ADC Award: neue Kategorien für “Kommunikation im Raum & Event”

Die Live-Kommunikation ist eine stark interdisziplinär arbeitende Branche. Verschiedene Disziplinen vermischen sich und führen zu immer wieder neuen Entwicklungen. Das hat besonders in den letzten Jahren stark zugenommen und die Kategorisierung, wie sie bei Awards üblich ist, erschwert. Aus diesem Grund hat auch der ADC Fachbereich für “Kommunikation im Raum & Event” seine Wettbewerbskategorien nochmals überprüft. Das Ergebnis sind (noch) mehr Kategorien sowie eine neue Sparte.

Neue Sparte “Spatial Experiences”

Für den ADC Award 2019 erscheint erstmals die Sparte “Spatial Experiences” mit vier neuen Kategorien: Hospitality, Corporate Interior, Retail und Public Space. Damit soll in diesem Fachbereich Raumdesign zum ersten Mal ohne expliziten Schwerpunkt auf Kommunikation ausgezeichnet werden, so heißt es in der Pressemeldung. Gleichzeitig öffnet der ADC damit den Wettbewerb auch für klassische Designer und Architekten, für die bis dato das Wettbewerbsumfeld von Agenturen und Ausstellungsmachern weniger aussichtsreich erschien.

„Die Bündelung von diesen Projekten jenseits der Messe- und Ausstellungsprojekte ermöglicht der Jury, diesen Projekten in der Beurteilung noch besser gerecht zu werden“, erklärt Cedric Ebener, Vorstandsmitglied für den Fachbereich „Kommunikation im Raum & Event“ die Neuerungen.

Neue Event Kategorien

Im Bereich Events werden für den ADC Wettbewerb 2019 drei neue Kategorien eröffnet: Bühnenshow, Guerilla und Sponsorenauftritt ergänzen die bereits bestehenden Event-Kategorien.

Neue “freie Sparte” in allen Kategorien

Eine weitere Neuerung für alle Kategorien ist die Möglichkeit, Arbeiten in einer freien Sparte einzureichen. Kreative Arbeiten, die nicht eindeutig einer der vordefinierten Kategorien zugeordnet werden können, sollen so eine Chancen auf eine Auszeichnung beim ADC-Wettbewerb erhalten.

„Insbesondere unsere interdisziplinär arbeitende Branche entwickelt sich schneller, als wir mit den Award-Kategorien hinterherkommen können. Mit dieser freien Rubrik innerhalb jeder Kategorie wollen wir visionäre Ideen entdecken, die ihrer Zeit so weit voraus sind, dass wir für sie noch keine Kategorie definiert haben“, so Cedric Ebener.

 
Natürlich sehe ich selbst, dass Kommunikation im Raum und Event eine immer schwerer fassbare Branche werden. Award Kategorien zu überprüfen bzw. festzulegen ist da keine leichte und dankbare Aufgabe! Ob eine immer größere Anzahl an Kategorien die beste Lösung ist, halte ich jedoch für fraglich. Ebenso eine zusätzliche inhaltliche Erweiterung, die unter anderem auch Hotellobbys, Bars und Unternehmensräume einschließt. Das macht diese bereits unübersichtliche und für viele schwer fassbare Branche noch komplexer. Dass es im Interesse eines Awards liegt, möglichst viele Einreicher mit breiten und vielen Kategorien anzusprechen, ist nachvollziehbar. Aber für die Außenwirkung und Selbstdefinition der Branche an sich, wird es damit nicht leichter!

Einen Überblick über die bisherigen Kategorien, kann man sich in der Gewinnergalerie verschaffen.


Definitionen der neuen ADC Kategorien der Sparte “Spatial Experiences”:

  • Hospitality
    Räumliche Gestaltung von Hotellerie- und Gastronomieräumen wie z.B. Hotellobbys, Bars, Restaurants, Cafés, Corporate Interior Design von Hotels, etc.
  • Corporate Interior
    Räumliche Inszenierung von innenarchitektonisch ausgestalteten Marken- und Unternehmensräumen wie z.B.: Showrooms, Office Design oder Fußball-Logen.
  • Retail
    Räumliche Inszenierung von (Einzel-)Handelsräumen wie z.B. PoS Design, Shop Design, Store Design, Retail Design, Window Design
  • Public Space
    Gestalterische Inszenierung öffentlicher Räume

Quelle: Pressemeldung ADC


1 Kommentar
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Ein Kommentar

  1. Matthias Kindler

    Au weia, das klingt nach Cannes. Noch mehr Kategorien, noch mehr Juries, noch mehr Einnahmen und zum Dank an die zahlende Kundschaft noch (viel) mehr Trophäen. Und bald gibt es dann mehr Gewinner als Einreicher. So werden die ehemals harten Nägel zu wachsweichen Preisen. Gute Projekt haben auch in der Vergangenheit gewonnen, denn gute Juries erkennen und belohnen sie, unabhängig von Kategorien. Mehr Kategorien generieren keine besseren Einreichungen. Aber wem sage ich das.

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