Virtual Reality: können realitätsnahe VR Erlebnisse mehr bewirken?

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Virtual Reality ist ein spannendes Feld. Doch die wichtige Frage ist, wie nutzt man diese neuen Möglichkeiten nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch sinnvoll? Werbevideos und -inhalte wie wir sie kennen, einfach nur in “VR Erlebnisse” umzubauen, scheint mir sehr kurz gedacht. So setzen wir wieder nur auf “beeindruckende Shows” – in virtueller Form. Dabei könnte man mit anderen Ansätzen tatsächlich etwas bei den Menschen bewirken, wie eine Kampagne gegen Mobbing eindrucksvoll zeigt.

Es ist vermutlich die enge Verbindung zu Videospielen, die uns bei Virtual Reality sofort an surreale und märchenartige Welten denken lässt. Das ist auch ok und macht Spaß, um mal in andere Welten abzutauchen. Aber wenn wir die Menschen emotional und nachhaltig erreichen möchten, ist ein Bezug zur Realität von Vorteil. Aus einer beeindruckenden, aber nahezu komplett unrealistischen Animation nimmt man nun mal weniger in den eigenen Alltag mit! Viel sinnvoller könnte die Nutzung von Virtual Reality daher in Verbindung mit möglichst realitätsnahen Inhalten sein. Eine Case Study von McCann Stockholm verdeutlicht, was ich meine.

Echte Virtual Reality Erlebnisse: Wie sich Mobbing anfühlt

Virtual Reality hat den Vorteil, dass es uns ziemlich authentisch in eine andere Position versetzt. Zum Beispiel in die eines Kindes, das in der Schule mit Mobbing zu kämpfen hat. Keine auch noch so genaue Beschreibung lässt jemanden wirklich nachvollziehen, wie sich das anfühlt. Mithilfe einer VR Brille kann das aber plötzlich für jeden gefühlt sehr real werden.

Eine schlaue und, ich denke, sehr nachhaltig wirkende Art und Weise Menschen eine Situation nachempfinden zu lassen. Danach hat man wohl deutlich mehr Verständnis dafür, wie ernst das Thema Mobbing zu behandeln ist!

Video: Mobbing als Virtual Reality Case

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Foto: Screenshot aus dem Video


2 Kommentare
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2 Kommentare

  1. Philipp

    In dem Artikel wird eine Frage zu Äpfeln gestellt und dann mit Birnen beispielhaft beantwortet … Das ist ungefähr so als würde ich fragen warum autonomes fahren noch nicht massentauglich ist und zeige dann ein Beispiel-Video, wo ein Auto auf Schienen fährt wie eine Straßenbahn.

    Das Mobbing-Experiment ist sicher eindrucksvoll. Allerdings wird auch hier schon wieder VR mit 360-Grad-Film verwechselt.
    Die meisten Filme in 360° sind in einer realen Kulisse, weil einfach nur eine Kamera aufgestellt und losgefilmt wird.
    Der User hat nicht die Möglichkeit seine Position zu verändern, sondern kann nur seinen Kopf drehen.

    Bei VR kann sich frei in der Welt bewegen und nicht “nur” seinen Kopf drehen. Es ist deswegen meistens surreal, weil man eine komplette Welt digital nachbauen muss. Das ist unbezahlbar, wenn man es “real” wirken lassen will und man bräuchte Budgets von Videospielen.

    Der oben gezeigte Film könnte gar nicht in VR funktionieren.

  2. Katharina Stein (Falkowski)

    Hi Philipp,
    ich gebe Dir recht. Da bin ich ein wenig auf die Formulierungen der Agentur reingefallen ;)

    Das liegt vielleicht auch daran, dass ich bei den “realitätsnahen Inhalten” auch weniger an die Darstellung dachte, sondern vornehmlich an die Storys darin. Die VR Angebote, die ich im Rahmen von Events bislang gesehen habe, sind auch inhaltlich ziemlich “abgefahren”, sprich absolut unrealistisch. Ich könnte mir vorstellen, dass realitätsnähere Geschichten (auch in animierter Darstellung) bei den Leuten besser hängenbleiben. Das Video verdeutlicht da ganz gut, was ich meine – zumindest inhaltlich :)

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