Award Shows mit ganzheitlichem Konzept: Beispiel LFK Medienpreis 2016 und der „Media Flashmob“

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Klassische Award Show Konzepte sind mir ein Rätsel. Denn viele von ihnen trennen Award-Inhalte und vermeintlich auflockernde Showacts. Warum? Warum werden keine ganzheitlichen Konzepte entwickelt? Warum fungieren Showacts nur als bespaßendes Beiwerk und werden nicht individuell inhaltlich eingebunden? So wie z.B. beim LFK Medienpreis 2016!

Es gibt zwei Bestandteile, die bei fast jedem Award auftauchen. Erstens die Ankündigungen bzw. Videoeinspieler der Nominierten oder Gewinner. Zweitens irgendwelche Showacts für Zwischendurch. Beides hat inhaltlich zumeist wenig miteinander zu tun. Das Ergebnis ist eine Aneinanderreihung von (buchbaren) Programmpunkten und eine zumeist recht austauschbare Show. Diese Vorgehensweise habe ich noch nie verstanden!

Schließlich gehe ich nicht zu einem Award, um mir irgendeine Tanzshow, Performance oder Band anzuschauen. Sei sie auch noch so gut. Und auf vermeintlich auflockernde Showacts, die das Ganze um eine weitere Stunde in die Länge ziehen, kann ich auch gerne verzichten. Also, warum diese aus meiner Sicht nicht nachvollziehbare und inkonsistente Trennung? Weil man es vielleicht schon immer so gemacht hat?! Weil man versucht, das fehlende Konzept mit schillerndem Beiwerk zu kaschieren?! Egal! Es ist wirklich an der Zeit, das zu hinterfragen!

Award Show des LFK Medienpreises 2016: Media Flashmob

Dass es auch anders geht, zeigt uns der Ansatz des LFK Medienpreises 2016. Gewinnerbekanntgabe und Showact wurden inhaltlich miteinander verbunden – glaubt man der Beschreibung und dem Video. Ein „Statisten-Flashmob“ kündigte mit eigens konzipierten Choreografien die Gewinner an. „Neben dem Moderator saßen 40 Laien und Profis auf der Bühne und führten unter der Leitung der Choreographin Carina Clay durch die Preisverleihung. Zur Show gehörten z.B. ein überdimensionales Scrabble aus Menschen sowie eine Regenschirm-Performance… .“

Nicht nur die Verbindung von Award-Inhalten und individuellen Showeinlagen war eine gute Idee der betreuenden Agentur Pulsmacher. Auch der menschliche und nicht immer ganz perfekte „Flashmob“ überrascht mit natürlicher Sympathie.

Zugegeben, anscheinend konnte auch diese Award Show nicht gänzlich auf klassische Beiwerk-Performances verzichten, aber der grundlegende Ansatz gefällt mir trotzdem gut!

 
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Fotos: Screenshots aus dem Video
 
» Weitere gute Beispiele bietet übrigens der New Media Award


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