Wie man über Social-Media Journalisten erreicht – Studien [Update vom 26.10.2012]

Was bringt mir Social-Media überhaupt? Das fragen sich sicherlich viele Unternehmen und Veranstalter. Das ist auch eine gute und wichtige Frage. Jedoch vergessen viele bei den Antworten, dass Social-Media nicht nur der eigenen Online-Präsenz etwas bringt, sondern auch der Präsenz unter Journalisten – sprich der PR. Denn auch Journalisten suchen und recherchieren online und auf Social-Media Plattformen!

Eine Umfrage und Infografik der englischen Firma Text100 liefert ein paar interessante Zahlen darüber ob, wie und wo man Journalisten über Social-Media erreicht.

Britische Journalisten lieben Twitter
Nicht überraschend ist, dass Wikipedia und Firmen-Websites die wichtigsten Quellen für Journalisten sind. Kurz darauf folgen aber auch Blogs, Twitter (allgemein und Firmen-Accounts) und Facebook Firmen-Seiten. Ansonsten fallen Facebook und Google+ als etwas abgeschlagen ins Auge.

Interessant ist, dass Twitter allgemein recht beliebt bei britischen Journalisten zu sein scheint. Sowohl als berufsbezogener Account als auch als Tool zur Kontaktaufnahme. Im Gegensatz zu Facebook!

Deutsche Journalisten nutzen Facebook & Youtube zur Materialsuche

Nun sollte man sich sicher nicht alleine auf die Aussagen von 72 englischen Journalisten verlassen. Daher haben wir uns auch nach deutschen Studien umgesehen. Leider haben wir kein 100%-ig passendes Pendant, aber eine ähnliche Studie von news aktuell gefunden. Im Unterschied zur britischen Studie, geht es hier jedoch nicht um Inhalte, sondern um Material, das über Social-Media gesucht wird.

40% der deutschen Journalisten geben an, dass sie täglich oder zumindest einmal in der Woche auf Social-Media Plattformen recherchieren. Bei der Materialsuche gehören Facebook und Youtube zu den häufigsten Social-Media-Quellen.

In jedem Fall sollte uns unter anderem durch diese Zahlen klar sein, dass Social-Media Aktivitäten nicht nur dem Kundenkontakt zuträglich sind, sondern auch der PR! Also noch ein Argument für den Chef ;)

[UPDATE] Social Journalism Barometer 2012
Ich habe zum Thema eine weitere sehr interessante und aufschlussreiche Studie gefunden, die den Umgang von Journalisten mit Social Media international vergleicht: das Social Journalism Barometer 2012. Und auch das Ergebnis lässt unsere deutschen Journalisten nicht sehr gut dastehen. Von insgesamt 8 analysierten Ländern landet Deutschland auf Platz 8 – dem letzten Platz!

Besonders auffällig war, dass unter den deutschen Journalisten besonders viele Social Media Skeptiker und eher inaktive Beobachter zu finden sind.

Internationaler Social Journalism Barometer

» Zum kompletten Social Journalism Barometer 2012

Englische Studie: Journalisten über Social-Media erreichen

» Die ganze englische Studie

Deutsche Studie: Was Journalisten wollen

» Die komplette Studie von news aktuell


1 Kommentar
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Ein Kommentar

  1. Christine

    Habe gerade den Blogbeitrag entdeckt (better late than never ;-)

    Dass Journalisten über SoMe recherchieren, in Kontakt treten, sich austauschen stelle ich nicht in Frage (wobei Deutschland vor allem dem anglo-amerikanischen Raum hinterherhinkt – gebe ich Euch Recht!).
    Aber: Journalisten aus der (deutschen) MICE-Welt über Social Media zu errreichen und in Austausch zu treten, ist derzeit noch ein ferner Wunschtraum. Ich spreche da – als sehr aktive SoMe-Nutzerin der ersten Stunde – aus eigener Erfahrung und finde es fast schon peinlich, wie sich die Fachmedien diesem Bereich (noch) verschließen.
    Es gibt zwar den ein oder anderen Beweis, dass sich auch in der deutschen MICE-Welt Journalisten auf Twitter & Co. tummeln, doch nutzen diese die SoMe-Tools nicht wirklich (inter-)aktiv oder effektiv. Da kann man noch einiges von der Medienwelt wie Fernsehen, Tages- und Wochenblätter und vor allem den Onlinejournalisten lernen.

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