Wie entwickelt man Ideen? 5 systematische Schritte – Infografik

content-marketing-ideen-entwickeln-infografik1

Kreativität bedeutet nicht unbedingt, dass man etwas vollkommen Neues erschafft. Es ist nicht zuletzt die Fähigkeit Unzusammenhängendes neu zu kombinieren, wie es unter anderem der Schriftsteller Arthur Koestler beschrieben hat. Zudem fliegen gute Ideen auch kreativen Menschen nicht immer einfach so zu. Schließlich verfolgt die Kreativität, die wir im Eventmarketing, Content Marketing oder in der Wirtschaft benötigen, auch ein Ziel! Daher macht es absolut Sinn kreative Ideen systematisch anzugehen, einzelne Faktoren zu kombinieren und nicht nur darauf zu hoffen, dass uns „die Idee“ aus heiterem Himmel unter der Dusche einfällt. Wie man es am Beispiel des Content Marketings angehen kann, bringt die folgende Infografik von der CopyPress Community recht gut auf den Punkt. Lässt sich, denke ich, auch gut auf andere Bereiche adaptieren.

5 systematische Schritte für kreative bessere Marketing-Ideen – kurz zusammengefasst

1. Setze Dich mit dem Thema bzw. dem Kunden und seinem Angebot auseinander: Was, Warum, Wie?
2. Identifiziere die Ziele, die der Content aus Kundensicht haben soll: Aufmerksamkeit, Information/Weiterbildung, Animation zur Aktion, Trafficsteigerung?
3. Finde Aufhänger bzw. Verknüpfungspunkte, die sich mit dem Ziel verbinden lassen: z.B. mit aktuellen News, dem echten Leben oder einem persönlichen Bezug?
4. Bringe Emotionen ein: bringe den Leser zum Lachen, lass ihn sich verlieben oder schocke ihn!
5. Überprüfe und untermauere, dass Deine Idee mindestens einen Wert bzw. Nutzen hat: erfüllt sie einen Bedarf, einen Wunsch oder bereitet sie einfach Freude?

Infografik: Wie man Content Ideen entwickelt

content-marketing-ideen-entwickeln-infografik

Quelle: CopyPress Community


5 Kommentare
Ähnliche Artikel zu diesem
Meetings senken den IQ
Event- und Messeboden: Beispiele und Ideen für die Gestaltung

5 Kommentare

  1. Arnim Dahlen

    Mal wieder ein ’netter Versuch‘ in einer endlos langen Kette. Menschen können es offenbar nicht lassen, Kreativität als das Ergebnis einer möglichst lückenlosen Struktur zu sehen. Und die muss man nur aufschreiben, in eine anschauliche Grafik verwandeln und schon entwickeln der kleine Peter aus dem ‚Eventmanagement‘-Kurs und Frau Müller aus dem Chefsekretariat die weltbewegenden Konzepte, die man auf gar keinen Fall irgendwelchen weltfremden Kreativkünstlern überlassen darf ….

    SCNR ;)

  2. Katharina Falkowski

    :)
    Ok, ich scheine hier die Grenze zwischen „Verbessere Deine Vorgehensweise, wenn es Dein Job ist, Ideen zu haben bzw. da kein anderer ist“ und „Wenn es der Job eines anderen ist, gute Ideen zu haben, dann lass die Finger davon“ nicht deutlich genug herausgestellt zu haben! ;)

    Arnim, ich stimme Dir absolut zu, dass das gerade in unserer Branche nicht heißen sollte, dass jetzt jeder den Kreativen spielen soll und kann. Aber wenn es keinen Kreativen in der Firma/Agentur gibt, was oft der Fall ist, ist mir jemand, der seine Ideen inhaltlich auf diese Weise verbessert und ihnen einen sinnvollen Zusammenhang gibt, lieber als vollkommen undurchdachte „Wir-machen-da-mal-was-Aktionen“.

    Andererseits bin ich schon der Meinung, dass eine systematische Herangehensweise eine Idee in die richtige Richtung lenken kann. Vor allem im Marketing, wo es um Ziele und nicht nur um nette Aktionen geht, halte ich das eigentlich für eine normale Vorgehensweise. Kreativität an sich ist natürlich was anderes, aber im Marketing bzw. der Wirtschaft braucht sie meiner Meinung nach unromantische ;) und strukturelle Eckpfeiler, um einen Sinn zu ergeben.

  3. Arnim Dahlen

    Katharina, ich widerspreche Dir nur ungern ;) aber ich bin zutiefst überzeugt, dass genau umgekehrt ein Schuh daraus wird. Die strukturierte Ideenentwicklung durch Menschen, denen diese Welt ansonsten fern ist, führt m.E. zu den meisten ’netten Aktionen‘, denen es am Ende hauptsächlich daran gebricht, dass keine wirkliche Idee auf das Abarbeiten der Checkliste folgt. Spätestens an dieser Stelle sind die kreativen ‚Konzeptioner‘ dann nämlich den entscheidenden Schritt weiter. Die Unterstellung (sic!), es handele sich bei den Kreativen in der Hauptsache um ‚Romantiker‘, die die wirtschaftlichen Beweggründe eines Themas nicht oder nur unzureichend berücksichtigen würden, dürfte in der Praxis keinen Beleg finden. Dort kann man allenfalls feststellen, dass es in zwei von drei Fällen gar nicht erst zur Realisierung kreativer Ideen kommt, weil die Verantwortlichen in den Unternehmen Angst vor dem kleinsten Risiko haben und deshalb für ihre Entscheidung auch früher schon lieber auf ihre Checkliste geschaut haben ….

  4. Katharina Falkowski

    Man kann jetzt vortrefflich darüber streiten, ob so ein Artikel, dazu führt, dass Menschen denken, sie könnten mit diesen Schritten und 2 Minuten lesen, es besser machen als ein „Fachmann“. Oder ob sie ein bisschen was mitnehmen und es ihnen bei ihrem nächsten Projekt, bei dem sie doch alleine (ohne Agentur oder ohne Konzeptioner) arbeiten müssen, ein wenig hilft, das Ganze zumindest zielgerichteter zu gestalten. Ich persönlich hoffe auf Letzteres, weil ich ansonsten nur noch wenig schreiben kann, oder immer drunter schreiben müsste, dass man sich, wenn möglich, bitte an Leute wenden soll, die das können, à la „Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie…“. ;) Das stimmt natürlich. Aber irgendwann muss ich einfach von einem gewissen Menschenverstand ausgehen, der das weiß oder zumindest in der Praxis irgendwann merkt, dass das doch nicht soo leicht ist, wie gedacht. Ich hoffe auch, dass das aus den restlichen Artikeln, Projektbeispielen und Interviews regelmäßig hervorgeht, sodass ich annehmen kann, unsere Leser verstehen das als Tipp und nicht als Ausbildung ;)

    Aber wenn das nicht deutlich genug heraus kommt, dann werde ich das im Artikel nochmals überdenken!

    Ich glaube, das könnte eine lange, interessante Diskussion zwischen uns werden. Wir haben uns ja eh noch nicht persönlich kennengelernt… ;)

    P.S. Zu den Romantikern: Das habe oder wollte ich nicht sagen, sondern nur einen überspitzten Gegenpol zu den kühlen, kalkulierenden wirtschaftlichen Interessen verdeutlichen (So ein Smiley wirkt auch nicht mehr, ich probiers trotzdem wieder ;) Und wenn Du das auf meine Kritik bei Facebook beziehst: ich würde sagen, die wenigsten Marketingevents stammen wirklich aus der Feder eines Event-Konzeptioners ;)

  5. Patrizia Hegen

    Ich verstehe die Diskussion hier ehrlich gesagt nicht. Es geht doch nicht darum, dass Hinz und Kunz einen auf Kreativdienstleister machen sollen, sondern dass Konzepter, Designer, Social Media-Manager o. ä. ihren Ablauf besser – und vor allem zielführender – strukturieren können / sollen.
    Warum? Damit am Ende eben nicht nur eine Idee/ein Konzept herauskommt, dass zwar unfassbar hübsch ist, vielleicht auch Leute anzieht, sondern eben einen langfristigen Nutzen für den Kunden beinhaltet.
    Ebenso muss ich auch sagen, dass es kein „Abarbeiten einer Checklist“ ist, sondern schlichtweg eine strukturierte Arbeitsweise, um sich initial (!) konkret mit der Thematik und dem zu bearbeitenden Bereich auseinander zu setzen. Gerade wenn die Kreativarbeit zum täglichen Brot gehört, ist es durchaus sinnvoll, sich so etwas immer wieder vor Augen zu halten.
    Last but not least: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies bei den meisten Kreativen definitiv so gehandhabt wird – ob nun mit oder ohne solch eine Liste.

Verfasse ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.