Studie Event-Klima 2012: aktuelle Marktentwicklungen im Eventmarketing

Wie viel Geld wird 2012 in Eventmarketing investiert? Welche Arten von Events sind für Unternehmen besonders wichtig? Die aktuelle Event-Klima Studie 2012 gibt konkrete Antworten und einen interessanten Einblick in die wirtschaftliche Situation und Wahrnehmung der Live-Kommunikation. Zentrale Ergebnisse: der Wirtschaftszweig „Events“ erfreut sich eines stabilen Wachstums; die Wahrnehmung von Events als nachhaltiges Marketing-Instrument ist positiv, findet in der praktischen Umsetzung aber kein adäquates Gegenstück.

Die bereits zum vierten Mal von TNS-Infratest im Auftrag des Forum Marketing-Eventagenturen (FME) durchgeführte Studie, befragte 226 Unternehmen zum Thema Eventmarketing. „Davon 119 der 500 Top-Kommunikationstreibenden in Deutschland, weitere 67 Mittelständler, die selbst Marketing-Events als Kommunikationsmaßnahme einsetzen sowie 64 Event- und Netzwerk-Agenturen.“

Ausgewählte Ergebnisse der Event-Klima Studie 2012

Stabiles Wachstum

Wirtschaftlich ist die Entwicklung der Live-Kommunikation, der Studie nach, stabil und positiv (Abb. Gesamtvolumen, oben). In 2012 erwartet man ein Gesamtvolumen von 2,55 Mrd. Euro. Das ist eine Steigerung von knapp 100 Millionen im Vergleich zum Vorjahr.

Corporate- & Mitarbeiter Events verlieren an Bedeutung

Zuwächse sind jedoch nicht in jedem Sektor der Live-Kommunikation zu erwarten. Corporate- & Mitarbeiter Events werden 2012 voraussichtlich eine geringere Rolle spielen. Die größte Bedeutung haben Public- & Consumer-Events, orientiert am Gesamtvolumen. (Abb. Gesamtvolumen, oben)

Wobei die jeweiligen Budget-Anteile der Event-Kategorien „Public- & Consumer-Events“, „Corporate- & Mitarbeiter Events“, „Charity-, Social-, Cultural Events“ und „Exhibition Events“ zwischen „Top Spendern“ und „Mittelstand“ variieren. (Abb. Anteil Kommunikationsfelder)

Nachhaltige Events vs. projektbezogene Aufträge

Interessant ist auch die eindeutige Einschätzung, dass Eventmarketing nur dann erfolgreich ist, wenn es nachhaltig und langfristig in der Markenkommunikation eingesetzt wird (Abb. Eventmarketing Perspektiven, rechts).

In der Praxis werden Events aber zum größten Teil projektbezogen und ohne langfristige Agentur-Bindungen vergeben (Abb. Auftragsvergabe, rechts). Ein Widerspruch zwischen Theorie und Praxis?! Sicherlich kann auch auch eine projektbezogene Zusammenarbeit in einem gewissen Maße nachhaltig sein. Von Vorteil ist ein ständiger Agenturwechsel für eine ganzheitliche und nachhaltige Markenkommunikation jedoch sicher nicht.

Allerdings muss man auch festhalten, dass sich der Anteil projektbezogener Event-Aufträge im Verhältnis zu 2009 voraussichtlich verringern wird – besonders im Mittelstand.

Social-Media & Events

Sehr erfreulich ist, nun endlich Schwarz auf Weiß zeigen zu können, dass Social-Media bzw. Online-Medien keine Gefahr für Live-Events sind. Marketing-Events bekommen in Zeiten von Social-Media eine wichtige integrative Funktion – dem stimmen 84% der Befragten zu.(Abb. Eventmarketing Perspektiven, links) Zurecht!

 

Agentur-Pitches in der Live-Kommunikation

93% der befragten Agenturen nahmen 2011 an Pitches teil. Eine knappe Mehrheit von 31% pichte 20-29 Mal. Die jeweiligen Pitch-Kosten betrugen bei einer ebenfalls knappen Mehrheit von 30% 11.000 – 20.000 Euro pro Projekt. (Abb. Anzahl Pitches & Pitch-Kosten, rechts)

Auch interessant, 74% dieser Pitches waren unbezahlt. Wenn es ein Pitch-Honorar gab, dann belief sich das in 49% der Fälle auf 1.000 bis 5.000 Euro. (Abb. Anzahl Pitches & Pitchhonorare, rechts unten)

 

Die komplette Studie Event-Klima 2012 ist ab April 2012 in der FAMAB-Geschäftsstelle erhältlich. Die Kosten belaufen sich auf Euro 500,- (FAMAB-Mitlgieder Euro 290,-, FME-Mitglieder kostenfrei). Bestellung bitte per Fax (052 42 / 94 54 10) oder Mail (fme@famab.de) an das FME.

» Weitere Informationen in der Pressemeldung zur Event-Klima Studie


1 Kommentar
Ähnliche Artikel zu diesem
In 4 Schritten auf die Zukunft der Event- & MICE-Branche vorbereiten
Neues Facebook Profil freischalten & einrichten

Ein Kommentar

  1. Wolf Rübner

    Interessant sind nur die qualitativen Aussagen, die Umsatzzahlen gaukeln eine Wirklichkeit vor,
    die es so nicht gibt. Die Stichprobe entbehrt jeglicher Repräsentativität, das lernt man in
    ‚Statistische Methoden‘. Es beginnt mit Definitions- und Zuordnungsproblemen aller Art, gerade in der Veranstaltungswirtschaft.
    Und dann – wer glaubt ernsthaft, daß in Unternehmen überhaupt und dann noch derart unscharfe Event-Kategorien existieren, wie in der Befragung angewendet.
    Wenn man zudem weiß, wie Zahlen „produziert“ werden, wirkt das nur albern. Exakte Antworten kosten die Befragten eine irrsinnige Zeit, die sich nicht haben.
    Solange es wie in anderen Branchen (Gastonomie, Handel, Industrie) keine amtlichen Statistiken und wirklich repräsentative Verbände gibt, die man als Referenzen nutzen kann, ist das Zahlenwerk
    lächerlich.
    Also lieber FME – die qualitative Befragung ausbauen, da steckt auch die Brisanz drin. Dann wird
    vielleicht mit mehr Resonanz über die absurden Pitch-Praktiken diskutiert.

Verfasse ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.