Was ist Ihre Great-Place-to-Work-Botschaft? – Teil 3

Artikelreihe von Wolf Rübner
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Was ist ein guter Arbeitsplatz? | Foto: Chris Adamus

Die Überschrift ist nicht zufällig gewählt. Der amerikanische Arbeitgeber-Zertifizierer Great Place to Work ist wohl der bekannteste Arbeitgeber-TÜV.

Das Great Place to Work Modell stellt eine erste Checkliste dar, mit der man sein eigenes Unternehmen durchleuchten kann. Arbeit macht einen großen Teil unseres Lebens aus. Leistung und Produktivität hängen sehr stark von den Arbeitsbedingungen ab. Wohlfühl-Arbeitsplätze sind also keine Liebhaberei des Arbeitgebers, sondern in unserer Dienstleistungsgesellschaft eine sinnvolle Investition. Der Hirnforscher Gerald Hüther betont in einem Interview mit der F.A.S. (Nr. 50/2015) noch einen ganz anderen Aspekt: „Wir sind soziale Wesen. Unser Gehirn strukturiert sich ein Leben lang vor allem aufgrund der Erfahrung mit anderen. Wir sind so angelegt, dass wir immer nach Gelegenheiten suchen, mit anderen gemeinsam etwas zu tun… . Erst die Arbeit macht uns zu Menschen.“
Was erwarten Menschen von ihrem Arbeitsplatz? Eine Studie des TÜV Rheinland aus dem Jahr 2013 liefert wenig überraschende Antworten:

  • Ein gutes Arbeitsklima
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes
  • Interessante Aufgaben
  • Eigenverantwortliches Arbeiten
  • Ein faires Gehalt
  • Aufstiegsmöglichkeiten
  • Eine angenehme Arbeitsumgebung
  • Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

 

Mitarbeiter möchten auch stolz auf ihr Unternehmen sein (vgl. GPTW-Modell). Ein Thema für die Markenführung. Die Arbeitgebermarke ist für Lindner „ein wichtiger Baustein, um sich von den Mitbewerbern abzuheben“. Dazu gehört – wie beim Absatzmarketing – ein Controlling. Dazu werden jährliche die Mitarbeiter von Lindner befragt. Die Ergebnisse münden im LSI Lindner Satisfaction Index.

In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine starke Arbeitgebermarke für die Attraktivität eines Unternehmens beinahe so wichtig wie die (Absatz-)Marke. Es sind nämlich zwei Seiten der gleichen Medaille!

Marken sind unbewusste Vorurteile. Marken lösen Emotionen aus. Arbeitgebermarken auch!


Dies ist der 3. Teil einer Artikelreihe. » Alle Artikel im Überblick



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