Zeitenwende auf dem Arbeitsmarkt: Interview mit Burkhard Schmitz von Broich Catering – Teil 7

In der Artikelreihe „Zeitenwende auf dem Arbeitsmarkt“ hat Wolf Rübner nicht nur die Arbeitsmarkt-Entwicklung beleuchtet, sondern auch vier Unternehmen zu ihren konkreten Maßnahmen interviewt. Nach den umfangreichen und interessanten Aktivitäten der Lindner Hotels, spricht diesmal Burkhard Schmitz, geschäftsführender Gesellschafter bei Broich Catering über Mitarbeiter Rekrutierung, Arbeitgeber-Marke und Mitarbeiterbindung. Interessant, wie unterschiedlich die Ansätze und Denkweisen sowie ihre Tiefe aussehen können.


Interview mit Burkhard Schmitz, geschäftsführender Gesellschafter Broich Premium Catering – Teil 7

Seit der Gründung im Jahr 1891 hat sich das Unternehmen der Familie Broich Schritt für Schritt zu einem modernen Event-Catering für nationale und internationale Veranstaltungen aller Art entwickelt. Beschäftigt werden 125 feste Mitarbeiter.

Wolf Rübner: Auf welchen Wegen rekrutieren Sie neue Mitarbeiter?

Burkhard Schmitz: Hauptsächlich arbeiten wir mit Plattformen wie Jobsterne und GastronomieCareer, also Medien, die sehr branchenspezifisch sind und genau die potenziellen Mitarbeiter ansprechen, dessen spezifische Fachkenntnisse erforderlich sind. Darüber hinaus haben wir Kooperationen mit verschiedenen Schulen und bieten dort Bewerbertrainings und Praktika an und stellen uns als Arbeitgeber vor. Auch besuchen wir Job-Messen oder Azubi-Speed Datings, um uns im Markt zu positionieren und unsere Ausbildungsberufe vorzustellen. Darüber hinaus rekrutieren wir unsere Fach- und Führungskräfte aus unseren eigenen Reihen, da wir in der Broich Akademie die Mitarbeiter so bedarfsgerecht schulen und weiterentwickeln, dass wir sie optimal auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen vorbereiten.

W.R.: Welche Bedeutung hat die Arbeitgeber-Marke für Ihr Unternehmen?

B.S.: Broich hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte stark weiterentwickelt. Wir sind nicht nur als exklusiver Premium-Caterer sondern auch als Experte im Bereich Location Management gewachsen und haben unser traditionelles Familienunternehmen zu einem innovativen und modernen Unternehmen entwickelt. Dabei haben wir unsere Wertvorstellungen den Anforderungen der Kunden und Mitarbeiter angepasst und sind uns dennoch treu geblieben. Die Marke Broich steht für 100% Perspektiven, 100% Sicherheit und 100% Glaubwürdigkeit.

W.R.: Welche Maßnahmen setzen Sie zur Mitarbeiterbindung ein?

B.S.: Das wichtigste Gut eines Unternehmens sind kompetente Mitarbeiter. Und wie man weiß ist ein Mitarbeiter am zufriedensten, wenn man ihm Verantwortung überträgt. Alle anderen Dinge wie Vergütung, Titel, Statussymbole oder andere Dinge kommen erst weit danach. Unsere Mitarbeiter erhalten völlige Transparenz über den aktuellen Status Quo des Unternehmens. Mit regelmäßigen Meetings schärfen wir den Blick für unternehmerisches Denken und Handeln und erarbeiten gemeinsam mit der Mannschaft sogenannte Fokuspläne damit wir, wie der Name schon sagt, den Fokus auf dem Weg zum Ziel, nicht verlieren. Denn, wenn jeder seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet und den Mehrwert sieht, ist auch jeder zufrieden. Das ist das beste Instrument der Mitarbeiterbindung. Natürlich bieten wir auch noch viele weitere Dinge wie beispielsweise Karrieremöglichkeiten durch persönliche Entwicklung und Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten, gute Vorgesetzte und eine faire Vergütung und Benefits.

W.R.: Existieren verbindliche Führungsgrundsätze oder ein Unternehmensleitbild?

B.S.:„Wir verschenken Augenblicke“ ist unser Motto, auf dem wir unser Broich-Credo aufbauen. Hier wird unsere Vision und Mission konkretisiert sowie deutlich gemacht, was unser Selbstverständnis ist. Darüber hinaus erhält jeder Mitarbeiter eine sogenannte 10+ Karte, in der alle unsere Grundsätze und Leitlinien noch einmal erklärt werden. Zu Beginn jeden Jahres wird, darüber hinaus, ein ManagementBook durch die Führungskräfte erstellt, mit welchem die Kolleginnen und Kollegen im täglichen Doing arbeiten. In unserer Broich Führungskraft lernen junge und angehende Führungskräfte, was es bedarf, ein Team zu führen – und da gehört eine Menge zu.


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