Paris immer wieder neu entdecken: Neuheiten, Geheimtipps und Must-Sees für Eventplaner

Paris, die Stadt der Liebe, die Stadt der Mode, die Stadt der Kunst. Egal wie man Paris auch nennt, sie ist und bleibt eine der begehrtesten Destinationen weltweit – auch für Meetings und Events. Besonders spannend für Eventler: die Stadt ist so groß, lebendig und dynamisch, dass man immer wieder hinfahren und etwas Neues sehen und erleben kann. Ein anderes Viertel, ein anderes Thema, ein neues Museum, eine neue Location – Paris scheint unerschöpflich an Ideen und Möglichkeiten. Die Herausforderung besteht allerdings darin, diese neuen, noch unentdeckten oder angesagten Orte zu finden! Deswegen waren wir im Dezember 2016 für Dich drei Tage lang unterwegs und haben uns Neuheiten, Geheimtipps und Must-Sees angeschaut!


» 8 spannende und außergewöhnliche Pariser Locations stellen wir im zweiten Teil unserer Reportage vor!


Paris andere Gesichter

Paris erweckt zumeist ganz typische Bilder und Vorstellungen. Doch die französische Hauptstadt hat viele Gesichter. Das Zentrum bietet zweifelsohne die Highlights und ist entsprechend unfassbar lebhaft – etliche Menschen, Autos, Restaurants, Geschäfte, Sehenswürdigkeiten. In der Innenstadt spürt man den rasenden Puls, der die 12 Millionen Menschen, die in und um Paris herum wohnen, antreibt. Doch Paris kann auch anders. Nicht weit entfernt von der Innenstadt gibt es eigene Stadtzentren, die ein anderes Bild zeigen: ruhiger, entspannter, geradezu gemütlich. Orte an denen auch Pariser schlendern.

Das südöstlich gelegene, aufstrebende Bercy und der ehemalige Weingroßmarkt gehören unter anderem dazu. Die Backsteingebäude der alten Weinhallen wurden zu einer gemütlichen Passage restauriert und teils erweitert. Die Village de Bercy bietet sich zum entspannten Shoppen in kleinen, hippen Läden, Bars und Restaurants an. Das ist ein anderes Paris – in Bezug auf Architektur und Flair. Eine Art eigenes Dorf, wenn auch recht modern. Auch die Infrastruktur sowie das Angebot an Hotels, Locations und möglichen Aktivitäten ist gut ausgebaut, um mit seiner Gruppe in Bercy zu bleiben – wenn man möchte.

Empfehlenswert ist daneben auch das Künstlerviertel bei Montparnasse. Viele berühmte Künstler wie Max Ernst, Matisse und Picasso haben hier einmal gelebt, sich in Cafés getroffen oder gar mit ihrer Kunst bezahlt. Oder aber das Viertel Batignolles, das als Pariser Dorf bezeichnet wird. Der Grund: Früher war es tatsächlich ein Dorf neben Paris. Es ist längst mit Paris verschmolzen, doch die gemütlichen, kleinen Märkte, Parks und pittoresken Straßen sind zu Großteilen erhalten geblieben. Hier begegnet man dem romantischen Paris, wie man es sich eigentlich vorstellt.

Tipps, um das Budget zu schonen

Paris ist zweifelsohne keine günstige MICE-Destination. Doch auch das geht anders, wenn man eine bewusste Auswahl trifft und ausreichend Flexibilität mitbringt. Valérie Exposito-Coitte, Head of Business Development, rät Veranstaltungsplanern: In Paris sollte man Hotels nicht nur nach Sternen auswählen. Es gibt sehr gute 3 Sterne Hotels, die den 4 Sterne Hotels absolut gleichwertig sind, aber das Budget etwas schonen. Ebenso kann man bei der Wahl des Reisezeitraums etwas sparen. Juli und August bieten sich im Sommer an. Im Winter sind der November, Dezember und Februar etwas ruhiger und deswegen günstiger. Der April im Frühling ist auch eine klimatisch und budgetär, gute Option.

Transport

Nach Paris kommt man aus Amsterdam, Köln, Düsseldorf, Essen, Duisburg und seit kurzem auch Dortmund am besten mit dem Zug. Über Brüssel fährt der Thalys mehrmals täglich den Gare du Nord an. Aus Köln braucht er etwas über drei Stunden. So kommt man schnell und komfortabel gleich mitten in der Stadt an.
Innerhalb Paris sollte man mit seiner Gruppe das Autofahren möglichst vermeiden – vor allem während der Stoßzeiten! Mit der Metro ist man deutlich schneller und authentischer :) unterwegs.


Beginnen möchten wir mit Hotel- und Restaurant-Tipps. Locations und Ideen für Rahmenprogramme folgen – Du darfst gespannt sein :)


Hotel Tipps

Renaissance Hotel – schickes Bobo-Flair

Im aktuell angesagten Pariser Viertel rund um den Place de la Republique wurde im April 2016 das Renaissance Hotel eröffnet. Doch das Hotel wollte nicht nur in einem hippen Viertel liegen, es wollte selbst Teil dessen sein. Regionaler Bezug steht daher ganz oben auf der Prioritätenliste. Dazu gehört nicht nur ein gewisses Bobo-Flair (Bobo ist der französische Hipster). Der Pariser Designer ließ sich dafür von den umliegenden Straßen, ihren hippen, international und bunt geprägten Restaurants, Bars und Läden inspirieren. So finden sich in den 121 Zimmern afrikanische, indische, aber auch typisch französische Gestaltungselemente. Wechselnde Ausstellungen und Events mit regionalen Künstler sollen Leben ins Hotel bringen. Dafür wurde übrigens eigens die Stelle des Creative Managers geschaffen!

Neben dem Design greift man auch bewusst auf regionale Lebensmittel zurück, bezieht den Kaffee aus einer Rösterei auf der anderen Straßenseite und bietet ein Pariser Bier an. Eine Besonderheit ist auch das Frühstück im Renaissance. Anstatt klassischem Buffet darf man hier ein à la carte Frühstück am Tisch genießen. Neben frischen, lokalen Produkten kommen auch Veganer nicht zu kurz. Ein sehr schönes bis in Detail durchgestaltetes Hotel mit hohem, aber lockerem Anspruch. Nicht unerwähnt sollte auch der Ausblick aus den Zimmern in den oberen Etagen bleiben: die aufgehende Morgenröte über den Dächern von Paris ist schon eine besondere Begrüßung.

Für kleine Meetings bietet das Hotel im Untergeschoss einen Boardroom sowie zwei kleine Räume, die man auch miteinander verbinden kann. Pausen-Snacks können im Flur, in der Bar oder auf dem schicken Innenhof des Hotels eingenommen werden.

Hotel Le Roch – Frankreich pur

Auch das Le Roch ist neu und ganz sicher ein Highlight unter den Pariser Boutique Hotels! In äußerst zentraler Lage, circa 12 Minuten Fußweg vom Louvre entfernt, hat die kleine Hotelgruppe im Juli 2016 ihr erstes 5 Sterne Hotel eröffnet. Mit nur 32 Zimmern und 5 Suiten bietet es einen intimen Rückzugsort für kleinere Eventgruppen. Das französische Flair mit schweren, dunklen Stoffen, der Blick in die schmalen Pariser Gassen oder Innenhöfe erfüllt alle Erwartungen an ein kleines Hotel mitten in Paris.

Meetingräume hat das Le Roch nicht, jedoch kann man die Suiten leicht umbauen und für exklusive Events mit 30-35 Personen nutzen. Alternativ bietet der gemütliche Loungebereich sowie die Innenhofterasse eine elegante Location in Paris.

Hotel: Off Seine – hippe Ruhe auf dem Wasser

Ebenfalls neu ist das erste schwimmende Hotel in Paris. Das Off Seine wurde im Juni 2016 eröffnet und hat sich schnell als neue In-Adresse herumgesprochen. Am Quai d’Austerlitz, direkt neben der Cité de la Mode et du Design (eine Art Zentrum für Mode und Design) und nicht weit entfernt von Bercy, hat man sich ein aufstrebendes und wachsendes Viertel in Paris ausgesucht. Die öffentliche Bar mit Terrasse und Pool lädt mit ihrem schicken Design und den äußerst lässigen Mitarbeitern zum Entspannen vom Großstadttrubel ein – und ist wohl die perfekte Selfie-Kulisse.

Auf zwei Etagen verteilt, bietet das Hotel 54 Zimmer und 4 Suiten, darunter die außergewöhnliche Designer Sunset Suite ganz in Orange. Eine Galerie mit Gemeinschaftsfläche verbindet die Zimmer in der Mitte. Wie man es auf einem Schiff erwartet, ist der Platz auch in den Zimmern begrenzt. Und ebenfalls nicht ganz überraschend, die Seine macht sich mit leichten Schaukelbewegungen schon bemerkbar.

Hilton Opera Hotel – das erste Pariser Luxushotel

Das Hilton Opera ist im Gegensatz zu den anderen Hotels bereits über 120 Jahre alt. Es wurde für die wohl berühmteste Weltausstellung 1889 erbaut, war das erste Luxushotel in Paris und steht heute unter Denkmalschutz. Es liegt direkt am Regionalbahnhof Gare Saint-Lazare und hatte damals einen direkten Zugang vom Bahnhof in das Hotel.

Heute erstrahlen die 268 Zimmer auf 5 Etagen sowie der Grande Salon in einer Kombination aus historischen und modernen Elementen. In der imposanten und verwinkelten Architektur befinden sich mehrere Restaurants und Bars, darunter auch ein recht neues und hippes Bistro mit selbst gebackenem Brot und süßen Leckereien.

Mit 6 Tagungsräumen und einem großen Saal, mit und ohne Tageslicht, bietet das Hotel eine Eventfläche von insgesamt 800qm. Besonders gut hat uns die Hidden Bar im Stil der 20er Jahre gefallen. Wie in den Zeiten der Prohibition üblich, wurden viele Bars versteckt betrieben. Heute “versteckt” sich die kleine Bar hinter einer Tür, die auf den ersten Blick wie ein Bücherregal aussieht. Da der Raum erst kürzlich mit diesem, neuen Konzept eröffnet wurde, ist er aktuell tatsächlich noch ein kleines Geheimnis mit Überraschungseffekt.


Restaurant Tipps

Denkt man an Paris, denkt man gleich an gutes Essen. Doch in Pariser Restaurants geht es nicht allein um hervorragendes Essen. Sehen und gesehen werden gehören ebenfalls dazu. Und das geht natürlich am besten in den jeweils angesagtesten Hotspots. Hier sind drei Tipps.

Brasserie Rejane

Die Brasserie Rejane ist ein neues Restaurant, das zum Nolinski Hotel gehört. Es ist der Idealtypus einer retro-schicken Brasserie. Hohe Decken, eng beieinander stehende Tische, Servicepersonal in Westen, hervorragende französische Küche und Mittags platzt sie aus allen Nähten. Wenn noch Platz für ein Dessert bleibt, sollte man die Kreationen des Pâtissiere Yann Brys, Meilleur Ouvrier de France 2011 (Bester seines Handwerks 2011), probieren. Alternativ kann man sie auch einzeln kaufen und z.B. als Gastgeschenke oder Give Aways verschenken.

Monsieur Bleu

Das Monsieur Bleu liegt auf der anderen Seine-Seite, schräg gegenüber vom Eifelturm. Ganz neu ist es nicht, aber anscheinend immer noch ziemlich angesagt. Hier trifft man – so heißt es – auf die Schönen und Reichen, Stars und Sternchen. Entsprechend schwierig kann es sein, einen Tisch (am besten am Fenster oder auf der Terrasse mit Blick auf den Eifelturm) zu bekommen. Das edle Restaurant mit gehobener, französischer Küche zelebriert die 20er Jahre in einer modernen Interpretation. Im Obergeschoss gibt es einen kleinen, separaten Raum mit Bar, den man für ein privates Dinner oder ein kleines Event mit maximal 45 Personen mieten kann. Das ganze Restaurant als Location zu bekommen ist dagegen eher schwer, da man hier sehr genau aussucht, was zum Image passt.

Champeaux

Alain Ducasse ist jedem Feinschmecker ein Begriff. Er gilt als einer der weltbesten Köche mit den meisten Michelin Sternen. Das Champeaux ist eines seiner neuesten Restaurants: eine zeitgenössische Brasserie. In der Nähe des Centre Pompidou hat er sich eine zentrale Location in der neuen Markthalle Les Halles gesichert. Die moderne, gehobene französische Küche soll jedem und zu jedem Anlass, locker oder festlich, offen stehen. Diese angenehme Kombination ist nicht nur eine Floskel, man spürt sie wirklich – und fühlt sich dabei ausgesprochen wohl!

Das Signature Dish des Champeaux sind seine Soufflés. Die herzhafte oder süße und zugegeben nicht sehr leichte Eierspeise ist definitiv ein Genuss. Daneben sollte man auch einen der erstklassigen und teils eigens kreierten Cocktails probieren. Ein hervorragender Service, der Professionalität und lockeres, sympathisches Auftreten perfekt miteinander verbindet, rundet das Erlebnis ab. Wir haben uns lange nicht mehr so kompetent und doch völlig zwanglos betreut gefühlt!

Optisches Highlight des modernen, gemütlichen, aber sichtlich ausgesuchten Designs ist die große Flughafentafel, die klappernd Speisen und Weine des Tages ankündigt.

Für kleine Gruppen von bis zu 14 Personen steht auch ein etwas separierter Raum mit sehr wohnlicher Atmosphäre zur Verfügung.


Kontakt & Infos: Paris Convention and Visitors Bureau

Wenn man ein Event oder Meeting in Paris plant, ist es ratsam auf Kontakte vor Ort zurückzugreifen. Das Convention Bureau unterstützt Dich mit Informationen, Tipps und weiterführenden Kontakten z.B. zu DMCs. Auf der Website finden sich bereits einige gut sortierte Informationen und Suchmöglichkeiten.


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