So förderst Du mehr Social Media Posts vom Event – Tipps und Beispiele für Veranstalter

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Besucher Deines Events sollen mehr Fotos und Inhalte in Social Media posten?! Ein häufiger und nachvollziehbarer Wunsch von Veranstaltern. Aber wie kann man das fördern? Hier sind 9 Tipps und 7 Beispiele, die wenig mit vermeintlich lustigen Aktionen zu tun haben, sondern vor allem mit Deinen Event-Inhalten!

Vorab ein wichtiger Hinweis! Lange Zeit haben wir gedacht, alleine eine Twitter Wall oder lustige Foto-Aktion schlägt die Brücke zwischen Event und sozialem Internet. Irgendein „total witziges“ Social Media Tool ist die perfekte Lösung. Perfekt war sie, weil sie einfach war. Ein Dienstleister wird gebucht und der Rest wird so gemacht wie immer. Am Anfang war das vielleicht noch lustig und ok, aber mittlerweile wird das nicht nur langweilig. Mittlerweile wissen wir auch, dass es bezogen auf inhaltliche Ziele häufig fragwürdig ist. Ein austauschbares Tool, das nächste Woche bei einem anderen Event auftaucht, zahlt nur selten auf Deine ganz individuellen Inhalte ein!

Was sollte man als Veranstalter daher machen? Das Wichtigste war und ist immer noch Dein Eventkonzept! Ein gutes Event ist die zentrale Grundlage, auch für die Social Media Kommunikation. Und wenn Du noch gezielt zu Posts auf Twitter, Facebook oder Instagram anregen möchtest, sollten die Inhalte, das Erlebnis sowie das Raumdesign zusätzlich optimiert werden. Was ich damit meine, habe ich in den folgenden 9 Tipps zusammengefasst.

1. Biete Deinen Besuchern etwas zur Selbstinszenierung

Das ist eine Grundlage, die Du als Veranstalter verinnerlichen solltest. Der größte Anreiz für Deine Besucher etwas zu posten ist, wenn sie darüber zeigen können, dass sie gerade Teil von etwas Besonderem sind. Ein bekannter Redner, besonders gute Inhalte, besondere Teilnehmer, ein außergewöhnliches Erlebnis oder aber etwas Lustiges, Kurioses. Es ist nur sehr, sehr selten ein buchbares Tool, das Dein Event zum Social Media Hit macht, es ist das Event selbst! Sofern Deine Zielgruppe dies als etwas Besonderes empfindet, wird sie gewillt sein, etwas über Dein Event zu posten. Und sofern es ein eingebundener, individuell gestalteter Teil Deines Events ist, wird es Dir oder Deiner Firma auch konkret nutzen!


Beispiel: » Community-Waschsalon


2. Biete ein besonderes Erlebnis

Eine außergewöhnliche, interaktive Rauminstallation. Eine Veranstaltung an einem spektakulären Ort. Die Möglichkeit etwas Besonderes selbst zu gestalten (z.B. selbstgemachtes T-Shirt). Ein konkreter, bislang fehlender Mehrwert. Was haben Deine Besucher noch nicht erlebt? Was würden sie aber gerne mal erleben? Dabei muss es nicht zwangsläufig unglaublich spektakulär oder kostspielig werden! Ganz einfache und schlichte Erlebnisse, die jedoch den Nerv Deiner Zielgruppe treffen, funktionieren auch. Biete auf Deinem Event ein Erlebnis an, das Deine Besucher einfach mit der Welt teilen möchten!


Beispiel: » Museum of Feelings
Beispiel: » Anti-Stress-Kätzchen-Therapie


3. Entwerfe ein fotogenes Raumdesign

Ein grauer Meetingraum in dem jemand vor einer kahlen Wand etwas erzählt?! Nicht nur einmal hat ein unglaublich hässliches Motiv einen Foto-Post von mir verhindert! Daher ist es gut, dass das Raumdesign in der Eventbranche spürbar an Bedeutung gewinnt. Denn das hat auch große Vorteile für die Kommunikation in sozialen Medien. Auch hier geht es nicht darum teure Hochglanz-Exponate bauen zu lassen, sondern den Raum interessant zu nutzen, ansprechend und vor allem fotogen zu gestalten. Wähle z.B. eine bereits außergewöhnliche oder kontrastreiche Location, setzte Licht bzw. Dunkelheit oder einzelne Gestaltungselemente gezielt ein. Ein besonderes oder kreatives Fotomotiv wird immer gerne gepostet.


Beispiel: » Campaign Kick-Off #GibDirStoff (weiter unten im Artikel)
Beispiel: » Event Design aus Pappe


4. Platziere Fotospots

Neben einem allgemein kreativen oder ausgefallenen Raumdesign, kannst Du noch einen Schritt weitergehen. Suche Dir gezielte Ecken oder Elemente heraus, die extra für Fotos inszeniert werden. Das muss nicht so offensichtlich und typisch wie die Logowand auf dem roten Teppich sein. Es kann auch auf den ersten Blick gar nicht als solche erkenntlich sein. Aber indem Du bewusst z.B. einen super Selfie-Partner, -Hintergrund oder eine besonders dekorative, gut ausgeleuchtete Ecke räumlich inszenierst, kannst Du die Besucher zum Fotografieren animieren. Tipp: Frage einen guten Fotografen und/oder Dekorateur und lass Dich beraten, wie der perfekte Fotohintergrund oder das perfekte Fotomotiv aussieht!


Beispiel: » Promotion in der Mailänder Metro


5. Sorge für eine gute Beleuchtung

Gutes Licht ist ganz wichtig! Wenn es zu dunkel oder zu hell ist, werden die Fotos nichts. Ob die Bühne oder der gesamte Raum, sorge dafür, dass sie auf Fotos gut erkennbar, aber auch ansprechend aussehen. Möchtest Du es z.B. wegen der Stimmung vor Ort lieber dunkel halten, dann greife auf die zuvor erwähnten Fotospots zurück. Dort sollte es etwas heller und damit fototauglicher sein.


Weiterführender Artikel: » Lichtdesign bei Events


6. Inspiriere mit interessanten Inhalten

Neben Fotos posten die Menschen natürlich auch gerne interessante Inhalte in Social Media! Daher gehört auch die Auswahl eines spannenden, aktuellen oder kontroversen Themas zu den wichtigen Stellschrauben. Plane deswegen genügend Zeit für die Themen- und Redner-Recherche ein! Wer kann etwas Interessantes unterhaltsam kommunizieren, die Menschen begeistern oder inspirieren? Generell solltest Du im Sinne Deiner Besucher plump eigenwerbliche oder nicht so wirklich spannende Vorträge meiden. Das ist daher eine Win-Win Situation für alle!

7. Biete spannende Zitate an

Der Vortrag ist super spannend, aber der Redner redet in so unheimlich langen Sätzen, die man nur schwer zitieren kann?! Nicht alle Menschen können gerade Gehörtes schnell in verständliche 140 Zeichen verpacken! Hilf ihnen dabei. Entweder indem Du den Redner bittest entsprechend kurze, zusammenfassende Aussagen in seinen Vortrag zu integrieren. Oder aber Du lässt Dir den Vortrag vorher geben, komprimierst die interessantesten Aussagen selbst in 140 Zeichen und blendest sie z.B. während des Vortrags an passender Stelle im Hintergrund ein – als Text oder alternativ als Graphic Recording. Oder aber Du postest sie selbst in Deinem Twitter-Account und bietest so etwas zum Retweeten!

8. Aktive Anregungen sind auch erlaubt

Natürlich kannst Du auch ganz gezielt und aktiv etwas nachhelfen. Zum Beispiel auf die besten (und extra vorbereiteten) Fotospots hinweisen. Ein individuell konzipierter Fotocontest oder andere Aktionen können, wenn sie zum Eventinhalt passen, auch helfen. Konkrete Tools oder Stationen an denen man sich z.B. fotografieren und das Ergebnis im Netz teilen kann, gehen auch. Aber hier könnte es dann ggf. doch teurer werden. Denn ein solches Tool sollte sehr gezielt für das Event oder Produkt konzipiert und keine austauschbare Aktion sein, die der Konkurrent nächste Woche auch anbietet!


Beispiel für ein individuelles Tool: » KMS Lichtgestalten


9. Die Infrastruktur und Vorbereitungen müssen stimmen

Es gibt etliches, das man gerne posten würden, aber das Wlan ist überlastet oder es gibt keinen Handy Empfang? Das darf natürlich nicht passieren! Ebenso solltest Du vorher einen guten, kurzen und eindeutigen Hashtag ausgewählt und etabliert haben. Ein gutes Marketing ist vorab natürlich auch wichtig. Wer schon vorher gut informiert ist und vielleicht das Gefühl hat, dass ihn auf dem Event etwas Spannendes erwartet, ist von Anfang an offener dafür live auf Twitter, Facebook oder Instagram zu berichten.

 
Hast Du weitere Tipps und Erfahrungen? Wir freuen uns über Ergänzungen!


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