Auszubildende von Facts and Fiction beziehen Stellung: gegen Angst und für Willkommenskultur

Die Ereignisse und Anschläge der letzten Monate sorgen nicht nur dafür, dass einige Menschen sich (begründet oder unbegründet) unsicherer fühlen. Sie führen leider auch dazu, dass nicht wenige diese Vorfälle mit der Flüchtlingssituation in Zusammenhang setzen. Keine gute Entwicklung in einer bereits angespannten Situation, in der vielen unschuldigen, vor Krieg geflüchteten Menschen unbegründet immer mehr Misstrauen entgegen schlägt. Umso erfreulicher zu sehen, dass Auszubildende der Agentur Facts and Fiction genau in diesem Moment dem etwas entgegensetzen möchten. Ein Event als „Zeichen gegen Angst und für Willkommenskultur, für mehr Toleranz und Offenheit im Umgang mit Flüchtlingen“.

Dafür organisieren die Azubis ein Flüchtlingskinderfest, das am 14. August 2016 von 14 bis 18 Uhr auf dem Bauspielplatz im Kölner Friedenspark stattfinden wird. Kinder und Eltern verschiedener Nationen sollen sich kennenlernen, gemeinsam einen schönen Nachmittag verbringen und nicht zuletzt Unsicherheiten abbauen.

Durch die Möglichkeit und Unterstützung der Agentur können die Azubis nicht nur praktische Erfahrungen sammeln. Die Agentur sieht auch den Vorteil, dass man seinen Mitarbeitern auf diese Weise persönliche Fähigkeiten, interkulturelle Kompetenzen sowie Verantwortung vermitteln kann. Gute Einstellung, man kann seinen Mitarbeiter tatsächlich mehr vermitteln als gute Events zu organisieren.

Auszug aus der Pressemeldung:

„Die Meinungen zur Flüchtlingspolitik in Deutschland gehen auseinander. Es gibt die Menschen, die helfen wollen. Aber auch Menschen, die Angst vor dem Fremden haben und ihren Wohlstand gefährdet sehen. Da mussten wir etwas tun. Wir engagieren uns trotz der schlimmen Terrorakte für die Menschen, die bei uns Zuflucht und ein würdevolles Leben suchen“, erklärt Annika Strunk, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau im 2. Lehrjahr.

Azubis-facts-fiction-organisieren-fluechtlingsfest„Wir werden dem Terror nicht erlauben, das öffentliche Leben lahmzulegen und unsere freiheitliche Gesellschaft einzuschränken. Die Detonation eines Sprengsatzes kann das Fundament unserer eigenen Wertvorstellungen und Überzeugungen nicht erschüttern“, ergänzt Victoria Brabeck, seit 2014 Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau.

Die Auszubildenden des Kreativ-Teams der Kölner Agentur haben deshalb folgende Idee: ein Event zu schaffen, bei dem 50 Flüchtlingskinder und deren Eltern mit 50 Kölner Kindern und ihrer Familie gemeinsam ein Fest feiern. Open-Air sich kennenlernen, Spaß haben und einen schönen Sonntag gemeinsam erleben.

Neben verschiedenen Spielstationen und Bühnenaktionen mit Musik und Tanz wird es auch Clown-Unterhaltung und Verpflegung mit Speisen und Getränken geben. Das Fest wird zu 80 Prozent von Facts and Fiction finanziert und von ehrenamtlichen Helfern auf direkte Weise und auch durch Sach- als auch Finanzspenden unterstützt.

Der Kreativ-Nachwuchs will dabei mit den Mitteln der Live-Kommunikation ein Zeichen setzen gegen Terror und für Werte wie Toleranz, Offenheit. Ihr Kinderflüchtlingsfest soll so zum Signal für Offenheit, Toleranz und eigenes Engagement werden.
 

Von dem Engagement der Auszubildenden profitieren jedoch nicht nur die Flüchtlingsfamilien. Jörg Krauthäuser, geschäftsführender Gesellschafter von Facts and Fiction, sieht den Gewinn auch auf der anderen Seite: „Eine Anforderung an Auszubildende im Berufsleben sind sicher die persönlichen Fähigkeiten, die Soft Skills, die Handlungskompetenzen sowie die interkulturelle Kompetenz. Durch das Projekt unserer Auszubildenden sollen diese gestärkt werden. In der heutigen Zeit finde ich es sehr wichtig, dass wir, alle Mitarbeiter und nicht nur Auszubildende, diese Kompetenzen erweitern und auch bewusst einsetzen – und dies nicht nur in der Arbeitswelt. Gleichzeitig werden wir sinnvolle Hilfe für Menschen leisten, was ja schon immer ein wesentliches Anliegen unserer Agentur war und ist.“

Und auch Auszubildender Niklas Meyer hofft, „dass wir mit dem Kinderflüchtlingsfest langfristig vielen Menschen das Zurechtfinden in der Fremde etwas erleichtern, und ich wünsche mir, dass wir den Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, ein kleines Stück unserer Lebensqualität abgeben können“.

Das Kinderflüchtlingsfest stellt ein erstes Event dar, was die Azubis mit internen Paten selbst organisieren. Sie erhalten damit einen Einblick in verschiedene Prozesse der Konzeption und Organisation. Das Fest ist neben dem damit verbundenen Engagement eine Gelegenheit, praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu erlangen.

„Ich freue mich über das Engagement unseres Nachwuchses. Denn es ist Teil der Unternehmensphilosophie unserer Agentur, den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Von jeher engagieren wir uns nach dem Motto: Gutes tun und Erlebnisse schaffen. Teil unserer Ausbildung bei Facts and Fiction ist daher neben allem fachlichen Wissen unseren Auszubildenden auch beizubringen, Verantwortung zu übernehmen. Hierfür unterstützen wir sie mit Zeit, Geld und Know-how“, erklärt Jörg Krauthäuser.

Das Kinderflüchtlingsfest der Auszubildenden ist Teil der Aktion #türauf. Das #türauf Aktionsbündnis ist eine Gruppe von rund 15 engagierten Kölnern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Ein seit 2015 jährlich stattfindender Aktionstag bietet Menschen eine Plattform, die sich für mehr Offenheit und Toleranz gegenüber Flüchtlingen engagieren. Möglichst viele Kölner Bürger, Vereine und Initiativen sollen dabei in Eigenregie Mitmachaktionen in der ganzen Stadt organisieren und im wahrsten Sinne des Wortes ihre Türen öffnen.


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