Highlights der Ars Electronica 2016: fünf außergewöhnliche Performances & Shows

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In diesem Jahr waren wir zum ersten Mal auf der Ars Electronica. Einem Festival, das sich den Schnittstellen zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft widmet. Wissenschaftler, Künstler und Designer stehen hier auf gleicher Stufe, experimentieren mit zukunftsweisenden Technologien, schaffen außergewöhnliche Produkte, Installationen, Performances und laden zum interaktiven Austausch.

Scheinbare Gegensätze verschmelzen auf der Ars Electronica zu einer unglaublich spannenden, inspirierenden und sich gegenseitig bereichernden Community. Da wo Wissenschaft und Technologie manchmal trocken oder zu komplex scheinen, hilft die Kunst bei der spielerischen und berührenden Vermittlung. Da wo Kunst manchmal abgehoben wirkt, helfen Wissenschaft und Technologie einen gesellschaftlichen Nutzen weiterzuentwickeln. Eine unserem Eindruck nach inhaltlich sehr anregende Mischung, die zusätzlich durch eine unglaublich offene und kommunikative Stimmung ergänzt wird. Wie Du merkst, wir kommen begeistert von unserer ersten Ars Electronica und können nur sagen: ein Besuch lohnt sich! :)

Neben unseren » Fotos von der Ars Electronica haben wir Dir auch unsere persönlichen Highlights mitgebracht. Den Anfang machen 5 außergewöhnliche Performances und Shows. Im 2. Teil stellen wir 4 fantastische Klang- und Rauminstallationen vor.

Highlights der Ars Electronica 2016: 5 außergewöhnliche Performances & Shows

Audiovisuelle Performance von Lightstorm & Funkstörung

Auf der Ars Electronica haben sich die Entwickler des Lightstorm mit dem elektronischen Musikprojekt Funkstörung zusammen getan. Gemeinsam zeigten sie eine audiovisuelle Performance im Rahmen des Opening Events in der PostCity.

Der Lightstorm besteht aus einem zwei Meter hohen, aus durchsichtigen Planen gebauten, Zylinder. Am Rand befinden sich mehrere vertikal befestigte LED-Streifen. Wenn sich der Zylinder mit bis zu 35 km/h dreht, entsteht der Eindruck von „Luftzeichnungen“, pulsierende Schriften und Bilder erscheinen. Gemeinsam mit Funkstörung entstand eine fesselnde audiovisuelle Gesamtkomposition, die für uns definitiv ein Highlight des Festivals war.

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The Kankisenthizer von Ei Wada

Wie dem regelmäßigen Leser vielleicht schon aufgefallen ist, habe ich eine Schwäche für Projekte, die aus alltäglichen Gegenständen entstehen. Und daher darf der japanische Künstler und Musiker Ei Wada an dieser Stelle nicht fehlen! Aus konventionellen Ventilatoren und Photozellen entwickelte er ein spektakuläres Musikinstrument, das sowohl auditiv als auch visuell beeindruckt.

Mehrere Reihen von Ventilatoren werden dabei von hinten beleuchtet. Die Ventilatorenblätter unterbrechen das einfallende Licht jeweils ganz kurz und erzeugen abwechselnd Licht und Dunkelheit. Vom Menschen nicht mehr wahrnehmbar, aber von Photozellen, die auf der anderen Seite angebracht waren. Die dadurch erzeugten Schwingungen werden als Ton umgesetzt. „Wird der Ventilator nun schneller gedreht, wird die Welle kürzer und damit der Ton höher. Wird die Rotation der Ventilatoren abgebremst, verringert sich die Tonhöhe.“ Schwer zu erklären, schwer zu verstehen und auch ein bisschen verrückt, aber eine fantastische Show!

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Drone 100

Über Drone 100, einer Choreografie und Lichtshow der 100 mit LEDs bestückten Drohnen, haben wir bereits im Blog ausführlicher berichtet. Sie war sicherlich das Highlight der Ars Electronica 2016. Am 10. September 2016 flogen sie eine neue, eigens für die Ars Electronica gestaltete Performance über der Donau. Dreidimensionale Motive wurden von der Musik des Linzer Soundkünstlers Sam Auinger begleitet. Im Anschluss war der Weltrekordflug, der im November 2015 in Hamburg erstmals umgesetzt wurde, zu sehen. Tatsächlich erzeugen die Drohnen eine irgendwie ganz besondere, friedvolle, harmonische und deswegen umso faszinierende Wirkung. Die sanfte und leise Variante unter den Lichtshows! Gefällt mir!

Leider war der Donaupark nur vollkommen überfüllt und das Gedränge alles andere als ein schönes Live-Erlebnis. Hohe, das Blickfeld störende, technische und werbliche Aufbauten taten ihr Übriges dazu. Leider ein recht unpassendes Ambiente für die eher zarte Spaxels Lichtshow.

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„Roboaction(s) A1 K1“ Kunstaktion von Dragan Ilic

„Roboaction(s) A1 K1“ ist eine gemeinsame Kunstaktion von Mensch und Maschine. Der Künstler Dragan Ilic ließ sich vertrauensvoll an einen Roboterarm schnallen, der ihn an der Leinwand entlang bewegte und drehte. Er zeichnete dabei mit mehreren Stiften großflächige Muster – im Rahmen der ihm vom Roboter gebotenen Möglichkeiten. Der Roboterarm schien dabei vorherbestimmte und immer gleiche Bewegungsabläufe zu durchlaufen. Noch spannender fände ich persönlich es, wenn der Roboter aus verschiedenen, vorgegeben und für den Künstler unvorhersehbaren Bewegungsabläufen frei wählen könnte. Das wäre dann wirklich ein gemeinsames Kunstwerk von Mensch und Maschine. Aber womöglich ist das aus Sicherheitsgründen zu riskant?!

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Drone Races

Noch ein Drohnen-Highlight, unserer Meinung nach: die Drone Races. Im Untergeschoss der PostCity hatte man einen aufwändigen, beleuchteten Parcours errichtet, in dem sich die kleinen, aber bis zu 140 km/h schnellen Drohnen einen Rennen lieferten. Ein Mix aus analogem und digitalem Rennsport, der sicherlich unglaublichen Spaß macht. Umgesetzt wurden die Drone Races von der ERSA (European Rotor Sports Association) zusammen mit den Allstar XBlades.

Einziger Kritikpunkt: Man hätte die Rennen ruhig etwas inszenieren und mit dem Publikum kommunizieren können! Nicht ohne Grund werden Rennen z.B. von einem Countdown und Start, einer letzten Runde, eingeblendeten Ergebnissen oder einem Kommentator begleitet. Die Drone Races auf der Ars Electronica waren leider sehr kommunikations- und showfrei. Aber trotzdem cool ;)

drone-races-ars-electronica-2016 Foto: Drone Racing / Ars Electronica / Florian Voggeneder / CC / Flickr

Ein Video und Rennen aus Drohnen-Perspektive

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