amiando Studie: Twitter Nutzung bei Events & Tipps für Ihre Veranstaltung!

amiando hat eine sehr interessante Studie durchgeführt, bei der sie Twitter-Nutzer und Tweets vor, während und nach zehn verschiedenen Events beobachtet und ausgewertet haben! Insgesamt berufen sie sich auf eine Untersuchung von insgesamt 31.442 Tweets von 9.736 Twitterern. Ziel war es Genaueres über 1. die Twitter-Nutzung von Besuchern, 2. die Laufzeit von Themen und Inhalten und 3. über die aktivsten Twitter-Nutzer im Rahmen eines Events herauszufinden. Die Ergebnisse bestätigen bereits bekannte Verhaltensweisen bei Twitter, bringen aber auch interessante Neuigkeiten zu Tage. Aber das Besondere: amiando gibt auch konkrete Tipps wie man die Aktivität bei seinem Event steigern kann!

Hier die zentralen Ergebnisse & Tipps übersetzt und zusammengefasst:

1. Die meisten Events haben weniger aktive Twitter-Nutzer als Besucher!
Das überrascht an sich erst mal nicht, dass es bei den meisten Events im Verhältnis mehr Teilnehmer als aktive Twitterer gibt.

Interessant für Sie ist, dass es sehr stark von den Inhalten und der Möglichkeit online zu partizipieren abhängt. Zum Beispiel beteiligen sich deutlich mehr Twitter-Nutzer, die selbst nicht vor Ort sind, wenn es mehr Materialien zur Verbreitung im Internet gibt. Beispielsweise Präsentationen oder Live-Streaming. Sie sollten Ihren Besuchern und interessierten Twitter-Nutzer also etwas zu tweeten geben!

In dem Zusammenhang ist es natürlich sehr wichtig Tweets zu seiner Veranstaltung zu beobachten und auch selbst zu beeinflussen. Negative Kritik von Teilnehmern können eine Gefahr sein, wenn Sie aber selbst dabei sind, können Sie Probleme erklären oder idealerweise einfach lösen und nicht zuletzt auf Ihre Materialien hinweisen, Diskussionen anregen und führen.

2. Die meisten Tweets werden während des Events gepostet!
Durchschnittlich 60% der Tweets wurden während der Veranstaltung gepostet. 18% davor und 22% danach.

3. Knapp 90% der Tweets sind inhaltlich neutral!
Um jedem, der sich vor negativen Kommentaren in Social-Media fürchtet, die Angst zu nehmen – es gibt eine gute Nachricht: nur 0,35% der untersuchten Tweets waren inhaltlich negativ! 8,45% waren positiv und die große Mehrheit von 91,2% waren neutral.

4. Die meisten Tweets beinhalten allgemeine Informationen!
Interessant finde ich auch die noch genauere Auflistung der Inhalte vor, während und nach den Events! Eine tolle Orientierung für jedes Event um entsprechende – anscheinend interessierende – Inhalte zur Verfügung zu stellen! Dabei sind allgemeine Informationen zur Veranstaltung und zu den Inhalten anscheinend am beliebtesten.

Wichtig für Sie als Veranstalter ist also: gerade während des Events sollten Sie Twitter und Social-Media allgemein besonders viel Aufmerksamkeit schenken! Das ist die Zeit in der die Twitter-Nutzer am aktivsten sind und sie am meisten bewirken können!

Desweiteren ist es sehr vorteilhaft nicht nur während des Events, sondern auch danach z.B. Präsentationen, Vorträge, Fotos etc. online zu veröffentlichen. Diese Informationen werden nach einem Event am häufigsten verbreitet und machen Ihr Event in den nächsten Tagen noch zum diskutierten Thema!

5. 35% der Twitter-Nutzer sind für 80% der Tweets verantwortlich!
Dies ist eben nicht neu, bestätigt aber wieder einmal die Tatsache, dass es einige wenige sehr aktive Twitterer gibt, die für die meisten Inhalte bei Twitter verantwortlich sind. Das bedeutet auch, dass diese kleine Gruppe der aktiven Twitter-Nutzer sehr einflussreich sind.

Das bedeutet somit für Sie, dass Sie diese Power-User identifizieren und sich um sie besonders gut kümmern sollten! Stehen Sie ihnen Rede und Antwort und machen sie sich ihre Tweets und ihre Reichweit zu Nutze. Sprich retweeten sie ihre Kommentare, treten sie mit ihnen in einen Dialog und beobachten sie die Entwicklung ihrer Tweets genau um gegebenenfalls eingreifen zu können. Nichtdestotrotz können Sie sich auch um die Twitter-Nutzer mit wenigen Tweets kümmern und sie z.B. mit persönlicher Ansprache animieren sich weiterhin zu beteiligen!

Die komplette englische Studie von amiando können Sie sich hier runterladen!


7 Kommentare
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7 Kommentare

  1. pete

    Lässt die „private conversation“ während des Events nicht in Teilen auch darauf schließen, dass das Event-, bzw. Tagungsformat nicht maßgeblich auf die Bedürfnisse der TN einzahlt? Stichwort „Generation Y“ (16-27 Jahre) und deren Erwartungen an eine Tagung.

    Tagungsplanern sollte endlich klar werden, dass sie ihre Tagung- und Event-Formate überarbeiten müssen. Dazu müsste man allerdings wissen WIE? Und das ist weder in den Event-Units der Unternehmen bekannt, noch auf Eventagenturseite (die man eigentlich als Absender einer solchen Studie erwarten dürfte).

  2. Katharina Falkowski

    @pete
    Hm, ich denke nicht, dass das der Fall ist. Private Tweets gibt es ja auch, wenn ein Event über Social-Media gut betreut ist. Ist doch gut, wenn die Besucher/Interessierten sich über Twitter privat in Bezug auf das Event austauschen – ich würde sagen, eher ein Zeichen für Involvement.

    @Dennis von Ferenczy
    Super, vielen Dank für den Hinweis!

  3. Dorothea Martin

    Ganz gutes Beispiel, wie sehr es hilft, Blogposts, Slideshares, Fotos und Videos der Vorträge zu sammeln, ist die Dokumentation der stARTconference in Duisburg. Noch zwei Wochen nach der Konferenz taucht sie bei Twitter auf (#stART10), alle verfügbaren Infos sind auf einer flavor.me Seite einsehbar, um live-blogging, twittern, fotografieren und filmen wurde explizit gebeten. Es hat sich gelohnt, finde ich, obwohl weniger Blogger da waren als gedacht. Und getwittert wurde während und nach Event recht ordentlich, zumeist themenspezifisch. Die privaten Tweets waren eher ein „bin jetzt da und da, Treffen dort?“

  4. Katharina Falkowski

    @Dorothea Martin
    Sehr schönes Beispiel! Danke.
    Für alle, die es etwas genauer nachvollziehen wollen, hier ein paar Links dazu:
    http://www.startconference.org
    http://flavors.me/startconference
    http://twitter.com/search?q=%23stART10

    Ja genau, unter den „private conversations“ verstehe ich so etwas wie „Treffen wir uns gleich in Vortrag xy?“ oder „Wo gehen wir gleich essen?“. Aber für mich ist das ein gutes Zeichen und zeigt eher, dass diese Besucher Twitter bereits sehr selbstverständlich nutzen.

    Neben den Materialien, die online zur Verfügung gestellt werden, denke ich, liegt es auch noch sehr (in Deutschland) an den Besuchern. Bei einem Event mit den viel besagten „Entscheidern“ oder klassischen Geschäftsführern etc. wird es wohl recht schwierig viele Social-Media Aktivitäten anzuregen. Da müssen die Konzepte für Events nicht nur – mit dem Hammer ;) – auf Social-Media ausgerichtet sein, sondern ganz genau auf die Zielgruppe!

  5. Dorothea Martin

    @Katharina: Die Ausrichtung auf die Zielgruppe ist oft der Knackpunkt, wenn es um die Verschränkung von Event und Social Media geht. Gerade bei Events im B2B Bereich will man zwar die Teilnehmer vernetzen – aber bitte nicht mit dem Rest der Welt. Das ist dann aber die Herausforderung ;-).

  6. pete

    schon richtig was Ihr sagt, allerdings ist eine VA wie die stART10 kein repräsentatives Beispiel für die „durchschnittliche deutsche Unternehmenstagung“. Auch weiß ich gar nicht, ob es so falsch ist, wenn sich im B2B Bereich TN vernetzten und der Rest der Welt das wahrnimmt, wenn dieser sich dafür interessiert und online sucht.

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