Events & Social Media: So gewinnt man Blogger und Influencer für die Berichterstattung

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Sommer Open-Air des hr-Sinfonieorchesters | Foto: hr/Tim Wegner

Immer mehr öffentliche Events möchten auch in den sozialen Medien stattfinden. Neben eigenen Posts und Tweets braucht man dafür zumeist auch andere Menschen – Blogger, Influencer oder wie man sie auch immer nennen möchte. Die Erwartungen dabei sind hoch, die Bereitschaft etwas dafür zu tun eher niedrig. Doch wer möchte, dass externe „Social Media Reporter/innen“ die Berichterstattung über das eigene Event unterstützen, der muss ihnen auch etwas bieten!

Viele Veranstalter/innen gehen davon aus, es reiche, einem Blogger oder einer Bloggerin eine Pressemeldung sowie ein kostenfreies Ticket zu schicken. Danach herrscht oft Funkstille. Von spannend aufbereitetem Material, exklusiven Hintergrund-Infos oder einer engeren Zusammenarbeit keine Spur.

Im Gegenteil, wenn man versucht an zusätzliche, exklusive Infos zu kommen, kriegt man nicht selten halbherzige Antworten zurück oder wird auf öffentliche Infos auf der Website oder in Pressemeldungen verwiesen. Man spürt regelrecht, wie man als lästige Arbeit empfunden wird. Obwohl man die Veranstaltung unterstützen möchte! Man spürt aber auch die Erwartungshaltung, der/die Blogger/in müsse sich selbst um gute Inhalte kümmern. Nur hängt dieser Teil stark von guten Veranstaltungsinformationen ab!

Man darf aber auch nicht vergessen: Der/die Veranstalter/in hat in erster Linie ein Interesse an guter Social Media Berichterstattung über das eigene Event. Es ist also an ihm/ihr etwas zu bieten. Nur wenige Veranstaltungen haben eine solch hohe Stellung, dass alleine das Dabeisein zählt. Und es gibt heute genügend andere Events über die Blogger/innen und Influencer/innen schreiben können.

Kurzum, die Social Media Berichterstattung ist nur so gut, wie es der/die Veranstalter/in zulässt oder ermöglicht! Was man tun kann und auch sollte? Das Sommer Open-Air des hr-Sinfonieorchesters zeigt uns, wie es anders laufen kann!

Best Practice Beispiel: Sommer Open-Air des hr-Sinfonieorchesters

Damit die Veranstaltung stärker im Social Web präsent ist, hat man neben eigenen Aktivitäten externe Social-Media-Reporter/innen eingeladen, um vor, während und nach dem Konzert über das Open-Air zu berichten. Die Social-Media-Reporter/innen erhielten zum Start ein 3-stufiges Mailing und Informationen zum Event. Darüber hinaus:

  • Ein #hrSOpenAir-Overlay für ihre Social-Media-Profilbilder zeigte, dass sie offizielle Partner waren.
  • Neben dem garantierten Zugang zu dem kostenfreien und deswegen schnell vollen Event, konnten die Reporter/innen einen Blick hinter die Kulissen werfen und den Backstage-Bereich besuchen. Dort konnten exklusive Fotos und Videos im Backstage-Bereich sowie auf und von der Bühne gemacht werden.
  • Interviews mit den Musiker/innen waren sowohl beim Backstage-Besuch als auch schon vor dem Event möglich.
  • Inhaltlich erhielten die Reporter/innen Unterstützung durch den Zugriff auf hr-Content (Charts, Spots, Trailer), die sonst der hr-Redaktion zugänglich sind.
  • Die Posts und Tweets der Social Media Reporter/innen wurden zusätzlich gefeatured, während der Veranstaltung auf Leinwänden sowie auf der Website.
  • Als zusätzliches kleines Dankeschön haben die Social Media Managerin und Redakteurin auch noch ein Picknick organisiert.

Kurz gesagt, eine gute und clevere Rundumbetreuung sowie Zusammenarbeit, die auf die Interessen beider Seiten ausgerichtet waren. Der Kernpunkt ist, dass man sich etwas überlegt, sich kümmert, einen Austausch sucht und nicht nur Erwartungen hat. So macht man sich bei Blogger/innen und Influencer/innen beliebt!

Die Infos über das Projekt habe ich der Shortlist und Beschreibung beim Virenschleuderpreis 2016 entnommen.


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