Ein Denkmal mit Augmented Reality Anwendung: „Perspektiven zur Freiheit“

Von Katharina Stein 16.2.2021 ~2 Minuten Lesezeit

Augmented Reality ist ideal, um statische Objekte mit Leben zu füllen oder vertiefende Informationen zu liefern. Natürlich auch im kulturellen und künstlerischen Kontext. Die im Oktober 2020 eingeweihte Installation „Perspektiven zur Freiheit“ ist ein schönes Beispiel, wie AR öffentliche Denkmäler bereichern und beleben – und nicht zuletzt Menschen einbinden kann.

Denkmal erinnert an die Friedliche Revolution

Im Herbst 1989 entwickelten sich die ersten Proteste gegen das SED-Regime der ehemaligen DDR. Zunächst in Berlin und Leipzig. Kurz darauf auch in Waren an der Müritz – dort fanden die ersten Proteste im Nordosten und heutigen Meckleburg-Vorpommern ihren Anfang. Die Installation „Perspektiven zur Freiheit“ soll an die dortige Friedliche Revolution erinnern und gleichzeitig zur Teilhabe einladen.

Das Denkmal von Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper besteht zunächst aus horizontalen Tafeln mit Losungen der Friedlichen Revolution. Durch die ausgelaserte Schrift der rechteckigen Tafeln kann das Sonnenlicht hindurchscheinen. Gleichzeitig spenden die Tafeln aber auch Schatten und bilden ein luftiges Dach.  Integrierte Sitzgelegenheiten laden BesucherInnen zum Verweilen ein.

„Freiheit!“, „Freie Presse für freie Menschen“, „Wahl heißt Auswahl“. Die Losungen der Friedlichen Revolution zeigen das Spektrum an Bedürfnissen, Forderungen und Hoffnungen der Menschen, die im Herbst 1989 gemeinsam auf die Straße gingen.

Über eine Augmented Reality Anwendung können die BesucherInnen mehr über die Herkunft der Losungen erfahren. Über eine App wird Foto- und Filmmaterial zu den Demonstrationen von 1989 auf einzelne Texttafeln des Denkmals gespielt. Zudem besteht für ZeitzeugInnen die Möglichkeit, eigene Bilder der Ereignisse in den Bildpool dieser AR-Anwendung einzubringen.


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