt sie immer noch, alle gehen hin und promoten sie (mal mehr mal weniger – und manchmal auch die, die sie im o.g. Beitrag als unnütz kritisieren).
    Auch Messen bewegen sich im einen Nachfragemarkt – wenn sie wirklich nix bringen, dann geht man halt nicht hin. Machen das genug, hat sich das Format/die Messe erledigt oder der Veranstalter wacht auf und ändert was.
    Bestes Beispiel hierfür – wenn auch aus einer anderen Branche – ist die CeBIT, die genau diesen Prozess durchlaufen musste: Einst gehypten Selbstläufer und DER Branchenevent – dann rückgängige Besucher-/Ausstellerzahlen und das Fernbleiben von Branchengrößen – jetzt mit klarerem Profil, Sinn & Berechtigung in der Branche.

  12. Christine

    Stimme sowohl Peter als auch Jürgen zu: Es fehlen klare, schlichte (Bildungs-)Messe-Profile. Denn nichts anderes sollten Veranstaltungen jeglciher Couleur sein: Ein Netzwerker-Ort für Wissenvermittlung- und Weiterbildungsbegeisterte. Einfach nur zum Häppchen-Essen und etwas Schnacken geh ich nicht mehr aus dem Haus. Da muss schon mehr kommen!
    Großen Schnickschnack brauche ich persönlich auch nicht auf Messen & Co. Ich schiele dabei auf die einfachen und dennoch genialen Einfälle der Dänen, die es schaffen, mit wenig Aufwand Schwung in ihre Veranstaltungen zu bringen und sie qualitativ wertvoll zu machen. Das ganze nennt sich dann Meetovation und lässt sich als USP einer Destiantion on top prima verkaufen. Frei nach dem Motot: Wir sind diejenigen, die ihre Veranstaltungen nachhaltig machen (nicht nur grün, sondern vielmehr nachhaltig im Geiste).
    (siehe hierzu auch die MINDchallenge: http://ow.ly/e1WyR).

  13. Katharina Falkowski

    Ein echt schöner und sehr konstruktiver Gedankenaustausch! Danke euch allen – nur mal so nebenbei bemerkt :)

    Was aber auch nicht zu unterschätzen ist, ist das bei vielen Events und Messen nicht nur der Veranstalter das Event inhaltlich gestaltet, sondern auch die Aussteller/Partner. Sprich als Veranstalter (z.B. einer Messe) muss man ja nicht nur die eigene Firma bzw. den Chef davon überzeugen etwas „anders“ zu machen, sondern auch die Aussteller. Auch die müssen mitziehen und erkennen, dass der alte und einfache Weg nicht der Beste ist. Und nicht alle sind da so offen und engagiert wie die Dänen bzw. nicht alle haben den lange Atem wirklich gute oder interessante Inhalte und Ideen immer wieder und wieder zu produzieren – denn das ist einfach mehr Arbeit, kann man nicht anders sagen.

    Kurzum will ich damit nur sagen, dass ich die Verantwortung etwas zu ändern nicht nur bei den Veranstaltern sehe, sondern auch bei den Ausstellern und Werbepartnern – sofern es diese zwei verschiedenen Seiten bei einem Event gibt. Klar ist das irgendwie selbstverständlich – in der Theorie. In der Praxis halte ich das für ziemliches Problem.

  14. Helge Thomas

    finde den austausch hier auch großartig, vor allem weil er unheimlich konstruktiv und wertschätzend ist (was ja leider nicht selbstverständlich ist).

    wünsche mir gerade, mit euch allen in ledersesseln, mit nem glas rotwein und/oder nem pfeifchen im mundwinkel die nacht in „unserem club“ durchzuquatschen. Selbst wenn wir DIE lösung für alles sicher nicht in EINER nacht finden, fühlt sich der gedanke gerade saugut an.

    das war es, als ich in meinem ersten kommentar meinte, die ver-rückten sollten sich mal einschließen…

    jemand noch ohne wein? ;)

  15. Christine

    Hallo Helge,
    dann lass uns doch einen Event-Club gründen! Eine Art Think-tank für die Vor- und Querdenker in unserer Branche. Mit allem drum und dran – gerne auch Rotwein :-) Austausch, neue Wege, mit den Ausstellern und Anbietern dann das Wissen teilen.
    Habe da bisher gute Erfahurngen gemacht mit dem „Einfach tun-Ansatz“ (siehe mein Think-Tank CaseHunters zum Thema B2B AMrketing für CVBs http://www.casehunters.com, der nun eine eigene Session bei der ICCA annual conference hat!).

    Ich meine das durchaus ernst… Einmal im Jahr sollte ein Treffen doch möglich sein? Und wer es nicht schafft, klinkt sich per google Hanhout mit ein. Oder wir machen das ganze „nur“ virtuell (wie das EventCamp)….

    Grüße
    Christine

  16. Katharina Falkowski

    Ja, gefällt mir auch! Lasst uns doch mal alle überlegen, wie wir uns das vorstellen könnten, und dann tauschen wir uns demnächst nochmal aus! Ich übernehme dann gerne den Part, der euch nervt und daran erinnert ;)

  17. Thorben Grosser

    Naja, das EventCamp findet ja auch offline statt. Einfach eine Plattform, wo Planer unprätentiös zusammen sitzen, im kleineren Rahmen vielleicht und wirklichen Austausch betreiben. Was Christine anregt im Grunde genommen.

  18. Astrid

    wie wäre es dazu eine Session beim micecamp 2013 in Berlin zu nutzen? Das wäre das richtige Format.

  19. Astrid

    @Katharina, warum Interessenkonflikt? Es trifft sich auf dem micecamp die Branche und diskutiert aktuelle Themen, die die Branche bewegt. Gemäß eines Barcamps entscheidet die Gruppe, welche Sessions entstehen. Ich denke, dass das ein Thema ist, dass auf reges Interesse stoßen wird. Du wärst doch eine tolle Moderatorin für so eine Session :-)

  20. Katharina Falkowski

    Vorschlag an alle: wie wärs wenn jeder der mag und an so einem Event interessiert ist, mir Ideen, Wünsche und Vorschläge per Mail schickt, ich sie bündele und wieder zur Diskussion/Abstimmung stelle? Fände super, wenn wir das weiterhin so alle zusammen entscheiden würden, wie und ob es weiter geht.

    Macht aber bitte auch andere Vorschläge, wenn ihr mögt!! :)

    @Astrid Ja, prinzipiell habe ich persönlich nichts dagegen! Mir gehts eher darum, dass sicher auch andere Veranstaltungen/Veranstalter so etwas gerne bei ihrem Event hätten. Vielleicht könnten wir, wenn wir das im Rahmen bestehender Events machen sollten, jährlich wechseln oder sowas. Aber wie wärs, wenn wir das alle zusammen bzw. nach Mehrheit entscheiden?

  21. Peter

    DANKE! Euch allen für diesen guten und gelungenen Austausch! Ich habe eben – im Rahmen einer Vorlesung – den MICE & Touristik Nachwuchs auf diesen Austausch hier verwiesen. Ich finde auch, dass die Dänen mit dem „Meetovation“ Ansatz auf dem richtigen Weg sind, auch haben sich seit Montag und Dienstag dieser Woche auf der access2012 die Österreicher das Thema „Meeting Architecture“ auf die Fahnen geschrieben. Ich meine, wie kann es sein, dass heute Hotels eröffnen, dessen architektonische Raumplanung für die Tagungsräume seit 30 Jahren identisch ist?! Genau hier wird m.E. eine Stadt wie Berlin noch stolpern. Aktuell stampfen sie die Bettenburgen mit Tagungsräumen aus dem Boden um möglichst eiligst die aktuelle große Nachfrage zu bedienen. Innovation und Trend-Setting in Sachen Meeting Architektur sucht man dabei oft vergebens. Aber genau das hat Zukunft (meiner Meinung nach). Hier ist das Wort „Barcamp“ gefallen und vielleicht entwickelt sich daraus ja tatsächlich ein „Meeting-Format“ der Zukunft. Aber bitte welches Hotel kann sich für ein Barcamp architektonisch innovativ, in der Raumgestaltung innovativ und die nötigen technischen Voraussetzungen anbieten? Die meisten großen Business-Hotelketten können ja nicht einmal das, was jedes Bahnhofshotel, jeder McDonald oder Starbucks kann: nämlich kostenfreies leistungsstarkes WiFi anbieten…

  22. Christine

    Ich würde das gerne unabhängig machen von irgendwelchen anderen schon bestehenden Camps oder Formaten! Und erst auch mal in kleinerem Rahmen für den POSITIVEN, kreativen Austausch, quasi in einer Kerngruppe. Da diskutiert man viel konstruktiver als bei diesen großen Barcamps mit 70, 80 TN. Ergebnisse lassen sich ja trotzdem dort vorstellen und weiter entwicklen.
    Aber ich habe keine Lust mit den ewigen Nörglern bei Großveranstaltungen zu diskutieren, sondern lieber mit denen, die wirklich was bewegen wollen.

    In einer kleinen Gruppe zu diskutieren funktiert übrigens bei EventCamp Europe ganz gut. Dort wird ja u.a über Hybride Veranstaltungen diskutiert und daran geforscht. Das Format gibts noch! Diese Woche war z.B. das erste EventCam Middle East.

    Danke, Katharina, dass du koordinierst. Wie wärs mit ner geschlossenen FB-Gruppe als Austauschplattform?

  23. Martin Benkovics

    WOW, ich bin schwer beeindruckt von dem Willen den (Messe)Veranstaltern unter die Arme zu greifen. ;)
    Nach meinen Tagen auf der access 2012 und vielen Gesprächen mit Locations denke ich, dass neue Formate auf sehr fruchtbaren Boden stoßen würden.
    Man muss es nur tun und die teilnehmenden Anbieter oder Besucher müssen einen effektiven Nutzen daraus ziehen.
    Ein Nutzen kann schon sein, dass Anbieter nicht unnötige Zeit bei Messeständen herumstehen müssen, wo sich doch im Büro die Arbeit türmt. Was übrigens auf der acces ein ganz großes Thema war, unter den Anbietern.

    @EventCamp ganz tolle Idee. Ich bin da allerdings auch bei Jürgen der da sagt: „Auch Messen bewegen sich im einen Nachfragemarkt – wenn sie wirklich nix bringen, dann geht man halt nicht hin. Machen das genug, hat sich das Format/die Messe erledigt oder der Veranstalter wacht auf und ändert was. „

    Was dann für mich bedeutet: Es sollte auch wer dabei sein der Messen veranstaltet und sagen, warum das seit Jahrzehnten so abläuft. Und wie sind die Zahlen zu deuten die nach und vor Messen immer wieder kolportiert werden? Weil, wenn es nach den Zahlen geht, ist ja jede Messe super erfolgreich.

    Und noch was: Ich finde Messen super, weil ich dort viele Menschen treffe die ich interessant finde und weil ich jederzeit gehen kann, wenn´s uninteressant ist. Allerdings habe ich auch nichts dagegen, wenn Messen nicht ganz so verstaubt ablaufen. Eine Messe die mich überrascht, das wär doch mal was.

  24. Helge Thomas

    @ Katharina: Vorschläge kommen per Mail. Auch von mir DANKE für’s koordinieren.

    @Christine: Arbeitstitel für den Club „The Red Wine Camp | presented by eveos“ – ich bin dabei! Hast du Location-Empfehlungen (mit oder ohne WiFi – zum kreativ sein find ich es fast besser ohne… oder @Peter?) in Frankfurt? Wär ja für’s Erste recht zentral. Danach kann das Camp auch auf Tour gehen mit wechselnden Gastgebern.

  25. Mario M. Flaschentraeger

    Ich finde den Austausch auch durchweg aufschlußreich, denn es besteht offensichtlich Konsens hinsichtlich dem Stellenwert der Branchentreffs und den Defiziten, die diese Veranstaltungen im Konzept haben.

    Was soll allerdings Ziel des EventCamps sein?
    Bessere Branchenmessen?
    Bessere Events?
    Therapiegruppe?
    Oder gar mehr Kunden?

    Ich finde Peter Cramer hat wieder schön Salz in die Wunde geschmiert, denn weder die Locations, Hotels und leider auch selten genug interessiert unsere Auftraggeber ein Austausch mit Profis. Wobei ich deutlich sagen muss, was so alles unter Profi firmiert (Loveparade) läßt berechtigte Zweifel darüber aufkommen ob wir bereits so etwas wie einen Standard haben.

    Beim Locationaward, Anfang September in Berlin, hatte ich am Ende der Veranstaltung erhebliche Zweifel ob es überhaupt so etwas wie Kriterien für irgendwas gibt. Bei dieser Veranstaltung spielten diese zumindest gar keine Rolle. Weder der Inhalt noch die Form … und das waren auch „Profis“.

    Generell kann man davon ausgehen, der Wille etwas zu ändern scheint per se begrenzt. Der Vergleich das Hotels seit Jahrzehnten die gleiche Tagungsarchitektur hat, trifft es im Kern. Denn mit Ausnahme von ein paar Gadgets (Beamer in der Decke) hat sich seit Jahren wenig innovatives getan, das den Tagungsmarkt beeinflußt hat.

    Um es nicht abzuwürgen …. WAS soll das Ziel sein? Denn wie es ein Freund von mir zu sagen pflegt: Ohne Ziel ist jeder Weg richtig ….

  26. Günter

    Geschlossener Austausch – paradoxer gehts kaum!!

    Und lustig auch, dass man kritisiert ohne Fakten zu kennen! Viele Hotels sind an Knebelverträge (alte) mit der Telekom gebunden, die die kostenfreie Weitergabe nicht ermöglichen, mal abgeseheen davon dass die ganzen Router die man braucht etc. auch Geld kosten….es entstehen einfach Kostendie sie eins zu eins weitergeben….Warums bei „neuen“ Hotels kostenfrei geht. Ganz einfach – weil die freie MArktwirtschaft in den letzten Jahren Anbieter auf den Markt gebracht hat, die ganz andere Preise auffahren können und sich die neuen Hotels nicht den alten Knebel Telek Verträgen unterziehen mussten….Warum es im Ausland „funktioniert“? nun, weil die etwas cleverer sind und die Kosten in die Zimmerpreise mit einkalkulieren. Warum es bei Starbucks funktioniert? Hast dich schon mal gefragt wieso dein Kaffee 3,60 Kostet?

    Meine Zustimmuhng allerdings dazu, dass man diverse Messekonzepte mal hinterfragen, neu beleuchten sollte. Was allerdings – wie auch hier schon erwähnt – dazu gehört ist, dass die AUSSTELLER sich mal an die eigene Nase fassen sollten und kreativer werden müssen was ihre Standausstattung angelangt. Ein Roll up Display und eine kaugummikauende Azubine als Verkäuferin locken mich nicht auf die geilste Messe der Welt!

    Also: nicht immer nur Schuld beim Veranstalter suchen! Es muss eine Harmonie aus beidem sein – gutes Konzept und kreative Aussteller.

    Apropro ihr lieben ach so kreativen Agenturler – HIER wäre eure Chance den Hotels und anderen Ausstellern mal unter die Arme zu greifen! (und Kohle mit kreativer Unterstützung, Ausrichtung des Standes zu verdienen anstatt immer nur zu kritisieren…. aber manchmal fällt es schwer über den Tellerrand zu schauen Gell?

  27. Kurt Schüller

    Lieber Herr Thomas, ich würde einen Wein mittrinken und bezahle die Zeche. Legen Sie einen Termin fest und ich komme. Ich glaube, erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen sind leicht zu erkennen. Sie heben sich von dem Wettbewerb ab und bieten einen Mehrwert.Ich glaube, ähnlich wie Steve Jobs, dass weder die Besucher von MICE-Messen noch die Aussteller die Lösung, wie eine Fachmesse ein „Rockkonzert“ wird, haben. Als Veranstalter einer Messe wollte ich immer die Bühne für die Aussteller, die Innovationen und die Weiterbildung der Branche sein. Gerne gebe ich die Bühne auch frei für die Ideen die in Gesprächsrunden wie diesen geboren werden.

  28. Peter

    Lieber Günter bitte glaub mir, ich kann die Ausrede der Hotels an diese „sagenumwobenen Knebelverträge“ in Sachen Internet einfach nicht mehr hören. Und wenn, bin ich als Gast nicht Schuld an der geschäftlichen Dummheit und Einfältigkeit des Hotelmanagements, welches sie getrieben hat solche Verträge abzuschließen. Die Wahrheit ist doch, dass hierbei Hotels die viele Geschäftsreisende haben diese „melken“ wollen solange es eben geht. Komme gerade aus dem Hilton in Wien und die Frage dort war – wie in allen Hotels auch – NICHT ob es grundsätzliches freies WLan gibt, sondern ob ich es bekomme oder eben nicht. Wenn ich z.B. In einem Hotel für einen Kunden einen Vortrag zum Thema Event und Social Media halten soll, dann trauen die sich gar nicht anders als mir sofort WLan kostenfrei anzubieten, während neben mir ein Handelsvertreter 19€ dafür zählen soll. Das ist eine Sauerei.

    Ich freue mich, dass Kurt Schüller sich an der Diskussion beteiligt. Ist aber hoffentlich auch der echte und kein Fake ;-) Wenn ja, bitte lassen Sie mich sagen, dass ich es sehr bedauert habe, wie Sie auf dem Abendevent in Wiesbaden in völliger Dunkelheit Ihre Gäste begrüßt haben, oder waren Sie das gar nicht…?

  29. Katharina Falkowski

    @Mario Die Frage nach dem Ziel ist sicher mehr als berechtigt! Ich glaube beim aktuellen Stand erhoffen sich die meisten erst mal ein Treffen von Gleichgesinnten, die sich austauschen, Ideen weiter spinnen, vielleicht sogar auch ausprobieren, einfach von einander lernen und sich inspirieren lassen. Und vielleicht nach dem Motto „gemeinsam ist man stärker“ auch irgendwann in der Eventbranche was bewegen. Wenn ich die Kommentare richtig verstanden habe?! Ich glaube eine Mischung aus „bessere Branchenmessen“, „bessere Events“ und einer „Therapiegruppe“ triffts vielleicht ganz gut ;)

    Aber auch so etwas wie ein konkretes Ziel würde ich als Vorstellung bündeln und darüber „abstimmen“ lassen. Wäre nämlich eine Vorstellung von mir: dass (fast) alles von möglichst vielen mitentschieden wird – soweit es geht ;)

  30. Christine

    Aufhören zu Maulen – machen!

    Und genau deshahlb würde ich mir zum Kick-off ein persönliches Treffen (mit oder ohne W-Lan, lieber Helge) wünschen. Und zwar mit Menschen, die nicht nur kommen, um den Zustand der W-Lan Situation in Hotels oder das Nicht-Machbare diskutieren, sondern mit denen, die Interesse daran haben, sich die Hände schmutzig zu machen und Aufbauarbeit leisten wollen. Wie oben in einem meiner letzten Posts schon mal geschrieben: Bei meinem Think-tank CaseHunters zum Thema Social Media Marketing für CVBs funktioniert das auch super! Und Social Media ist ja auch so ein Thema, das vor allem in Deutschland im B2B noch milde belächelt und stark unterschätzt wird. Dieser Exkurs nur am Rande…

    Ich fass mal zusammen: Think-tank zum Thema Veranstaltungen der Zukunft
    (mit Fokus auf Messen und größere Branchentreffs)

    Name: finden wir kolektiv beim Kick-off

    Unterstützer und Koordination: durch eveos

    Ort für Kick-off Treffen: Frankfurt = gut + zentral
    (komme aber auch gerne nach HD, lieber Helge :-) oder sonstwo hin)

    Termin: Nov. oder Dez. 2012 als Kick-off, bestens FR oder SA (damit keiner Urlaub nehmen muss)
    Abfrage über doodle o.ä. über dich, Katharina?

    Startrunde: Katharina, Helge, Pete, Christine, Herr Schüller, …..siehe diejenigen Blogposter oben, die das ganze positiv mitgestalten wollen.
    Wer von Nachfrager- und Agentur-Seite? Vorschläge!
    Ich würde die Startrunde klein halten (max. 10 Personen), damit schwammige Diskussionen und Nörgelei erst gar keine Chance haben. Das erste Konzept lässt sich in einer kleine Gruppe besser realisieren.
    Im 2. Schritt können wir dann das Grundkonzept auf öffentlichen Plattformen wie BarCamps vorstellen und mit allen Interessierten (ohne die Nörgler) weiter entwickeln zu einem kreativen Leitfaden o.ä.

    Virtueller Treffpunt: Katharina, lässt sich bei eveos ein geschlossener Bereich einrichten, in welchem wir Kick-off Ideen festhalten und besprechen können?
    Wenn das Grundgerüst steht, würde ich dazu eine FB-Gruppe einrichten (öffentlich natürlich)

    Grüße und ein schönes We Euch allen!

  31. Helge Thomas

    @christine dem ist nichts hinzuzufügen. als ort könnte ich mir in frankfurt die frankfurter botschaft oder ähnliches vorstellen. wobei ihr natürlich alle auch bei uns in der agentur herzlich willkommen seid. vielleicht als „bottle-party“ wie früher, jeder bringt was mit ;)

    terminfindung (gerne an einem wochenende) am besten über doodle. wer macht’s? katharina?

    @kurt schüller danke für ihren schönen kommentar und ihre einladung (im bezug auf die zeche)

    @all ich glaube auch, dass es für ein kick-off erst einmal kein ziel braucht. der beginn eines interdisziplinären und kreativen austauschs ist einer dieser anfänge, dem (nach hesse) ein zauber inne wohnt. ziele werden sich ganz schnell ergeben. zu früh gesetzt führen sie, meiner erfahrung nach, doch eher zu einer verkrampfung. mir gefällt die vorstellung, in zeiten permanenter krisen und quartals-gesteuerter konzerne, die tür zu und den horizont auf zu machen, ohne den druck, am ende ein ergebnis haben zu müssen.

  32. Katharina Falkowski

    Aye Aye ;)
    Terminabsprache per Doodle kommt nächste Woche.

    Ein „geschlossener Bereich“ auf eveos ist möglich, ist nur die Frage ob wir das für den ersten Termin wirklich brauchen? Würde erst mal den Termin anpeilen und schauen wozu das führt und was für ein Tool wir danach eventuell brauchen.

    Treffpunkt Frankfurt finde ich gut, weil halbwegs mittig. Christine kennst Du da nicht eine „Location“ wo man so ne Art Bottle-Party hinkriegen würde?

  33. Christine

    @Katharina: für den 1. Termin brauchen wir keinen geschlossenen Bereich, ggf. erst für diverse Absprachen hinterher.
    Das Kommentieren von Blogposts in allen Ehren – dieser öffentlicher Meinungsaustausch kann auch kontraproduktiv sein, wenn man z.B. allg. Richtliniern festlegen will. Daher die Idee eines geschlossenen Bereichs (zu viele Köche…du weißt schon).

    Bitte beachte bei der Doodle Koordination, dass das GreenCamp am 9.+10. Nov. stattfindet. Außerdem würde ich nicht unbedingt auf das We unmittelbar vor oder nach der EIBTM gehen (vor allem danach).

  34. Kurt Schüller

    Lieber Peter, kein Fake, ich finde die Diskussion sehr gut. Zu Deiner Anmerkung bzgl. der Abendveranstaltung. Recht hast Du, dass mit dem Micro war nicht gut.Wir haben das auf unserer Verbesserungsliste für nächstes Jahr.
    Wenn eine Gesprächsrunde zustande kommt, so steht mein Angebot mit der Zeche. Wenn Ihr mich dabei haben wollt, so erreicht Ihr mich auch unter k.schueller@meetingplace.de

  35. Gunar

    Vielen Dank an Euch alle für die wirklich sehr guten ersten Stepps / Vorschläge / Anregungen etc. und vor allem für die Leidenschaft bzw. den spürbaren Willen, etwas verändern zu wollen. Ich unterstütze sehr viele, der hier geschriebenen Meinungen… es ist an der Zeit, etwas zu ändern… für beide Seiten… sowohl für (Fach-)Besucher als auch für die Aussteller. Bezüglich der in Frankfurt benötigten Location kann ich mich sehr gerne um die Orga kümmern… entweder in einem der Hotels ;-) oder aber auch auf „neutralem Boden“ – z.B. Im Meetingraum vom DIALOGMUSEUM auf der Hanauer Landstraße – könnte wirklich gut zum Thema passen! Die Anzahl von 10 bis 20 Diskutanten würde auch ich für das erste Treffen nicht übsteigen lassen… zu viele Köche… ein guter Mix aus „betroffenen“, kreativen, leidenschaftlichen und vor allem „an-echten-Veränderungen-interessierten“ Vertretern unseres Marktes bzw. unserer Branche wäre sehr wünschenswert! @all Have a nice weekend

  36. Katharina Falkowski

    Vielen Dank Gunar für Dein Engagement. Ich finde das Angebot auf jeden Fall gut. Wichtig ist, glaube ich nur, dass es kein „kühler“ Meetingraum ist, sondern eher was Gemütliches. So ein bisschen Bar- oder Kneipen-Feeling. Aber das ist mein Wunschdenken, habe mich bislang noch nicht umgeschaut ob das überhaupt machbar ist :)

    Nachtrag: Ich schicke die Woche Termine rum, dann klären wir wann das Treffen ist und wie viele wir sind und dann spreche ich Dich Gunar wegen ner Location nochmal an.

  37. Martin Benkovics

    …und wieder einmal ist Wien zwar ein toller Platz zum Leben, aber leider auch manchmal ziemlich weit weg.
    Bar- und Kneipenfeeling für ein kreatives EventCamp würde sich auch sehr nach meinem „Wunschdenken“ anhören. ;)
    Wann und wo auch immer das Treffen stattfindet, ich werde mit Spannung die ersten Ergebnisse erwarten und weiß auch schon wo ich diese nachlesen kann. ;)
    Ich wünsche euch jetzt schon viel Spaß bei der Planung und erst recht bei dem eigentlichen Event.

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