Die Eventbranche muss sich endlich weiterentwickeln – eine neue Initiative will den Anstoß zur Revolution geben

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Es braut sich etwas Spannendes zusammen – eine neue Initiative, die die inhaltliche Entwicklung der Live-Kommunikation vorantreiben möchte. Hinter ihr stehen drei der wahrscheinlich innigsten und treusten Kritiker der Branche: Matthias Kindler, Christian Schmachtenberg und Wolf Rübner.

„In der Event-Branche herrscht eine erstaunliche Sprachlosigkeit – zumindest wenn es um eine inhaltlich fundierte Diskussion über Haltung, Qualität, Kreation, Wirkung oder den Nachwuchs geht. Wir sind überzeugt, dass sich unsere Branche endlich inhaltlich weiterentwickeln muss. Und das schafft keiner von uns allein.“, so die Initiatoren.

Erster Anstoß der Initiative war ein Treffen mit knapp 20 Teilnehmern, bestehend aus Vertretern von unter anderem Eventagenturen, Kunden, Eventdienstleistern, Hochschulen sowie der Presse. Ziel war es in Workshops Themen und Probleme der Branche zu diskutieren und herauszuarbeiten – und ein inhaltliches Fundament für weiteres Engagement zu schaffen.

Warum in der Eventbranche endlich etwas passieren muss, brachten Prof. Hans Rück und die drei Initiatoren in vier einleitenden (Brand)Reden auf den Punkt. Die zentralen Kritikpunkte und Kernthesen gebe ich an dieser Stelle gerne weiter, die Ergebnisse der Workshops werden die Initiatoren selbst in naher Zukunft in pointierter Form veröffentlichen.

Agentur: wie sehen Eventagenturen der Zukunft aus?

Live-Kommunikation ist im Marketing kein Thema, so Wolf Rübner. Wir sind eine Branche ohne Gesicht, wir haben keinen strahlenden Vertreter, der die Effektivität, Qualität und Fachkompetenz adäquat verdeutlicht. Im Außenbild wird die Eventbranche oft nicht ernst genommen: „Man kennt sich mit der operativen Umsetzung von Events aus, aber nicht mit Marketing“. Nicht seltene Vorgehensweisen im Stil von „Der Geschäftsführer holt den Auftrag, der Praktikant setzt ihn um“ korrigieren dieses Bild nicht gerade. Intransparenz, der Pitch-Wahnsinn, kein klares Portfolio, eine fehlende Interessensvertretung für alle Eventagenturen, nicht zuletzt das Imageproblem aller Agenturen und eine mangelnde Lernkultur aufgrund von Zeitdruck und knappen Kassen tun ihr Übriges dazu und setzen Eventagenturen enorm unter Druck. Daher stellt sich die Frage: Wie sieht die Zukunft der Eventagenturen aus? (Sinngemäß nach Wolf Rübner)

Haltung: es ist Zeit einen Qualitätsanspruch einzufordern

„Warum ist Live-Kommunikation das „Schmuddelkind“, obwohl sie so wichtig ist?“, fragt Matthias Kindler. „Wie können wir das endlich ändern?“ Bereits 2004 beschrieb eine Abschlussarbeit, dass die Live-Kommunikation (oder damals noch die Veranstaltungsbranche?!) in der Krise sei und man die Chance nutzen sollte, um sich zu ändern, zitiert Matthias. Hat sich etwas geändert? Seiner Meinung nach nicht: Wir haben die Chance nicht genutzt, wir diskutieren immer noch über die gleichen Probleme und haben es nicht geschafft, uns zu ändern. Aus seiner Sicht ist es an der Zeit einen Qualitätsanspruch zu formulieren, zu vermitteln und auch einzufordern! (Sinngemäß nach Matthias Kindler)

Wirkung/Kontrolle: wir brauchen Zahlen, um Eventbudgets zu sichern

„Events sind immer noch eine Black Box“, sagt Prof. Hans Rück. Auch wenn viele über Erfolgskontrolle sprechen, in der Praxis setzt es kaum jemand ein. Die Maßstäbe für Kreativität fehlen, woraus viele Auftraggeber schlussfolgern, dass Kreation austauschbar sei. Vor allem in den Controlling Etagen interessiert Kreation aufgrund fehlender Zahlen nicht, so sein Eindruck.
Compliance kommt seiner Meinung nach als Ausrede für Budgetkürzungen hinzu. Etwas, dessen Wert nicht belegt wird, und zudem häufig nach Bespaßung aussieht, bietet sich geradezu an, um dem Rotstift zum Opfer zu fallen. „Spaß“ komplett zu verbieten, ist jedoch gerade in Bezug auf die Wirksamkeit von Events ein ganz falscher Ansatz, kritisiert er. Schließlich braucht man Elemente wie unterhaltende oder interaktive Showformate, die ein Image, eine Stimmung oder Gefühle transportieren. Reine Informationen ohne jegliche Form von „Spaß“ schließen zentrale Wirkungselemente des Eventmarketings aus. Das ist eine Bedrohung und Gefahr, so Prof. Rück. Eventkontrolle und Nachweise der Wirksamkeit können der Branche laut Rück in vielerlei Hinsicht bei der Argumentation und Budgetsicherung helfen. (Sinngemäß nach Hans Rück)

Kreation: die Hochschulen müssen aufwachen

Was ist der Unterschied zwischen Live-Kommunikation aus den 80er Jahren und heute? Bei vielen Events ist das Grundgerüst aus „Publikum gegenüber Bühne“ immer noch das Gleiche, kritisiert Christian Schmachtenberg. Wie kann es sein, dass bislang niemand auf neue Ideen gekommen ist? „Die Live-Kommunikation entwickelt einfach keine neuen Produkte“, was man seiner Meinung nach bei vielen Awards deutlich sehen kann. Viele Events sind zudem dilettantisch, provoziert er. Die Ursache für diesen Zustand sieht Christian an anderer Stelle: An der Uni wird nichts dergleichen gelehrt oder gefördert. „Todesstern Hochschule“ formuliert er es plakativ in seiner Präsentation und kritisiert die Trägheit der Ausbildungsstätten. „Wir rennen dem Zeitgeist immer nur hinterher“. Das kann nicht sein, es muss sich was ändern, fordert er – und deswegen ist der Aufruf seiner letzten Folie eindeutig: Revolution! (Sinngemäß nach Christian Schmachtenberg)

Kritik aus dem Teilnehmerkreis kam prompt: Das ist zu negativ, die positiven Seiten, die tollen Projekte und Vorbilder fehlen in diesen Darstellungen. Trotzdem sehen auch die Teilnehmer natürlich Verbesserungspotenzial. Gerade da sich die Marketing-Disziplinen immer weiter überschneiden und nun nicht nur Eventagenturen, sondern auch andere Agenturen im gleichen Becken fischen. Das empfinden wir als Krise, das erhöht auch den Druck. Event ist ein tolles Produkt, das nicht zuletzt dank Social Media an Bedeutung gewonnen hat, doch wir schöpfen die Chancen und Möglichkeiten als Branche und Spezialisten nicht aus. Man kann nicht nur schwarzmalen, aber da ist auch noch viel Luft nach oben, so die allgemeine Resonanz auf die einführenden Plädoyers.

[UPDATE 7.2.2014: » Veröffentlichung des Münchner Manifests zur Live-Kommunikation]

Wie siehst Du das? Brauchen wir eine Revolution, muss sich endlich was tun oder wird hier dramatisiert?

 

Gipfeltreffen

Teilnehmer v.l.n.r.: Andreas Horbelt (Uniplan), Lara Tönshoff (Zibert & Friends), Helge Thomas (pro event), Matthias Kindler (The Companies), Peter Hammer (w&v), Hans-Jürgen Heinrich (events), Polo Looser (MCI Zürich), Ricarda Merkwitz (ISM), Ulrich Wünsch (hdpk), Steffen Baur (Motor Presse), Florian Zibert (Zibert & Friends), Katharina Falkowski (eveosblog.de), Wolf Rübner (EventCampus), Tobias Wannieck (Berater), Markus Katterle (Flash Art), Hans Rück (FH Worms), Christian Schmachtenberg (MDLab), nicht auf dem Foto, aber ebenfalls dabei gewesen: Christine Kuhlmeyer-Kühl (VW)

Gruppenfoto & Gastgeber des Treffens: Zibert & Friends, Artikelfoto: nokomai


21 Kommentare

21 Kommentare

  1. Kerstin Hoffmann-Wagner

    Zunächst erstmal: Toll, es tut sich ‚was! Es werden Probleme oder eher Herausforderungen gebündelt angesprochen, vor denen die Eventbranche und die Marketingbereiche von Unternehmen gleichermaßen stehen. Und richtig: Nicht erst seit gestern! Dennoch: Mir wäre wichtig, die Dinge etwas differenzierter zu sehen. Zum einen, was das Thema nach dem Fehlen von Innovationen, neuen Produkten und Trends in der Eventbranche angeht – hierüber kann man im Übrigen geteilter Meinung sein, denn immer höher, weiter und spektuakulärer ist nicht immer zielführend. Zum anderen sehen sich viele Eventbereiche von Unternehmen Zwängen gegenüber, die ihnen von Unternehmens- oder Konzernleitung vorgegeben werden, die so vielfältig sind, wie nur möglich. Nicht alle Entscheidungen in Unternehmen haben mit dem Thema Compliance zu tun… Auch wird für mich immer zu sehr von den Fragen und Problemen der „Top-Spender“ ausgegangen – KMU sehen vieles anders und dort wird vieles anders gelebt.
    Für mich sind die Kernfragen: Welche Anforderungen an die Live-Kommunikation werden heute gestellt und wie können wir als Agentur oder Unternehmen darauf reagieren? Müssen sich eventuell die Schwerpunkte in der Agenturtätigkeit verlagern? Wie hat sich die Ansprache der Zielgruppe in den letzten Jahren verändert? Hat sich der Fokus bei Events verlagert (weniger Show, mehr Inhalt?)? Und so weiter.
    Ich bin gespannt auf weitere Reaktionen und freue mich, dass die drei „Musketiers“ den Grundstein für eine Diskussion gelegt haben.
    Beste Grüße, Kerstin Hoffmann-Wagner

  2. Dominik Deubner

    Hallo Zusammen,

    zunächst: Ein Aufruf zur Veränderung ist immer eine feine Sache. Und gerne engagiere ich mich hier auch persönlich und thematisiere das auch bei uns im MICE Club (denn dafür ist er ja gegründet worden!).

    Die Rufe nach Veränderung habe ich schon so oft gehört… doch passiert ist… nichts. Als hier bei eveos vor anderthalb Jahren ein #Aufschrei formuliert wurde, es müsse sich bei den eingeschlafenen Branchenformaten etwas ändern, haben viele zustimmend die Stimme erhoben. Dazu gehörten auch Personen, die auf dem Foto oben zu sehen sind. Als wir dann mit dem Konzept des MICE Clubs in die Öffentlichkeit gegangen sind, haben alle neugierig auf uns geguckt. Unsere Analyse der IST-Situation war unverblümt und direkt. Wir haben offen ausgesprochen, was viele nicht zu sagen wagten: Dass sich die Branche in vielerlei Hinsicht selbst betrügt. Das hat nicht jedem gefallen, so dass sich in der Folge zwei Lager entwickelten. Die „Opposition“, die sich mit einem „Weiter so“ Besitzstandswahrung auf die eigene Fahne schrieb und einer kleinen Zahl von Unterstützern, die unseren Mut zur Veränderung lobten. Dafür vielen Dank (hier geht es nicht um Selbstbeweihräucherung). Doch des Deutschen liebste Tugend – die Skepsis – hat viele „erstmal nur gucken“ lassen. Als „LiveKommler ist MICE unter meinem Niveau“ oder „ich überweise doch keinem Wettbewerber Geld, wo komme ich da hin…“. So das Gros der Feedbacks aus der Branche. So weit, so gut. Kein Vorwurf. Aber wie soll eine Bewegung der Veränderung – eine Revolution – entstehen, wenn sich unsere Branche nicht traut neue Wege zu gehen?

    Ich bin mehrere Jahre mit meiner Agentur Mitglied im FME gewesen und bin nicht müde geworden, die anderen FME-Mitglieder dazu zu ermahnen, die gemeinsam unterzeichnete Erklärung zum Qualitätskodex auch im Agenturalltag zu leben. Denn dort steht etwa geschrieben, dass kein FME-Mitglied an einem Pitch teilnehmen darf, ohne dafür ein angemessenes Honorar zu verlangen. Gehalten hat sich an den Qualitätskodex keiner! Aber wie soll eine Bewegung der Veränderung – eine Revolution – entstehen, wenn sich unsere Branche nicht traut neue Wege zu gehen?

    Unsere Branche krankt vor allem an der fehlenden Lobby. In keiner anderen mir bekannten Branche können Auftraggeber mit den Agenturen derart Katz und Maus spielen wie in der Eventbranche. Das führt dazu, dass der betriebswirtschaftliche Wahnsinn kostenfreier Konzeptausarbeitungen viele Agenturen in die Existenznot treibt. Wie wollen wir ernst genommen werden, wenn wir kein Partner auf Augenhöhe sind? Wie wollen wir hochqualifiziertes Personal in unserer Branche binden und angemessen bezahlen, wenn die Wertschöpfungskette derart marodiert?

    Wir brauchen eine Lobby der Willigen, die mit der Pitchidiotie Schluss macht, die geschlossen und selbstbewusst Kunden gegenüber tritt und unsere Leistungen nicht unter Wert verkauft. Wir brauchen eine Art „Kammer“ wie bei Architekten, Ärzten, Anwalten üblich, die Bedingung für die Berufsausübung ist und eine Honorarverordnung vorschreibt, damit nicht jeder dahergelaufene DJ eine Eventagentur gründen darf und wir per Gesetz gar nicht unentgeltlich arbeiten dürfen. Nur dann kann unsere Branche überleben, wird von unseren Kunden ernst genommen, nicht mehr an der Hintertür des Marketings empfangen, lässt uns in der Einkäufer und Compliance getriebenen Branche wieder Geld verdienen…

    Denn wenn der Druck des Überlebenskampfes verringert wird, können wir mit der neu gewonnenen Freiheit Visionen entwickeln, Kunden auf Augenhöhe begegnen, Innovationen entwickeln.

    Aber wie soll eine Bewegung der Veränderung – eine Revolution – entstehen, wenn sich unsere Branche nicht traut neue Wege zu gehen?

    Beste Grüße
    Dominik Deubner

  3. Lutz Nebelin

    Schöne Idee. Allerdings klingen alle Beiträge ein bisschen sehr weinerlich.

    Niemand wird gezwungen, kostenlose Pitches zu akzeptieren. Niemand wird gezwungen, Kunden-Briefings 1:1 umzusetzen, wenn es gegen die eigene Überzeugung spricht. Niemand muss antizipieren, was einem mutlosen Kunden am besten gefallen könnte und seine Kreation danach ausrichten. Knappen Kassen und Compliance beim Kunden sind auch keine Ausreden für mittelmäßige Kreation.
    Ansprüche und Möglichkeiten haben sich verändert. Zahlreiche Agenturen (bzw. Anbieter, die glauben, so etwas zu können) haben sich (noch) nicht darauf eingestellt; vielen Kunden fehlt das Vorstellungsvermögen, was Live-Kommunikation ist und heute für Marken, Produkte und auch für die Kultur in einem Unternehmen leisten kann.

    Der Finger, der auf die vermeintlich Schuldigen zeigt, sollte sich auf die Branche selbst richten: Auf einen Interessenverband, der das Wort nicht wert ist, auf eine Hochschullandschaft, die BWLer in dualen Studiengängen mit Eventscripten aus den 80er und 90er Jahren langweilt, und das Vorhandensein von Location-Toiletten über Kreation stellt.
    Wir sind die, auf die es ankommt! Wir müssen uns um den Branchennachwuchs kümmern, die Hochschulen unter Druck setzen, selbst lehren und unsere Kunden mit tollen Ideen begeistern, die nicht zwangsläufig viel Geld kosten müssen. Wir brauchen das Rückgrat, laut NEIN zu sagen, wenn ein Kunde kein Pitchhonorar zahlt. Und die Agenturen auszugrenzen, die trotzdem antreten. Es ist und bleibt ein Frage der eigenen Haltung. Und ein Wettkampf wirklich guter Ideen.

    Gruß in die Runde

    Lutz Nebelin

  4. Helge

    der artikel gibt nur die ausgangslage des treffens wieder. wir haben auf basis dieser – eher provokanten thesen – einen ganzen tag sehr kontrovers diskutiert. klar haben wir die welt nicht an einem tag verändert. aber es war sehr gut, mal in einer so interdisziplinären runde aus kunden, wissenschaft und agenturen, zu hören, wie andere das sehen. aus meiner sicht ist alles gut. der live-kommunikation oder auch dem experiencial marketing gehört die zukunft. wir spüren das tagtäglich. kein grund zur klage! der motor ist an. gas geben muss jeder selbst.

  5. Dominik Deubner

    Hallo Lutz,

    ich sehe das ein bisschen anders. Wenn Agenturen unter erheblichem Ertragsdruck arbeiten müssen, kann ich mir meine Kunden nicht einfach so auswählen. Die Wirklichkeit in den Agenturen sieht anders aus. Wenn jeder Job bezahlt würde, könnte man „unkreative“ Jobs auch in aller Gelassenheit ablehnen. Man kann nicht von den TOP 20-Agenturen auf das Gros der kleineren Agenturen schließen.

    Gruß zurück

  6. Andreas Horbelt

    Helge hat recht: Der Artikel gibt vor allem den Gesprächseinstieg wieder, nicht die Ergebnisse des Tages. Das negative Bild der Einstiegsvorträge hat sich schnell relativiert.

    Ich sehe unsere Branche in einer Phase des Umbruchs und der Konsolidierung, ja, das stimmt, aber ich sehe sehr viel mehr Chancen als Risiken: Noch nie hatte „live“ so einen großen Einfluss wie heute, noch nie hat es eine so wichtige Rolle gespielt im Mix der Maßnahmen. Die Branche wird sich in manchen Punkten ändern müssen, ja, aber sie wird aus diesen Veränderungen gestärkt hervorgehen.

    Die entscheidende Herausforderung für einen erfolgreichen Wandel sind dabei: Selbstvertrauen, Sachverstand – und ein partnerschaftliches Miteinander, zwischen Kunden und Agenturen genauso wie zwischen Wettbewerbern. Ich bin dabei.

  7. Lutz Nebelin

    Hallo, Dominik.

    Eine Wahl hat man immer. Egal, wo man in Rankings positioniert ist.
    Es ist keine Ertragsfrage. Das ist und bleibt eine Haltungsfrage.

    Richtig ist: Jede Agentur braucht „Brot und Butter“-Geschäft. Aber sie sollte in guter Balance zu kreativen Ausfallschritten sein. Denn diese sorgen für Profil und Reputation. Und am Ende für mehr Geschäft.

    Die Lebenswirklichkeit vieler Agenturen ist deshalb anders, weil viele Agenturchefs diese gesunde Balance nicht anstreben. Und sich damit mehrfach schuldig machen: Sie werden zu Erfüllungsgehilfen ängstlicher Briefings, kümmern sich nicht um den Nachwuchs und verhindern Qualitäts- und Haltungsstandards. Und genau das sorgt für den „gefühlten“ Abwärtstrend. Hörbi irrt nicht: Unsere Branche dreht am schnellsten, verändert sich permanent und spielt eine extrem wichtige Rolle in der Marketingkommunikation.

    Gruß
    Lutz

  8. Dominik Deubner

    Hallo Andreas,

    dieses partnerschaftliche Miteinander zwischen Kunden und Agenturen wie zwischen Wettbewerbern ist für mich ein wesentlicher Punkt. Wir haben im Nachgang zu unserer MICE Club-Premiere mit vielen verschiedenen Branchenakteuren gesprochen, welches Thema wir für die kommende Ausgabe in die Agenda mitaufnehmen sollen. Am Häufigsten wurde der Umgang miteinander als virulentes Thema genannt. Wir möchten diese Hinweise gerne aufgreifen und den MICE Club 2014 dahingehend inhaltlich positionieren.

    Der springende Punkt wird sicher sein: Wie überzeuge ich die Kundenseite an einer Diskussion zu diesem Thema teilzunehmen? Agenturen und die Anbieterseite klagen hier ein gemeinsames Leid. Welches Interesse haben aber die Corporates, ihre „liebgewonnenen“, von Einkaufsabteilung und Compliance Officer ausgepressten Beziehungen zu Agenturen und Anbietern auf den Prüfstand zu stellen? – Sicher sind die Fachabteilungen mit der aktuellen Situation auch nicht glücklich und leiden gleichermaßen unter den Restriktionen aus dem eigenen Unternehmen. Eigentlich müssten aber die Controller und Einkäufer an der Diskussion teilnehmen. Aber warum sollten sie das tun?

    Ich möchte gerne hiermit anbieten, die Inhalte der nächsten MICE Club-Ausgabe im Dialog der hier engagierten Branchenakteure zu entwickeln, um diesem Thema auf „neutraler“ Bühne Raum zu geben.

    Wer möchte sich einbringen? Dann meldet Euch bei mir. Ich freue mich über jeden Unterstützer. Wir werden in Kürze mit der Konzeption der Inhalte starten, da die kommende Ausgabe des MICE Clubs für den Sommer terminiert ist.

    Jetzt bin ich mal gespannt, ob sich wirklich jemand meldet…

    Gruß an die Runde,
    Dominik Deubner

  9. Dominik Deubner

    Hallo Lutz,

    Du hast leicht reden. Mit einer Agentur im Rücken, die im Kreativranking auf Platz 1 steht und in einem Netzwerk organisiert ist, lässt sich so eine Positionierung und „Haltung“ sicher leichter bewerkstelligen.

    In unserer Agenturwirklichkeit gibt es nahezu keine Kundenbriefings, die Kreativität einfordern. Es geht in den seltensten Fällen noch um Inhalte. Und ich sage das als Inhaber einer Agentur, die sich seit ehe und je über Inhalte positioniert hat. Wenn ich wie von Dir vorgeschlagen so selektiv vorginge, kann ich meine Agentur zumachen.

    Ich sehe das Problem in der Mentalität der anfragenden Kunden: Es geht nur noch darum, Preise zu vergleichen und Ideen abzufragen. Und das häufig auf Vorschuss, ohne dass das angefragte Projekt tatsächlich in der Pipeline ist. Als häufigster Absagegrund wird uns mitgeteilt, dass das Projekt gar nicht durchgeführt, sondern abgesagt wird. Das kann man nur verhindern, indem konsequent jede Ausarbeitung angemessen – oder meinetwegen sogar nur symbolisch – honoriert wird. Dann geben sich auch die Agenturen mehr Mühe und der Kunde bekommt in Summe bessere Ergebnisse.

    Gruß

  10. Lutz Nebelin

    … um das abzuschließen, sei mir noch diese Bemerkung gestattet:

    Was glaubst du, lieber Dominik, sind wir auf diese Ranking-Position gekommen?
    Wir sind eine Inhaber-geführte Agentur. Klein. Mit einem zugegeben großen Namen, der allerdings bei unserem Start für etwas ganz anderes stand: AtL-Kommunikation. Und: Wir sind nicht durch Cross-Selling der Gruppe dahin gekommen.
    Unsere Gemeinsamkeiten mit der Gruppe sind: Haltung und Streben nach kreativen Lösungen.

    Gruß

    Lutz

  11. Dominik Deubner

    @Lutz: Großes Kompliment dafür.

    Die „Verrohung der Sitten“ ist natürlich auch ein Trend der vergangenen fünf Jahre. Wer sich davor einen guten Namen gemacht hat, konnte diese Reputation in diese schwierige Zeit „rüberretten“. Wer einmal oben steht und groß ist, hat auch nicht die angesprochenen Probleme. Für die jungen nachkommenden Agenturen ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine Positionierung – aus meiner Perspektive – kaum mehr möglich.

  12. Katharina Falkowski

    @Stefan Aktuell kann man in dem Sinne nicht „beitreten“. Das Treffen war zunächst eine Themen-Sondierung unter persönlichen Kontakten der Initiatoren. Matthias, Christian und Wolf bereiten derzeit weitere Schritte vor. Wenn es Neuigkeiten oder Möglichkeiten zum Engagement gibt, werden wir auf jeden Fall darüber informieren – und die Initiatoren sich sicher über Unterstützung sehr freuen.

  13. Mark Jänsch

    allo in die Runde,

    die Diskussion ist nicht neu, die Problematik auch nicht.

    Die Basis des Problems: Selbstverständnis und Wahrnehmung, Kompetenz und Selbstwertgefühl. Einer Agentur und ihrer Mitarbeiter.

    Aus meiner Sicht ist die Situation selbstverschuldet: viele nehmen jeden Mist an, reden sich ein, sie müssten es unternehmerisch, machen sich zum Erfüllungsgehilfen im Projekt und glauben am Horizont an eine mögliche „Partnerschaft“ mit dem Kunden und dem Dienstleister, die in weiter Ferne oder im Traum „alles besser macht“.

    Wir brauchen: analytische Fähigkeiten, die dem Kunden aufzeigen, was sein Bedarf ist. Das können viele Menschen nicht, weil es die meisten Agenturen nicht praktizieren und Hochschulen nicht lehren.

    Wir brauchen: fundierte und reflektierte Beratung am Kunden, um ihm aufzuzeigen, wie sein Bedarf zu erfüllen ist. Das können viele Menschen nicht, weil es die meisten Agenturen nicht praktizieren und Hochschulen nicht lehren.

    Wir brauchen: Klarheit in der Strategie, Standhaftigkeit in der Konzeption und Ehrlichkeit in der Umsetzung. Das können viele Menschen nicht, weil es die meisten Agenturen nicht praktizieren und Hochschulen nicht lehren.

    Was also tun?

    Im Endeffekt, und ohne jetzt jemandem Honig ums Mxxx zu schmieren: die Posts von Lutz lesen und sie beherzigen: es geht um eine Haltung. Und die Haltung ist: ich mache es selber (Ausbildung / Weiterbildung) und ich mache es gut (Strategie / Konzeption / Beratung / Umsetzung).

    Und am Ende kommt heraus: eine Beziehung von Agentur zu Kunde, die auf Akzeptanz, Vertrauen und gemeinsamer Kompetenz beruht.

    Und das geht übrigens auch im Brot und Butter Geschäft.

    In diesem Sinne: AKTIVEN, nicht REAKTIVEN Gruß aus Stuttgart.

    Mark

  14. Jürgen May

    Hallo Katharina,

    wenn sich die Initiatoren über Unterstützung freuen, stehe ich gerne auch zur Verfügung. Deshalb die Frage aus meinem Fachbereich: Inwieweit war Nachhaltigkeit und „Sustainable Event Design“ Thema? Ich meine allerdings nicht damit die inflationäre Entwicklung von Greenwashing geprägten „Green Meetings“!

    Mir geht es um die Sustainability & Responsibility im Eventbusiness. Nachhaltigkeit nicht ausschließlich als Schutz der Umwelt zu verstehen, sondern die sozialen und ökonomischen Komponente mit einbeziehen. Ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement, angefangen vom nachhaltigen Agenturbetrieb bis hin zur klimafreundlichen und ressourcenschonenden Kreation, Planung und Projektrealisierung, um somit die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken. Haltung, Qualität, Kreation und Wirkung stehen dazu ja in keinem Widerspruch und gerade der Nachwuchs wählt auch inzwischen immer häufiger Branche und Arbeitgeber aufgrund einer nachhaltigen Positionierung aus.

    So wie ich es verstanden habe war Ziel des Workshops Themen und Probleme der Branche zu diskutieren und herauszuarbeiten. Sustainability & Responsibility im Eventbusiness ist ein zeitgemäßes und zukunftorientiertes Thema. In den veröffentlichen Kernthesen ist zumindest nichts davon zu lesen.

    Noch eine Anmerkung zu dem Post von Lutz Nebelin. Die DHBW hat das Thema Nachhaltigkeit inzwischen über die Location-Toiletten gestellt :-) Bereits im zweiten Jahr gebe ich dort prüfungsrelevante Vorlesungen zu eventspezifischer Nachhaltigkeit und berate zwei Bachelorarbeit zu dem Thema.

    Beste Grüße, Jürgen May

  15. Katharina Falkowski

    Hallo Jürgen,
    so direkt war es noch kein Thema, zumindest nicht in den Einführungsreden und den Workshops, die ich besucht habe. Es ging, denke ich, aber bislang auch eher darum Oberthemen zu benennen und zu diskutieren. Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit könnte meiner Meinung nach gut unter das Thema „Haltung und Qualitätsanspruch“ fallen. Oder auch „Zukunft der Eventagentur“ und der Umgang mit Mitarbeitern etc.. Auf jeden Fall ein wichtiges Thema, keine Frage.

  16. Falco Zanini

    Interessante Initiative und spannende Kommentare. Hier möchte ich als Kollege von der Technik- und Orgaseite „auf der Baustelle“ ein paar Worte zum Thema loswerden. Häufig genug habe ich auf entsprechende Produktionen in allen möglichen Stufen gearbeitet. Generell fällt auf, dass der Beruf des „Eventmanager“ mittlerweile der einzige Beruf in der Veranstaltungsbranche ist, der kein geregeltes Curriculum hat. Jeder Bildungsträger kann anscheinend machen, was er will. Ob drei Tage oder drei Monate oder mehr.

    Oft scheint es auch so sein, dass bei der Umsetzung von Konzepten viel zu lange gewartet wird, bis ein technischer Dienstleister ins Boot kommt. Heutzutage kann ja mit den entsprechenden Programmen jeder gaaanz tolle Visualisierungen bauen. Nur schade, wenn dann die Sichtlinien nicht beachtet werden oder Dinge visualisiert werden, die technisch definitv nicht umsetzbar sind. Das bedeutet Mehrkosten oder Mehrarbeit oder beides. Auf jeden Fall leidet das Ergebnis und sicher auch das Ansehen beim Kunden.

    Und die Nachhaltigkeit? Da reicht es nicht, ein paar Bäumchen zu pflanzen oder sich schicke Labels hinzukleben. Nachhaltigkeit fängt beim Menschen an. Da gibt es Dienstleister, die reihenweise pleite gehen, weil sie immer wieder und noch mehr im Preis gedrückt werden. Da arbeiten Kollegen 18 bis 20 Stunden am Stück mit 4 Stunden Schlaf, weil es preislich nicht anders geht oder eben, siehe oben, Dinge von der Agentur versprochen wurden, die nicht hinhauen. Meistens wird das vor Ort „intern“ geregelt. Auch beliebt sind Produktionen wo ein absoluter Top-Caterer tolle Sachen für das Publikum serviert, aber die Crew mit Fritten und Schnitzeln abgespeist wird. Tagelang! Und da reden wir noch nicht über Arbeitssicherheit oder eine vernünftige Koordination davon, die definitv Geld und Nerven sparen kann.

    Mir fällt sicher noch mehr ein, doch es ist auch für mich an der Zeit, dass sich *alle* Seiten zusammensetzen.

    Viele Grüße, Falco Zanini

  17. Roland G. Meier, 1. Vorsitzender Bundesverband Veranstaltungssicherheit

    Hallo zusammen,

    eine sehr interessante Initiative! Wir würden uns – nicht nur im geplanten Fachkongress – als Bundesverband Veranstaltungssicherheit unbedingt gerne mit einklinken:
    Der Bereich, der unserer Ansicht im Eventmarketing wie im Eventmanagement ebenfalls immer noch vollkommen unterbelichtet oder nur Problem von Großveranstaltungen mit Tunnel fehlinterpretiert wird, ist das gesamte Thema der Veranstaltungssicherheit.
    Dabei gibt es vielfältigste Bezüge zu Ausbildung, Marketing,
    Wir halten dazu am kommenden Dienstag, den 18. Feburar 2014 in Karlsruhe unser erstes Öffentliches Symposium ab – mehr Infos unter:
    http://bvvs.org/symposium-18-02-2014/
    Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn noch jemand aus dem Initiatoren-Kreis so kurzfristig Zeit fände, zu unserem Symposium zu kommen. Anderenfalls bitte ich um eine persönliche Kontaktaufnahme, um zeitnah mal die möglichen Perspektiven einer künftigen gemeinsamen Vorgehensweise zu besprechen.

    Vielen Dank, herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg,

    Roland G. Meier
    1. Vorsitzender
    Bundesverband Veranstaltungssicherheit

  18. Sven Colin Preukschat

    Guten Tag in die Runde,
    ich begrüße es sehr, dass aktuell die Branche wohl auch endlich begriffen hat, dass man sich unter einander austauschen kann, ohne gleich irgendwie der Befürchtung zu verfallen, man lasse vor den Kollegen „die Hose runter“. Auch wenn dieser Zustand heute immer noch – meiner Meinung nach – das größte Problem ist, warum wir es nicht schaffen offen und ehrlich untereinander zu sprechen.

    Dennoch schneiden wir uns in vielen Dingen selbst ins eigene Fleisch, auch, sofern diese Aussage denn so stimmt, das von Christian Schmachtenberg angesprochene Thema, Hochschulen müssen aufwachen und besser den Nachwuchs unterrichten.
    Hier ist doch das erste Problem: Die Hochschulen haben überhaupt kein fachbezogenes Personal. Ich erinnere mich noch an meine damalige Ausbildung (etwas mehr als 10 Jahre her), da wurde die gesamte Klasse (bestickt mit Leuten aus Agenturen, Caterern, Eventtechnickern, Kulturhäusern, Messehäusern, etc.) der Veranstaltungskaufleute nur mit einem Fach fachspezifisch betreut. Der Lehrer kam aus einem Veranstaltungstechnik Unternehmen, demnach war der Stoff recht Technik bezogen.
    Heuer ist das nicht anders, die Schulen greifen auf Unternehmen/Agenturen zurück, bei privaten Institutionen referieren genauso Agenturchefs. Jene also, die auf der anderen Seite die schlechte schulische Ausbildung anprangern.
    Das funktioniert doch nicht.
    Vielleicht bringt es auch die Schulen und Institutionen weiter, wenn die Branche einen gewissen Anforderungskatalog oder Bildungskatalog entwirft, damit die Ausbildungen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf auch halbwegs identisch sind und nicht in Thema und Inhalt völlig verschieden…

    Sehr interessant finde ich zudem den Ansatz, den Aufbau einer Lobby. Das setzt natürlich voraus, dass die dortigen Menschen offen und ehrlich miteinander umgehen und nicht irgendwelche Märchen erzählen.

    Vielleicht ist der MICE Club ja ein erster Schritt dorthin, ich würde es gutheißen und bin gerne bereit daran mit zu wirken.

    Schöne Grüße
    Sven Colin Preukschat

  19. Wolfgang Holstein

    Hallo zusammen,

    der böse Kunde! Wir müssen ihn in die Schranken weisen und mit Regulierungen und Maßnahmen zur Vernunft bringen. Mehr Druck in alle Richtungen ist gefragt. Ist das wirklich die Lösung?

    Warum verhalten sich denn Kunden so wie bereits mehrfach beschrieben? Wir sollten uns einmal darüber Gedanken machen, warum uns immer mehr Kunden immer weniger ernst nehmen und aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen die weitere Vorgehensweise ableiten. Am besten wir fragen die Kunden selbst nach den Gründen. Das macht Sinn und ist auch eine vernünftige Basis für weiterführende, konstruktive Gespräche.

    Bekanntlich hat jede Wirkung auch eine Ursache. Beide gehören unabdingbar zusammen und alles hat seinen Grund. Das gilt auch für die Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Kunden.
    Ein Grund warum Eventagenturen immer weniger ernst genommen werden ist sicherlich auch die Tatsache, dass einerseits mehr Agenturen mit wuchtigeren Worthülsen die Märkte überschwemmen und sich andererseits auch im Laufe der Jahre im Grunde genommen wieder alles auf einem anderen Niveau wiederholt. Kurzum: Es wird alter Wein in wesentlich besseren Schläuchen, zunehmend besser verpackt von immer mehr Agenturen angeboten. Mittlerweile gibt es von allem einfach zu viel. Und: Wir haben es mit einem aufgeklärteren und erfahreneren Kunden zu tun der die letzten Jahre viel erlebt und natürlich daraus auch seine Schlüsse gezogen hat.

    Kunden brauchen uns, können aber mittlerweile die Risiken bei der Zusammenarbeit mit Agenturen immer besser einschätzen. Manche würden gerne die Agenturen umgehen, aber …hmmm. Nein, das funktioniert nicht. In der schnelllebigen Zeit sind Experten gefragter denn je. Nur sie kennen die Märkte, wissen was gut ist und welches „Gute“ auch zusammen passt. Spätestens bei der Umsetzung in die Praxis zeigt sich dann die Qualität der Arbeit, die sich bei guten Agenturen auch in den Kundenmeinungen beeindruckend widerspiegelt. Produktion und Konsum fallen zusammen. Eine Wiederholung ist nicht möglich. Das wissen auch unsere Kunden.

    Meine Fragen an die Gemeinschaft:
    Was müssen wir tun, dass uns die Kunden endlich wieder ernst nehmen? Ich stehe für Sog und weniger für Druck.
    Was können Lehrinstitute dazu beitragen, dass auch in Zukunft die Eventexperten wieder ernster genommen werden?
    Wie kann man Unternehmen noch mehr davon überzeugen, dass nur mit Veranstaltungen alle Sinne angesprochen und auch gelebt werden können. Bei allen anderen Kommunikationsmaßnahmen wird der Mensch zu einer reduzierten Persönlichkeit. Wer bleibende Eindrücke und eine nachhaltige Erinnerung hinterlassen will wird dieses sinnesübergreifende Instrument im Kommunikationsmix mit berücksichtigen und gezielt in sein Marketingportfolio integrieren müssen. Mit Veranstaltungen wird ein Beitrag zur Befriedigung des Grundbedürfnisses „Kommunikation“ geleistet. Es ist also Lobbyarbeit gefragt.

    Gruß an die Runde
    Wolfgang Holstein

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