Eine Wohnung im Jahr 2050 als Rauminstallation über die Folgen des Klimawandels

Rauminstallation „Mitigation of Shock“ macht die Folgen des Klimawandels erlebbar

Von Katharina Stein 1.6.2021 ~2 Minuten Lesezeit

Wie werden wir leben, wenn der Kilmawandel weiter voranschreitet? Wenn Lieferketten unterbrochen sind, die Ernährung nicht mehr sichergestellt werden kann und die wirtschaftliche und politische Lage fragiler geworden ist? Ein komplexes und zugleich abstraktes Thema, das sich nur schwer in seiner ganzen Tragweite vermitteln lässt. Eine Rauminstallation nutzt die Vorteile der Live-Kommunikation und versucht die Folgen des Klimawandel greifbar zu machen – über eine fiktive Wohnung im Jahre 2050.

Die Rauminstallation „Mitigation of Shock (London, 2050)“ ist ein Versuch, die Komplexität und die Folgen des Klimawandels als greifbare Geschichte zu verdeutlichen. Nach umfangreichen Recherchen und Interviews mit Experten der NASA, des UK Met Office und des Forum for the Future entwarf das Designbüro Superflux eine fiktive Wohnung, wie sie im Jahr 2050 in London existieren könnte. Sie basiert auf aktuellen und fundierten Daten zum Klimawandel und lässt uns in eine prognostizierte Zukunft schauen, die derzeitige Entwicklungstrends fortführt.

Die behagliche, bekannte und zugleich befremdliche Einrichtung lässt BesucherInnen erahnen, wie unser Leben im Kontext des Klimawandels und seiner Folgen aussehen könnte. Details wie Bücher über „neues Fleisch“ und Rezepte mit Insketen oder den Raum dominierende „smarte Anlagen“, um Lebensmittel in der eigenen Wohnung anzubauen, verdeutlichen die alltäglichen Folgen einer schwindenden Ernährungssicherheit.

Aus dem Fenster sind improvisierte Unterkünfte von Menschen zu sehen, die infolge des Anstiegs des Meeresspiegels und extremer Wetterereignisse betroffene Gebiete verlassen mussten. Weiter weg ist aufsteigender Rauch zu sehen, der aufgrund regelmäßiger sozialer Unruhen fast zur Normalität geworden ist. Die Skyline ist von teils unvollendeten Hochhäusern geprägt, die an eine wohlhabendere Zeit erinnern, und als Monumente der Hybris einer ansonsten vergessenen Zeit gelten.

Mit dieser Rauminstallation möchten die GestalterInnen nicht nur auf die realen und zeitlich gar nicht fernen Bedrohungen des Klimanwadels aufmerksam machen. Die Wohnung zeigt zugleich, welche Methoden und Strategien wir entwickeln könnten, um in Zukunft nicht nur zu überleben, sondern uns trotz der Einschränkungen gut weiterzuentwickeln.

Rauminstallation „Mitigation of Shock“: Wie werden wir in Zukunft und mit den Folgen des Klimawandels leben?


 

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