Public Relations: neue Aufgaben vs. alte Methoden! Warum die alte PR nicht mehr funktioniert – Lese-Tipp

zukunft-der-prUnter PR oder Public Relations verstehen einige Unternehmen nach wie vor möglichst viele Pressemeldungen über möglichst viele Kanäle an möglichst viele Multiplikatoren zu verschicken. Je mehr desto besser. Natürlich braucht auch nicht an Eigenlob gespart zu werden, denn es soll schließlich kommuniziert werden, wie professionell und gut man ist. Das Ganze oft genug vorgekaut, wird es schon irgendwann seine Wirkung zeigen. Soweit eine zugegebenerweise überspitze PR-Denkweise.

Aber wenn ich mir so manche Pressemeldungen und PR-Aktivitäten der Eventbranche anschaue, geht das schon sehr in die Richtung. Doch dieses Modell hat keine Zukunft, sagt Thomas Mickeleit, Director of Communications bei Microsoft, in einem interessanten Artikel auf pressesprecher.com.

Das liegt seiner Meinung nicht nur daran, dass die Verlage und Journalisten immer größere Probleme haben, bislang die wichtigsten Multiplikatoren waren und nun auch für die PR immer mehr wegbrechen. Es liegt auch daran, dass die Zielgruppe keine Lust mehr auf Eigenlobhudelei hat und solch ein Vorgehen nur wenig Erfolg verspricht.
Nicht zuletzt liegt es daran, dass die Multiplikatoren, aber auch die Wege Vertrauen herzustellen und die Reputation zu stärken (die Hauptziele der PR) sich geändert haben. Journalisten und Zeitungen sind nicht mehr die einzigen Meinungsmacher. Da sind Freunde auf Facebook, Blogger oder Gleichgesinnte im Internet, denen man eventuell mehr vertraut. Da ist aber auch die Notwendigkeit neuerdings nicht nur zu „Senden“ und Presse-Infos zu verschicken, sondern auch zuzuhören und mit allen möglichen Multiplikatoren auf jeweils passende Art und Weise ins Gespräch zu kommen. Oder im Idealfall selbst Inhalte zu erstellen und direkt, anstatt auf Umwegen, mit Menschen zu kommunizieren.

Zeitgemäße und vor allem wirkungsvolle PR hat sich verändert oder vielmehr erweitert – kommt dem Content-Marketing und der Social-Media Kommunikation sehr nahe. Sprich eine Zukunft ist definitiv da, solange man es schafft, seine Methoden, Aufgaben und Herangehensweisen neu zu denken!

Thomas Mickeleit spricht in seinem Artikel einige wichtige Baustellen und erweiterte Felder der PR an, die nicht für jeden komplett neu sein werden, die er aber meiner Meinung nach gut auf den Punkt bringt, und mit ein paar Lösungsansätzen ergänzt. Lesenswert!

» Lese-Tipp: Hat die PR eine Zukunft?


1 Kommentar
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Ein Kommentar

  1. Stephan Schäfer-Mehdi

    Jo, so ist es. Nur Relevantes zählt. Selbst wenn die Hyperlative und die penetrante Großschreibung des Firmennamens von überlasteten Redaktionen übernommen werden, schalten die meisten Leser/User ab oder scrollen weiter. Nicht Auflage oder Clicks zählen wirklich, sondern Reaktionen. Aber dass kenen wir ja aus dem Live-Marketing!

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