Stell Dir vor es ist ein Marketing-Event und keiner weiss es! Wie sinn- & ziellos ist die Live-Kommunikation?

So langsam geht es dem Ende des Jahres zu und 2010 wurde viel diskutiert, wie es denn um die Eventbranche, um die Live-Kommunikation steht. Social-Media, die Wirtschaftskrise und der Fachkräftemangel waren unter anderem auch für die Eventbranche die großen Themen. Aber auch die schlechten Honorare und fehlenden Etats haben nicht an Brisanz verloren.

Was hat sich im Event-Marketing getan, hat sich überhaupt etwas getan? Wo hakt es wieder oder immer noch und gibt es vielleicht auch etwas Positives zu berichten? Bei einem Kaffee mit Mark Jänsch von schatkaplusjänsch haben wir erfahren, wie es ein mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung beschlagener Eventler sieht.

Katharina Falkowski: 2010 war das Social-Media-Jahr. So langsam ist Social-Media auch im Event-Marketing angekommen, aber sehr zaghaft. Warum tut sich die Eventbranche so schwer?

Mark Jänsch: Ich denke, man muss hier zwei Ebenen betrachten. Social Media hinsichtlich der Agenturen selber und Social Media hinsichtlich der Events. Beiden gleich ist etwas für die Branche neues: vielseitiges Feedback. Das ist vielen Kollegen neu: massenhaftes öffentliches Feedback. Zu einem Feedback des Kunden kommt nun neu ein freies Feedback der Teilnehmer und Zielgruppe hinzu und dann auch noch das Feedback der Kollegen aus der Branche. Das ist etwas anderes, als Feedback-Bögen der Vergangenheit. Nun kommt einiges zu Tage und damit muss man erst mal klar kommen. Aber die Eventbranche ist experimentell geworden, das muss man ihr zu Gute halten. Das ist wirklich positiv!


K.F.: Aber ist sie durch den Druck, durch die viele Kritik an mangelnden Markenführungs-Kenntnissen und den Abgesänge der Eventagenturen nicht einfach nur dazu gezwungen. Sprich, möchte die Branche sich wirklich verändern und experimentieren oder ist es nur ein Imagefaktor?

M.J.: Hm, ja das kann ein wenig von beidem sein. Aber ehrlich gesagt ist mir das egal. Hauptsache es wird experimentiert und probiert. Auch durch Imageprojekte, die mal floppen, lernt man dazu! Das ist schon ok.

Was die Markenführungs-Kenntnisse und das allgemeine Know-How der Live-Marketer anbelangt – ja, es sieht wohl wirklich so aus als gäbe es in der Eventbranche einfach zu wenig Know-How, auch was Markenführung angeht! Wenn man sich so umschaut, dominieren in der Öffentlichkeit tatsächlich diejenigen, die am wenigsten Know-How haben. Aber es gibt durchaus eine Menge Know-How und gute, kreative Leute in der Live-Kommunikation. Aber die stehen nicht so im Mittelpunkt. Echte und sinnvolle Kreativität wird in der Branche nur wenig gefördert!

K.F.: Was ist denn „echte und sinnvolle Kreativität“?

M.J.: Nun, es gibt die Kreativität um der Kreativität willen. Die sieht (gegebenenfalls) toll aus, aber bringt für das Unternehmen bzw. für die Ziele des Auftraggebers reichlich wenig. Und es gibt zielgerichtete Kreativität. Sprich Kreativität die gelenkt ist, die genau auf das Image, auf die Ziele des Auftraggebers und des Events ausgerichtet ist – die am Ende Ergebnisse liefert.

Und man muss sich als Eventler klar vor Augen führen, dass am Ende jedes Event eine vertriebliche Zielsetzung hat. Das Hauptziel aller Unternehmen und damit unserer Kunden ist eben das Verkaufen – auch wenn die Kundenbindung oder das Kommunizieren eines bestimmten Images scheinbar im Vordergrund stehen – am Ende wollen alle verkaufen! Und das ist das, was der Branche eigentlich fehlt: Vertriebsverständnis.
Um effektiv mit einem Event zu verkaufen, muss man sich in ganz unterschiedlichen Bereichen sehr gut auskennen und genau hinterfragen was der Kunde will, aber auch was im Rahmen des Möglichen ist um dieses Ziel zu erreichen. Die Zielgruppe, die Ziele und die Kapazitäten des Kunden (wie viele gute Vertriebler können vor Ort sein, wie lange brauchen sie durchschnittlich für ein effektives Verkaufsgespräch etc.) müssen alle untersucht, genau hinterfragt werden. Erst dann hat man ein komplettes Projekt- und Markenverständnis!

Ein guter Event-Marketer muss also neben einer Menge Praxiserfahrung, genau über Vertriebsstrategien Bescheid wissen und diese sinnvoll mit seiner Kreativität und seinem Markenverständnis verbinden können! Und das gibt es halt nicht so oft!

K.F.: Und warum gibt es dieses Eigenverständnis und diese Kenntnisse im Event-Marketing Deiner Meinung nach nicht so oft?

M.J.: Ja, gute Frage! Ich würde sagen erstens, weil sie lange nicht aktiv gefragt waren oder sie auch heute nicht immer gefragt sind. Aus meiner Sicht gibt es viele Events, die keinen optimalen Sinn machen. Wenn man das einem Kunden mitteilt ist eine Angst der Agentur, dass entweder der Event nicht durchgeführt wird, oder sogar der Kunde die Agentur wechselt verständlich.

Und zweitens: wo lernt man das? Ein Eventler braucht viel Praxiswissen, Kreativität und Markenverständnis! Vieles davon kann man gar nicht oder nicht mal eben so lernen. Da hilft auch ein Studium meiner Meinung nach nicht alleinig!

K.F.: Also sagst Du, dass all die neuen Studiengänge für Event-, Messe- und Kongressmanagement etc. nichts bringen?

M.J.: Hart formuliert, aber ja, zumindest als alleinige Qualifikation. Kreativität kann man fördern, aber nicht lernen und da hilft auch ein Studium nicht. Daneben ist eines der wichtigsten Werkzeuge des Eventlers eben auch die Praxiserfahrung und auch das kann man nicht an der Uni lernen. Eine gute Ausbildung reicht in dieser Hinsicht vollkommen aus. Da kriegt man viel praktisches Wissen vermittelt und lernt vom ersten Tag wirklich dazu. Die Agenturen und Unternehmen müssen lernen, dass sie guten Nachwuchs selbst ausbilden müssen. Ein guter Event-Marketer wird man nicht mal eben so!

K.F.: Kommen wir zu einem anderen, eigentlich schon immer aktuellen Thema: Honorare. Seit Jahren wird sich unverändert über die niedrigen Honorare für Events beklagt und unverändert ist die Situation bisher auch geblieben. Aber jetzt kommt doch der Aufschwung und alles wird gut, oder?

M.J.: Ja, momentan reden ja alle wieder vom Aufschwung, ach wie toll! Aber ich würde sagen, gerade jetzt gibt es die schlechtesten Deckungssummen in der Eventbranche! Aber das sind wir alle auch selbst zum Teil schuld, das war nicht nur die Wirtschaftskrise!

In den häufigsten Fällen läuft das so ab: eine Agentur macht ein Angebot und nennt z.B. einen Tagessatz für einen Junior und wie viele Tagessätze für das Projekt notwendig sind. Der Kunde hat aber keinen Bezug zu den Kosten und kann sich nicht vorstellen, dass das Ganze so viel Zeit (und Geld) kostet. Und was machen die Agenturen? Weniger Stunden abrechnen, Kommissionen immer und immer wieder versteckt nachverhandeln damit die Kunden es vielleicht irgendwie verstehen oder akzeptieren. Sprich, die Preisdarstellung vor dem Kunden stimmt überhaupt nicht! Wie soll man so transparente, vernünftige Honorare für seine Arbeit einfordern?

K.F.: Ist die geringe Transparenz oder die falsche Preisdarstellung auch der Grund warum es keine Etats für Event-Marketing gibt? Der Kunde versteht es nicht und weiß nicht dauerhaft zu planen?

M.J.: Dafür gibt es noch einen ganz anderen Grund. Aber auch da ist die Branche ein ganzes Stück selbst dran schuld! Etats machen Sinn, wenn Events in Kampagnen eingebettet sind und ein Teil der Gesamtkommunikation sind, oder in sich als Reihe eine Kampagne darstellen.
Für ein Einzelevent, das die Verknüpfung mit der restlichen Kampagne nicht herstellt oder sogar manchmal noch nicht mal die Verknüpfung zum Unternehmen richtig hinkriegt, braucht ein Unternehmen kein Etat für Event-Marketing zu vergeben! Das ganze muss Sinn machen, für das Unternehmen und für den Besucher. Der Besucher muss das Konzept und die Aussage des Events verstehen, damit letztlich das Unternehmen etwas davon hat – nämlich: der Kunde kauft sein Angebot!

K.F.: Was ist denn Deiner Meinung nach ein aktuelles Beispiel für eine gutes, in der Gesamtkommunikation eingebettetes und idealerweise noch kreatives und zeitgemäßes, Event?

M.J.: Die Telekom Flashmobs sind doch ein recht gutes Beispiel! In der Kampagne “Life’s for Sharing” passt ein Flashmob inhaltlich perfekt rein, weil jemand z.B. am Flughafen etwas Ungewöhnliches sieht und es teilen möchte. Alleine etwas zu erleben macht einfach nicht so viel Spaß. Aber wenn man gerade alleine ist, dann nimmt man es auf, macht Fotos und schickt es an seine Freunde – unter anderem über Facebook und unter anderem eben mithilfe der Telekom und ihrer Dienstleistungen. Und wenn die Telekom dann auch noch direkt vor Ort ist und ihre Dienstleistungen und die Kampagne vorstellt, macht es für den Betrachter Sinn, er versteht es, er versteht die Verknüpfung zwischen dem Event und dem Angebot.

Das muss sich direkt vor Ort alles für den Betrachter erschließen und er muss vor allem das Angebot der Firma verstehen, die diese Aktion angeregt hat und wissen was er warum dort kaufen sollte. Dann ist ein Event sinnvoll und gut integriert.

K.F.: Das setzt aber auch voraus, dass der Kunde ein Gesamtkonzept anstrebt, das zulässt bzw. die Event-Agentur rechtzeitig einbezieht.

M.J.: Ja klar! In Sachen Weitblick und sinnvollen, hinterfragten Marketingaktionen sind die Kunden manchmal nicht weiter! Da hört man manchmal zwei Monate vorher “Och, lass uns doch noch mal ein Event machen und alle einladen“ und wenn man nach einem Ziel fragt, werden große Augen gemacht: “Ein Kundenevent halt”.

Da sind wir als wirklicher Fachmann gefragt, der dem Kunden auch mal die Sinnfrage nicht nur stellt sondern auch mal antizipativ beantwortet.

K.F.: Sprich, die Live-Kommunikation hinkt den anderen Marketing-Branchen nicht hinterher?

M.J.: Nein, finde ich nicht! Die gesamte Marketing-Branche in Deutschland ist nicht die Kompetenteste in meinen Augen, wenn es um die Frage der Zielsetzung und Zielerreichung geht! Marketing ist vielfach zum Selbstzweck geworden. Man macht einen tollen Werbespot oder eben ein Kundenevent ohne darüber nachzudenken wie es in die Vertriebsstrategie rein passt bzw. ob es überhaupt für den Vertrieb dienlich ist. Nach so vielen Jahren haben viele z.B. immer noch nicht verstanden, dass die “Zielgruppe” immer noch nicht “alle” sind! Da wird so viel Geld verschleudert, nur um die Welt zu bespaßen oder irgendetwas zu machen!

K.F.: Wahrscheinlich ist es zu unbequem und zu aufwendig sich mal wirklich Gedanken über sinnvolles Marketing zu machen.

M.J.: Ja und es birgt auch immer ein Risiko. Man hat Angst seine eigenen Fehler und seine eigene Ineffektivität zu entlarven, wobei Fehler nun mal dazu gehören und Effektivität im Marketing per se schwer und nur langfristig darzustellen ist. Meistens heißt es “Hauptsache machen”. Stillstand sieht nicht gut aus und ein schlechtes Event kann man sich mit großem Budget, tollen Effekten und so vielen Besuchern einfach schön reden.

K.F.: Und was heißt das für die Agenturen, wenn der Kunde selbst nicht weiß oder sogar nicht wissen will, wie er es richtig machen sollte?

M.J.: Den Kunden immer ehrlich beraten – sofern es die Agentur besser weiß! Keine Plattitüden vorschieben, die in unserer Branche so gern genutzt werden. Fakten schaffen, Kerninhalte generieren und Events kreieren, die einen Sinn haben, die dem Kunden beim Vertrieb helfen und nicht nach Abschluss einfach verpuffen! Das heißt manchmal auch dem Kunden zu weniger Besuchern, zu einem kleineren, aber spezielleren Einsatz seines Budgets zu raten. Viel hilft nicht immer viel!

Die Branche braucht mehr Selbstbewusstsein! Selbstbewusstsein im Sinne von: wer bin ich, was ist meine Aufgabe! Events und Event-Marketing haben keinen Selbstzweck, sie haben einen Sinn und Ziele und dessen müssen wir uns in der Live-Kommunikation klar werden!

K.F.: Vielen Dank für das sehr interessante und ehrliche Interview!


10 Kommentare
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10 Kommentare

  1. pete

    Schönes Interview und schönes Beispiel, die Telekom Flashmobs. Mich würde wirklich interessieren, ob bei denen jemals eine Eventagentur maßgeblich seine Finger drin hatte. Ich vermute mal nicht, denn integrierte Kampagnen fragt ein Kunde bei seiner Leadagentur an und nicht bei seinen „preferred Event-Partnern“ aus der Liste vom Einkauf. Ich meine: wer fragt schon seinen Reifenhändler danach, welches Auto er kaufen soll?

    Sicherlich ist nicht jedes Marketing-Konzept das Beste, aber nahezu jeder Werbespot dürfte Zielgerichteter sein, als 80% der stattfindenden Events. Und nicht jeder TV-Spot muß als primäres Ziel den Vertrieb und Verkauf im Fokus haben.

    Die Unternehmen sollten endlich aufwachen und von Eventagenturen mehr einfordern. Evententscheider die auf Unternehmensseite so agieren, „…zwei Monate vorher “Och, lass uns doch noch mal ein Event machen und alle einladen“ und wenn man nach einem Ziel fragt, werden große Augen gemacht: “Ein Kundenevent halt”…“ (klasse Beispiel), sind Clowns und haben an dem Schreibtisch an dem sie sitzen nichts verloren. Wären sie für irgend eine eine andere Kommunikationsdisziplin im Unternehmen verantwortlich, wären sie längst gefeuert…

    Hier muss die Veränderung beginnen.

  2. Mark

    Hallo Pete,

    weite Übereinstimmung……..

    Bei dem Anfang der Veränderung nehme ich aber beide Seiten, die Agentur- und Kundenseite in die Pflicht.

    Die Kunden haben über Jahrzehnte von uns „schöne, nette Party“ als guten Event angeboten bekommen.

    Da wundert es nur wenig, dass einem Eventler das benannte Briefing gegeben wird. Würde man ihm ein anderes überhaupt zutrauen?

    Ich denke die Veränderung muss von beiden Seiten aus erfolgen und da wir als Branche wollen, das man mehr in uns sieht, als „schöne, nette Party“ sollte der Impuls von uns aus gehen.

  3. pete

    Hallo Mark,

    herzlichen Dank für Deine Antwort. Da hast Du Recht, mit dem was Du schreibst. Der Impuls sollte von uns ausgehen. Mir macht nur ein bisschen Sorgen, wer diese „UNS“ derweilen alles ist? Die Mehrzahl der „UNSEREN“ kann doch auch gar nicht mehr, als eine „schöne, nette Party“ umzusetzen. Ein anderer Impuls soll doch da gar nicht die Auftraggeber in den Unternehmen erreichen, weil dann würde schnell klar, das sie den neuen Anforderungen nicht gewachsen sind und damit der Kunde schnell weg…

    Die Mehrzahl der im Markt agierenden der Eventagenturen ist Briefing wie auch Interessen der Gäste/Zielgruppe scheiß egal. Sie wollen doch zumeist ein Maximum ihrer eigenen Leistungen verkaufen und damit meine ich, die Dinge die ihnen Umsatz bringen. Ich kenne technische Dienstleister, die bei Unternehmen als Eventler (das macht ja nahezu jeder Dienstleister auf irgendeine Art) auftreten und selbstverständlich in jedem Ihrer Konzepte ein pralles Paket an Ton, Licht, Bühne, Video, Künstler, etc. anbieten und auch ihren Kunden mit einem „das war ja letztes Mal so geil bunt, laut und schön, da setzten wir diesmal noch einen drauf“ verkaufen. Was die TN des Events eigentlich davon halten wird nicht hinterfragt. Nicht einmal die Idee, diese zu befragen steht im Raum.

    An ein solches Unternehmen einen Impuls von Außen heranzutragen ist aus mehreren Gründen schwer:

    1.) Das Unternehmen hält seine Vorgehen für sehr schlau, denn sie glauben so sich die Kosten einer Agentur zu sparen. „Wir arbeiten jetzt direkt mit der technischen Produktionsfirma zusammen, die beim ersten Mal über die Agentur gebucht wurde. Die haben doch sowieso 80% der Arbeit für die Agentur gemacht und ich möchte nicht wissen, wie viel sich hier die Agentur hierbei an Provisionen eingesteckt hat. Die wissen ja auch wie es geht und was wir wollen und das bisschen Hotel buchen und Catering bekommen wir auch ohne Agentur hin.“

    2.) Kann das Unternehmen in der Sache überhaupt einen neuen Impuls zulassen, oder besteht die Gefahr, das der Verantwortliche Gefahr läuft sein „Gesicht zu verlieren“, nämlich dann wenn sich nachweislich herausstellt, dass für die Zielgruppe andere Eventkonzepte wesentlich sinnvoller sind. In den letzen Jahren sind durch die FiKri bei einigen Unternehmen die Eventbudgets um 40%-60% gekürzt worden und dennoch haben die Unternehmen die Anzahl ihrer Events (fast nahezu) aufrecht erhalten, natürlich mit dem Einsatz von DEUTLICH weniger Budget pro Event. Das Problem für den Evententscheider im Unternehmen: die Gäste haben sich absolut NICHT über das Event beschwert. Wäre ich jetzt Vorstand eines solchen Unternehmens würde ich den Evenentscheider zu mir bestellen und ihn fragen, warum es einer FiKri bedurfte um die Ausgaben im Kommunikationskanal Event zu überdenken. Hätte bei einer genaueren Hinterfragung von Wünschen und Bedürfnissen der Zielgruppe, nicht schon vor der FiKri das Eventbudget überdacht und sich deutlich effizienter auf die RICHTIGEN Eventmaßnahmen anwenden lassen? Dann würde ich ihn feuern. ;-)

    3.) Die jetzige Agentur (oder in meinem bsp. technische Dienstleister) wird alles tun, um zu verhindern das ein neuer Impuls an „seinen“ Kunden herangetragen wird. Ich kenne gerade eine Reihe Agenturen die zum Thema Social Media bei Events gegenüber Ihren Kunden etwa so argumentieren: „Alles eine kurzfristige Modeerscheinung, schnick schnack, braucht kein Mensch, lesen Sie doch mal den Blödsinn, der auf Twitter steht. Der Hype ist sowieso bald vorbei. Da würde ich mich an Ihrer Stelle nicht drauf einlassen, was wollen Sie denn machen wenn da sich welche schlecht über Sie und das Event äußern. Am Ende müssen Sie sich noch bei Ihrem Vorgesetzten dafür rechtfertigen… Wollen Sie sowas?“

    Wie auch immer, eine ziemlich spannende Situation. Und ich finde es gut, das hier darüber gesprochen wird. Vielleicht beteiligen sich ja weitere Leser. Am liebsten jemand der mir sagt, dass ich völlig daneben liege… ;-)

  4. Arnim

    Wow, zum Jahresende (wenn nicht zum Ende des Jahrzehnts) kommt noch mal richtig Leben in die Bude. Natürlich liegt Pete völlig daneben, nämlich damit, hier all das öffentlich auszuplaudern, was viele in der Branche wissen und von dem einige sich mitunter sogar trauen, es in internen Diskussionen anzusprechen. Erst vor einigen Wochen beschrieb ein Hamburger Agenturchef im trauten Gespräch den typischen Kundenvertreter als ’so inkompetent, dass wir ihn i.d.R. erst anlernen müssen, bevor wir anfangen können zu arbeiten‘ … Aber sollen/wollen unsere Kunden das wirklich wissen? Dann können wir künftig niemandem mehr ‚eine schöne, nette Party‘ anbieten, um uns an den Dienstleistungsprovisionen gesundzustossen. Dass wir das in den letzten Jahren überwiegend gemacht haben, sieht man schließlich deutlich an den im Vergleich zu anderen Branchen beindruckenden Agenturräumen, hochklassigen Geschäftsfahrzeugen und teuren Outfits der Eventies – ganz zu schweigen von den ans hochnäsige grenzenden Umgangsformen …

    Aber zurück zum Ernst des Lebens: ja, es liegt auch an uns, wenn Events zur Sparnummer im Marketing-Mix verkommen sind und bei jeder kleinen Krise unter den ersten Budgetpunkten auftauchen, die infrage gestellt werden. Das Partyimage wurde vielfach mit stetem ‚höher-schneller-weiter‘ befeuert und die einschlägigen Branchenveranstaltungen und -Messen strotzen bis heute vor Aufwands- und Technikbombast. Wer im Schwerpunkt Ideen anbietet, deren Realisierungskosten nicht die Konzeptentwicklung um ein vielfaches übersteigen, wird bislang nur begrenzt ernstgenommen und gerät mitunter erstrecht in den Verdacht, sich hier einen nicht unerheblichen Teil einfach ‚einzustecken‘. Der Aufbau und die Kommunikation eines Selbstbewusstseins, das die Honorierung einer hochwertigen kreativen und intellektuellen Leistung als selbstverständlich erachtet, hat gerade erst begonnen. Die Zukunft wird also tatsächlich spannend.

  5. Mark

    Hi Pete,

    eigentlich können wir auch telefonieren, für uns zwei brauchen wir noch nicht mal eine (ACHTUNG BULLSHITBINGO) TelKo.

    Du hast auch dieses Mal völlig recht:

    1. wer sind wir und was machen wir? Zu 80% Event-Management in inhaltlicher Abgrenzung zu Event-Marketing.

    2. Es ist schwierig, dies an Unternehmen heranzutragen, sicherlich aus allen von Dir genannten Gründen.

    Aber wenn wir, oder Teile von uns, als Branche, den Unternehmen nicht sagen, das mehr geht, das Geld klüger ausgegeben werden kann und final auch was ein Event bewirken soll und auch kann, wer denn dann?

    Die Frage, die sich mir stellt ist: wer ist womit zufrieden?

    Ich für meinen Teil bin es mit mir und meinem Selbstverständnis nicht, wenn ich nicht Stellung beziehe und eine, aus meiner Sicht fundierte Meinung äußere und auf das bestmögliche Ziel verweise und hinarbeite.

    Natürlich mache ich auch gerne den Umsatz, den es mit „schöner Party“ zu machen gibt.

    Aber: mehr Spaß habe ich an Marketingaufgaben, an der Beratung, an dem AHA Effekt beim Kunden.

    Damit kann ich natürlich Kunden verprellen oder Pitches verlieren. Ist auch beides bereits passiert. Aber ich kann eben auch Kunden und Pitches gewinnen. Ist auch beides bereits passiert.

    Das muss am Ende jeder für sich selber entschieden. Es geht nur meiner Meinung nach nicht, dass man immer Event-Management bewirbt und umsetzt, aber dann lautstark darüber motzt, dass man (selber) nicht als Event-Marketeer und ernst zunehmender Berater und Partner beim Kunden angesehen wird.

    Ich für meinen Teil habe mich entschieden und sage es mit Luther:

    Nicht belegt: Hier stehe ich und kann nicht anders……
    Belegt: ….weil es gefährlich und unmöglich ist etwas gegen das Gewissen zu tun.

    Bei mir gibt es Event-Marketing. Gott helfe mir. Amen

  6. pete

    Hallo Männer, klasse Feedback. Dafür Euch beiden @Arnim und @Mark mein Dank! Ich stimme Euch zu. @Arnim: eine Zukunft für die Eventbranche hat gerade wirklich erst begonnen und sie wird so spannend wie nie (wie z.T. in anderen Kommunikationsdisziplinen auch), denn durch die massiven Abnutzungserscheinungen der dargebrachten Eventformate werden mehr und mehr wahrgenommen und die Frage – und hier möchte ich Deinen Beitrag aufgreifen – ist: gelingt es „der Eventagentur“ diesen (von Dir zu Recht geforderte) Bewusstsein für die Honorierung kreativer und intellektuellen Leistungen beim Kunden zu schaffen? Das gelingt – und das schon über vielen Jahren – den klassischen Agenturen am Besten. Da wird kreative Leistung am ehesten vom Kunden honoriert und bezahlt. Und immer wieder (mehr und mehr) entwerfen diese Agenturen für Unternehmen integrierte Kommunikationskonzepte die sich über eine Reihe von relevanten Kommunikationskanälen erstrecken und eben auch solche, bei denen ein Event im Zentrum der Kommunikation steht. Hier honoriert der Kunde gerne die kreative Leistung. Jung von Matt/Relations z.B. entwerfen solche Konzepte für die Kunden des JvM Netzwerkes. Nimm deren Bsp. „Größte Ü-Ei der Welt“. Die Event-Idee war so brauchbar für die zielgruppenrelevanten Kanäle , dass die Eventidee/-Geschichte/-Inhalt bereits dort vor dem Event rund 200 Mio. Kontakte generierte. Damit war das Event bereits ein Erfolg, bevor es überhaupt stattfand. Die Umsetzung war damit nur noch eine (vielleicht lästige) Pflichterfüllung. Und offensichtlich wurden dafür auch nur die minimal notwendigsten und nötigen Mittel ausgegeben. Warum aber auch mehr?

    Spannend sind für mich aber folgende beiden Tatsachen: 1.) JvM hat mit dem Projekt mehrerer (Event-)Awards, auch den EVA in Gold gewonnen und 2.) JvM stellt sich auf die Bühne des 1.German Event Summit 2010 und sagt: „Wir sind keine Eventler und schon gar keine Eventagentur, dass wollen wir auf keinen Fall sein, damit haben wir nichts zu tun und wollen auch nichts mit zu tun haben“ (sinngemäß wiedergegeben). Ist das nun arrogant oder klug?

    Klug deswegen, weil sie vielleicht erkannt haben, dass sie in der Rolle der „klassischen“ Eventagentur eine denkbar ungünstige Ausgangsposition für eine „anständige“ Honorierung ihrer Kreativleistungen hätten? Klug auch, weil sie genau wissen, das heute Kommunikationskonzepte und -ziele nur erreicht werden und erfolgreich sind, wenn diese in einem Kommunikationsmix gespielt werden? Dafür sinnhafte Konzepte zu entwerfen wird jemanden, auf dessen Visitenkarte „Eventagentur“ steht, eben nur schwerlich abgenommen. Ich meine: wer fragt schon seinen Reifenhändler, welches Auto er kaufen soll. Wer fragt einen BMW-Händler welche Automarke er empfiehlt? Oder den Fischhändler auf dem Markt, welches Gericht er zum Abendessen vorschlägt?

    Damit beantwortet sich vielleicht auch die Frage von @Mark: wer dem Unternehmen sagt was mehr geht… wenn „wir“ es nicht tun. D.h. aktiv angehen und uns endsprechend positionieren. Alternativ bliebe die stumpfe Exekutive von Eventmaßnahmen, für die mittelfristig aber keine Eventagentur mehr gebraucht wird, denn wenn die Kreativagentur das Eventkonzept gemacht und verkauft hat, werden von ihr die Lieferanten für die Exekutive direkt einkauft, das spart Geld bei den Ausgaben und maximiert den Income für die Agentur.

  7. Frank Neuhaus

    Nachdem ich auf diesen Beitrag bei „Twitter“ hingewiesen habe (http://twitter.com/adthink), schrieb Katharina Falkowski mir: „Und was meinst Du? Da interessiert mich gerade Deine Meinung als Marketing-Berater!“

    Kurz zu mir:
    Mein Start in die Kommunikations-Branche begann 1992 mit einer Ausbildung zum Werbekaufmann bei „VOK DAMS“ in Wuppertal und seitdem beobachte ich die Event-Branche kontinuierlich. Während dieser Zeit dachte ich mir immer mal wieder, dass in dieser Branche zwar Marketing-Events stattfinden, aber wenig Event-Marketing betrieben wird.

    Events scheinen überwiegend Einzel-Lösungen zu sein, für die Projekt-orientiert eine Agentur gesucht wird. Auf mich wirkt es so, als gäbe es kaum Agenturen, die für einen Kunden eine langfristige Event-Strategie entwickeln und einen Kunden dann über Jahre hinweg in der Form betreuen, dass die Events nachhaltig aufeinander aufbauen.

    Für die Agenturen nachvollziehbar, aber meiner Meinung nach nicht im Sinne des Unternehmens oder der Aufgabe, scheinen die Agenturen überwiegend das zu verkaufen, woran sie verdienen. Darauf angesprochen, habe ich mal von einer Agentur gehört, dass der Kunde sich ja im Vorfeld überlegt hat, ein Event durchführen zu wollen und warum sollte man ihm dann davon abraten? Mit diesem Wissen sollte es ein Unternehmen also nicht wundern, dass es von einer Event-Agentur nicht Medien-neutral und im Sinne der Unternehmens-Kommunikation strategisch beraten wird.

    Interessant finde ich zurzeit die Diskussion um das Thema „Event + Web 2.0“ bzw. die Integration von „Social Media“ vor, während und nach Events, denn mein Schwerpunkt ist die Beratung und Schulung von Unternehmen und anderen Agenturen in den Bereichen Online- (inkl. Social Media) und Neuro-Marketing.

    Viele (Werbe- und Event)-Agenturen haben in diesem Jahr behauptet, sich auch im Bereich „Social Media“ auszukennen. Als Kunde sollte man vielleicht mal darauf achten, welche dieser Agenturen diese Kanäle denn auch für sich und im bezahlten Kunden-Auftrag über mehrere Jahre hinweg strategisch und kontinuierlich nutzt. Dann wird es nämlich sehr schnell sehr dünn.

    Amüsant finde ich in diesem Zusammenhang auch die Maßnahmen „Flash Mob“ und „Twitter-Wall“, was in diesem Jahr in der Event-Branche scheinbar etwas ganz tolles – für die Web-Szene aber schon im letzten Jahr ein alter Hut war.

    Meiner Meinung nach sollten Unternehmen und Event-Agenturen die Events nachhaltiger in die Strategie der Unternehmens-Kommunikation einbinden und sich ernsthaft mit „Social Media“ beschäftigen. Hierbei sollte aber jeder nur das machen, worin er wirklich erfahren ist. Genauso, wie von der Event-Agentur Spezialisten für Bild, Ton, usw. engagiert werden, sollten auch wirkliche Spezialisten für „Social Media“ (frühzeitig) eingebunden werden.

  8. Katharina Falkowski

    Hallo zusammen,
    erst ein mal vielen Dank an Frank, dass Du geantwortet hast!

    Auch wenn ich Dir und Deinem Eindruck generell zustimmen kann, muss man dazu sagen, dass nicht nur die Eventbranche Dienstleistungen & Angebote verkauft, an denen sie in erster Linie verdient. Ein Unternehmen, das kompetent und unabhängig berät und Kunden Dienstleistungen verkauft, die wirklich im Sinne des Kunden sind, ist überall sehr schwer zu finden!

    Aber natürlich stimmt es, Ziele, Qualität und das Marketing in Event-Marketing müssen in der Tat mehr Bedeutung bekommen!

    Nur viele Jahre waren Eventler keine Marketer, sondern „Praktiker“. Und seit einigen Jahren sollen sie kreative Marketer sein & keine reinen Praktiker mehr – dass das natürlich seine Zeit braucht, ist klar. Vor allem da wir in diesen Diskussionen oft außer Acht lassen, dass der größte Teil der Eventbranche nicht in einer Agentur sitzt und Großaufträge von Audi bearbeitet! Das muss bzw. hätte sich mit der Zeit und mit dem Nachwuchs entwickeln/ sollen – und genau da sehe ich ein weiteres Problem, warum Event-Marketing noch viel reine Umsetzung & wenig Marketing ist.

    Die Kreativen & Marketingorientierten, sozusagen die „jungen Wilden“, gibt es in der Eventbranche fast gar nicht. Dieser kleine, kreative, impulsgebende, anspruchsvolle, in die Öffentlichkeit gehende & verändernde Teil jeder kreativen Marketing-Branche, ist in der Eventbranche besonders klein. In fast allen halbwegs kreativen Branchen sehe ich Blogs & andere Präsenzen von einzelnen Designern, Grafikern oder Marketern und auch den kreativen Nachwuchs.
    Den finde ich auch in der Eventbranche – wenn auch deutlich weniger – aber dafür muss ich mich dort auskennen und wissen wer oder was z.B. Treibhaus 08 ist. Ein Außenstehender kriegt davon leider nicht viel mit. Die Eventbranche ist für mich eine „Insider-Branche“ – jemand der nichts damit zu tun hat, hört & liest auch nichts von ihr. So suche ich z.B. auch fast jedes Mal vergeblich nach Artikeln, die sich um Live-Kommunikation oder Event-Marketing in der Marketing-Fachpresse drehen.

    Und das hat meiner Meinung nach Folgen:
    Es wird sich nicht viel ändern, wenn nicht genug Kreative & Innovative in die Eventbranche gehen bzw. sich nicht zeigen. Ein kreatives, anspruchsvolles & marketingorientiertes Image lockt entsprechenden Nachwuchs an und gestaltet die Zukunft der Branche mit.
    Und da sehe ich das Event-Marketing tatsächlich ein bisschen in die Werbeagenturen/ins Marketing abrutschen – dort sind die Kreativen, die auch immer mehr tatsächliches Event-Marketing machen bzw. die kreativen Ideen beisteuern – so erscheint es für Außenstehende zumindest. Und somit wollen wieder alle Kreativen in die Werbeagenturen, aber keiner (leicht übertrieben;) in die Eventagentur. Und so halten sich neue Impulse & die Weiterentwicklung hin zu mehr Innovation, hin zu mehr Marketing, in der Eventbranche in Grenzen.

  9. pete

    Hallo Katharina, ich teile Deine Meinung völlig. Genau so ist es, auch weil Du für ein Event-Marketing-Konzept nicht mehr 100% Branchen-Kompetenz brauchst. Die meisten Konzepte aus den Marketing- und Werbeagenturen sind Kanal übergreifend, also Mischformen und in solchen Konzepten steckt dann vielleicht zu 30% Event. Und bei der maximalen Unterstützung die man heute von Dienstleistern bekommst, schaffst man diese 30% spielend.

    In der Tat ist es da für einen Kunden schwer, eine objektive Beratung einzuholen. Der Kunde läuft zu dem Partner, der den Kommunikationskanal bedienen kann, welcher am meisten relevant für seine Ziele ist. Die Frage ist nur? Bei welchem Produkt, Marke oder Dienstleistung ist der maximal relevanteste Kanal der des Eventmarketings? Mir fällt spontan nicht eine Marke oder Unternehmen ein… auch nicht bei all den Marken, die um mich herum auf meinem Schreibtisch stehen… Und das macht es für die Eventler doppelt so schwer..

    Ist also z.B. der relevante Kanal der PR-Kanal, konzipiert die PR Agentur die PR-Maßnahmen, aber schnell auch die begleitenden Social Media Aktivitäten, die nötigen Plakatkampagnen und Anzeigen und eben auch die nötigen Events. Vor einigen Tagen habe ich selbst noch in einer solchen Konstellation für eine PR Agentur gearbeitet und die Eventmaßnahme realisiert – als hinzugekaufter Spezialist, nicht als Eventagentur….

    Vielleicht liegt eine Lösung für Kunden in einer Trennung von Konzeption und Durchführung? Eine medienneutrale Beratung und darauf fußend eine Umsetzung (von der finalen Konzeption bis zur Durchführung) mit Leistungspartnern aller relevanten Kanäle am Tisch. Hier kann dann jeder seine stärken in der Exekutive ausspielen.

    Blöd nur, das Eventagenturen selbst bei der Exekutive auch noch maximale Konkurrenz von einer völlig anderen Seite haben, nämlich aus dem gesamten operativen Umfeld von Event-Organisation und -Umsetzung. Also von der großen Schar an Dienstleistern einzelner Gewerke, die – wann immer sich die Gelegenheit bietet – als Eventgeneralist anbieten. In den Weiter- und Ausbildungsseminaren die ich geben sitzen reihenweise Mädels und Buben von Catering-Unternehmen, jeder Form von technischen Unternehmen, wie Audio- und Video-Technik, sowie direkt aus den Eventabteilungen von Unternehmen und machen ihre Ausbildung zum Veranstaltungsfachwirt/IHK. Nach abgelegter Prüfung heuern die für die Eventumsetzung sicherlich keine Eventagentur.

    Die „Totengräber“ der Eventbranche sind m.E. die vormaligen Dienstleister der Event-Exekutive, die heute die Events komplett umsetzen. Die Hotels und ihre Eventmanager, die Caterer, die Ton- und Licht-Unternehmen, die technischen Produktionsfirmen, die Locationbetreiber mit ihren Eventmanagern, die Künstleragenturen, u.v.a.. Ich gönne ihnen alle, das umfängliche Eventbudget ihrer Kunden von Herzen. Das Problem entsteht aber auch dadurch, dass sie damit immer das Selbe für ihre Kunden machen. Kreativität fördert man so nicht. Da verwundert es nicht, wenn eine Werbeagentur dem Kunden einen Eventansatz vorstellt, denn er so von seiner Eventagentur noch nicht gehört hat und er diesen annimmt. Und da verwundert es auch nicht, dass es kaum „junge Wilde“, wie Du es nennst, in der Branche gibt. Und die wenigen, werden aufgrund der besseren Karrieremöglichkeiten sicherlich am allerwenigsten bei einer Eventagentur bleiben. Was soll dort ihre Karriere-Perspektive sein? „Senior Projektleiter“ ??? treibhaus 08 ist eine klasse Sache – als Volontärs-Station in der Bewerbung bei einer großen Werbeagentur…

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